- Die Ölpreise fielen leicht nach Maduros Gefangennahme.
- Der Brent-Ölpreis lag am Montagmorgen bei 60,45 Dollar.
- Venezuela trägt weniger als ein Prozent zur Ölproduktion bei.
- KI-Boom schwächelt - 5 defensive Top-Picks für 2026! (hier klicken)
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritären Präsidenten Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll nun in New York wegen angeblicher Drogendelikte der Prozess gemacht werden.
Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März lag am Montagmorgen bei 60,45 Dollar (Dollarkurs) und damit 30 Cent oder ein halbes Prozent unter dem Freitagsschluss. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Februar fiel um 36 Cent oder rund 0,6 Prozent auf 56,96 Dollar.
Venezuela hat zwar riesige Ölvorkommen, kann diese aber derzeit wegen einer maroden Infrastruktur kaum fördern. Daher steuert das Land derzeit weniger als ein Prozent zur weltweiten täglichen Ölproduktion bei und hat zudem wegen des politischen Drucks durch die Vereinigten Staaten kaum Abnehmer. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in dem Land mithilfe der großen US-Ölkonzerne wiederzubeleben.
Dies könnte mittelfristig zu einem weiter steigenden Ölangebot führen. Experten gehen ohnehin davon aus, dass dieses im Laufe des Jahres weiter anziehen wird. Das Ölförderkartell Opec+, das von Russland und Saudi-Arabien angeführt wird, hatte die Produktion im vergangenen Jahr peu à peu ausgeweitet. Da der Ölpreis unter anderem deswegen stark unter Druck geraten ist, soll das Ölangebot im ersten Quartal erst einmal nicht weiter erhöht werden.
Werbung
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
15
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
15
|
Vertreter des Ölförderkartells hatten diese Entscheidung erst am Sonntag bekräftigt. In einer zehnminütigen Videokonferenz sei nicht über die Lage in Venezuela gesprochen worden. Das Land gehört zu der Organisation der erdölexportierenden Länder (Opec). Diese umfasst Algerien, Äquatorial-Guinea, Gabun, Irak, Iran, Kongo, Kuwait, Libyen, Nigeria, Saudi-Arabien, Venezuela und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Um die Ölproduktion besser zu steuern, hatte die Opec den Kreis der Staaten, die mitsprechen dürfen, um Länder wie Russland, Brasilien und Mexiko zur sogenannten Opec+ erweitert./zb/err
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.