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Die Lage im Nahen Osten löst sich weiter nicht auf. Mittlerweile gehen die Kämpfe in Nahost weiter, und am Markt werden hinter die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten wieder zunehmend Fragezeichen gesetzt. Donald Trump hatte am Vortag ein Ultimatum an den Iran verschoben und von "produktiven" Gesprächen mit dem Kriegsgegner gesprochen. Der Iran dagegen dementierte Verhandlungen zur Beendigung des Krieges.
Der Iran-Krieg und die damit steigenden Energie-Rohstoffpreise trüben die Aussichten für das heimische Wirtschaftswachstum. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für das laufende Jahr nun ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, vor Weihnachten lag die Prognose noch bei 0,8 Prozent. Auch die Inflation dürfte dieses Jahr höher ausfallen als ursprünglich gedacht: Die Inflationsprognose (HVPI) der OeNB lautet nun auf 2,7 Prozent, davor waren es 2,4 Prozent.
Der Krieg und seine Auswirkungen seien sehr ernst, sagte OeNB-Gouverneur Martin Kocher am Dienstag. "Gleichzeitig ist es aber nicht angebracht, in Panik zu verfallen." Die positive Wachstumsdynamik vom Jahresbeginn - vor Ausbruch des Krieges - sollte nur temporär gedämpft werden, schrieb die OeNB in ihrer Mitteilung.
Mittlerweile hat sich auch die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im März wegen der Folgen des Iran-Kriegs verschlechtert. Bei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten mit einem starken Anstieg von Energiepreisen voll berücksichtigt werden. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,4 Punkte auf 50,5 Punkte, wie S&P nach einer ersten Schätzung mitteilte.
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