Nach dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das laufende Jahr soll der Etat des Entwicklungsministeriums auf 10,27 Milliarden Euro sinken. Mit einem Minus von rund 940 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr wäre der Einschnitt so groß wie bei keinem anderen Einzeletat. Trotzdem sind für das Folgejahr weitere Kürzungen vorgesehen.
Mögliche Lösung: eine Steuer für Milliardäre
Pruin kündigte an, dass "Brot für die Welt" in diesem Fall verschiedene Projekte beenden und einzelne Länder komplett verlassen müsste - auch wenn sie die betroffenen Nationen nicht konkret nennen wollte. Nach dem eigenen Jahresbericht förderte die Organisation im vergangenen Jahr 2.107 Projekte in 80 Staaten. Dafür standen insgesamt 332,3 Millionen Euro zur Verfügung; 167,9 Millionen Euro davon steuerte die Bundesregierung bei. Das waren bereits rund fünf Millionen weniger als 2023.
"Die Bundesregierung muss Werte wie Solidarität und Mitmenschlichkeit in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen", mahnte Pruin und warb dafür, zur Gegenfinanzierung eine globale Steuer für Milliardäre einzuführen: "Eine Milliardärs-Steuer ist kein radikales Experiment, sondern längst überfällig."/ax/DP/mis
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