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Erneut Brand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff - ein Toter

MOSKAU/KIEW (dpa-AFX) - Bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei verletzt worden, schrieb Gouverneur Weniamin Kondratjew auf der Plattform Telegram. Im Hafen brenne es, Drohnentrümmer hätten Gebäude in der Stadt beschädigt, darunter eine Schule und einen Kindergarten. Das Portal "Kyiv Independent" berichtete unter Berufung auf Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens.

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Der Hafen war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie vermehrt Russlands Ölindustrie an, die für Moskaus Finanzierung des Kriegs wichtig ist. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.

Am Schwarzen Meer ist Tuapse einer der wichtigsten Häfen für den russischen Ölexport. Hier gibt es auch eine Raffinerie, die dem größten russischen Ölkonzern Rosneft gehört. Tuapse liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Großstadt Sotschi.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntag mitgeteilt, die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölinfrastruktur hätten zu einem Verlust von mindestens 2,3 Milliarden Dollar (Dollarkurs) an Einnahmen durch Ölverkäufe geführt. Der "Kyiv Independent" berichtete, durch Drohnenangriffe und Beschlagnahmung von Öltankern der sogenannten russischen Schattenflotte seien im April rund 40 Prozent der russischen Öl-Exportkapazitäten lahmgelegt worden./hme/DP/stk


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