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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax gibt erneut nach - 'Aufwärtstrend intakt'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem starken Erholungslauf in den vergangenen Wochen hat der Dax am Mittwoch den zweiten Tag in Folge moderat nachgegeben. Der Aufwärtstrend sei dennoch weiterhin intakt, konstatierte Chef-Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Im Fokus standen zur Wochenmitte erneut zahlreiche Quartalsbilanzen. Am Abend nach Börsenschluss dürfte die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

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Mit einem Minus von 0,58 Prozent bei 23.115,96 Punkten beendete der deutsche Leitindex den Tag. Das Rekordhoch von 23.476 Punkten bleibt so nach wie vor in Sichtweite. Am Dienstag hatte sich der Dax zum Handelsstart noch seinem Rekordhoch bis auf weniger als 100 Punkte genähert, bevor das Scheitern von CDU-Chef Friedrich Merz beim ersten Anlauf zur Kanzlerwahl einen vorübergehenden Rücksetzer ausgelöst hatte. Am Ende schaffte er es dann im zweiten Wahlgang. Investoren hoffen nun auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in Europas größten Volkswirtschaft.

Der MDax , der Index der mittelgroßen Unternehmen, verlor am Mittwoch 0,61 Prozent auf 29.171,57 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,63 Prozent auf 5.230,19 Zähler nach. In der Schweiz und in Großbritannien wurden ebenfalls Verluste verbucht.

In den USA legte der bekannteste Index der Wall Street, der Dow Jones Industrial , zum Börsenschluss in Europa um 0,5 Prozent zu. Die technologielastigen Nasdaq-Börsen schwächelten dagegen leicht. Die Zinsentscheidung dort ist das nächste Ereignis mit politischer Brisanz. Mit Spannung wird darauf gewartet, wie die Fed auf die Forderung von Präsident Donald Trump reagiert, die Zinsen zu senken. Am Markt wird davon ausgegangen, dass dem politischen Druck widerstanden wird und die Leitzinsen unverändert bleiben.

Unter den Einzelwerten im Dax stachen Fresenius (Fresenius Aktie) , BMW und Vonovia (Vonovia Aktie) positiv mit ihren Quartalsbilanzen und Ausblicken hervor. Die Aktien des Krankenhausbetreibers und Arzneimittelherstellers erreichten dank starker Zahlen ein Dreijahreshoch und gingen mit plus 3,9 Prozent an der Index-Spitze aus dem Tag.

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Vonovia stiegen um 2,6 Prozent. Der Wohnimmobilienkonzern habe ein sehr solides erstes Quartal abgeliefert, doch die wesentliche Neuigkeit sei, dass Luka Mucic, ehemaliger SAP-Finanzchef und derzeitiger Finanzchef von Vodafone, am Jahresende Rolf Buch als Vorstandschef von Vonovia nachfolgen werde, sagte DZ-Bank-Analyst Karsten Oblinger.

Bei BMW reagierten Anleger angesichts der Zuversicht des Autobauers für das Gesamtjahr trotz der Zollunsicherheiten erleichtert. Die Aktie legte um 1,7 Prozent zu.

Der Medizintechnikhersteller Siemens (Siemens Aktie) Healthineers wuchs dagegen im abgelaufenen Quartal zwar stärker als erwartet, wurde aber beim Ergebnisausblick vorsichtiger. Das Papier gab um 1,7 Prozent nach.

Pharmawerte schwächelten ebenfalls, denn drohende US-Zölle bereiten Sorgen und auch eine Personalie der US-Gesundheitsbehörde. Die FDA ernannte Vinay Prasad zu ihrem obersten Impfstoff-Regulierer. Der war während der Corona-Pandemie als Kritiker der FDA-Maßnahmen aufgetreten. Sartorius verloren in diesem Umfeld als Dax-Schlusslicht 3,5 Prozent. Merck KGaA büßten 2,2 Prozent ein und Qiagen (Qiagen Aktie) 1,5 Prozent.

In der zweiten Börsenreihe nutzten Anleger des Gebrauchtwagenhändlers Auto1 nach einer angehobenen Gewinnprognose die anfangs hohen Kursaufschläge für Gewinnmitnahmen. Letztlich brach das Papier um 15,3 Prozent ein.

Quartalszahlen veröffentlichte auch der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich . Die ehrgeizigen Wachstumsziele ließen aufhorchen, die Aktien zogen um 2,6 Prozent an.

Ein überraschender Chefwechsel beim Medizintechnikunternehmen Carl Zeiss Meditec (Carl Zeiss Aktie) sorgte für Verluste von 2,4 Prozent. Die starke Kurserholung der Aktie um 30 Prozent seit Jahresbeginn deute auf Optimismus hinsichtlich einer Trendwende hin, konstatierte Analystin Anchal Verma von der US-Bank JPMorgan. Das Ausscheiden von Vorstandschef Markus Weber am 31. Mai jedoch könnte ein Kontraindikator dafür sein./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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