dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 614

Ölpreise legen etwas zu - Förderausweitung der Opec+ belastet nicht

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent-Öl zur Lieferung im September kostete zuletzt 68,95 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im August stieg auf 66,34 Dollar (Dollarkurs).

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Offshore-Plattform in der Nordsee (Symbolbild).
Quelle: - ©iStock:
Brent Crude Rohöl ICE Rolling 110,4403 $ Brent Crude Rohöl ICE Rolling Chart +5,65%
Zugehörige Wertpapiere:
WTI Rohöl NYMEX Rolling 106,7209 $ WTI Rohöl NYMEX Rolling Chart +6,58%
Zugehörige Wertpapiere:

Die Kernstaaten des Ölkartells Opec+ drehen den Ölhahn weiter auf. Die Ausweitung der Fördermenge werde im August auf 548.000 Barrel pro Tag gesteigert, teilte der Ölverbund am Wochenende mit. Derzeit liegt sie bei täglich 411.000 Barrel. Der Anstieg war stärker als von Experten erwartet. Die Produzenten reagieren damit nach eigenen Angaben auf die global stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

In den vergangenen Jahren hatten die acht Staaten des Kartells, darunter Saudi-Arabien und Russland, ihre Produktion um 2,2 Millionen Barrel gedrosselt. Seit April hat die Gruppe damit begonnen, diese Kürzungen wieder schrittweise rückgängig zu machen. Die wichtigsten Länder von Opec+ sind Saudi-Arabien und Russland. Die Entscheidung der Opec dürfte die Preisentwicklung tendenziell dämpfen.

Vertreter von Opec+ zeigten sich jedoch zuversichtlich, dass eine sich erholende Weltwirtschaft die steigende Fördermenge aufnehmen kann. Die Unsicherheit ist jedoch hoch, da die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump das Weltwirtschaftswachstum belasten könnte. Ein Risikofaktor für die künftige Preisentwicklung stellt auch weiterhin die unsichere Lage im Nahen Osten dar.

Opec+ wird bei ihrem nächsten Treffen am 3. August weitere 548.000 Barrel pro Tag in Erwägung ziehen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Delegierte. Damit wären die im Jahr 2023 vollzogenen Kürzungen der Fördermenge wieder vollständig rückgängig gemacht./jsl/la/he

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend