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Western Uranium & Vanadium Aktie

Aktie
WKN:  A2JCAJ ISIN:  CA95985D1006 US-Symbol:  WSTRF Branche:  Erdöl, Erdgas u. nicht erneuerbare Brennstoffe Land:  Kanada
0,667 €
+0,034 €
+5,37%
10:40:27 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
18,16 Mio. €
Streubesitz
-
KGV
-
Index-Zuordnung
-
Western Uranium & Vanadium Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Western Uranium & Vanadium Corp ist ein in Kanada gelisteter, operativ jedoch vorwiegend in den USA tätiger Uran- und Vanadiumentwickler mit Fokus auf konventionelle Untertage- und Tagebauprojekte im Colorado-Plateau und im U.S. Southwest. Das Unternehmen positioniert sich als künftiger Produzent von Kernbrennstoffrohstoffen für den nordamerikanischen Energiemarkt mit zusätzlicher Exponierung gegenüber Vanadium als Spezialmetall für Stahllegierungen und Energiespeicher. Die Investmentstory basiert auf der Hebelwirkung gegenüber langfristig steigenden Uranpreisen, einer Re-Industrialisierung der US-Kernenergie und einer möglichen Erholung des Vanadiummarktes. Die Gesellschaft befindet sich im Stadium der Projektentwicklung und Wiederinbetriebnahme bestehender Minen, ohne aktuell etablierte Großproduktion, und ist damit hoch zyklisch und rohstoffpreisabhängig ausgerichtet.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell von Western Uranium & Vanadium Corp beruht auf der Akquisition, Erschließung und künftigen Förderung von hochgradigen Uran- und Vanadiumlagerstätten mit anschließender Verarbeitung des Erzes über externe oder eigene Aufbereitungsinfrastruktur. Die Wertschöpfungskette umfasst die Exploration, Ressourcendefinition nach anerkannten Standards, Genehmigungsprozesse, Minenentwicklung, Erzabbau, Erztransport sowie die Veredelung zu verkaufsfähigen Uran- und Vanadiumprodukten, typischerweise als Urankonzentrat (U3O8, „Yellowcake“) und Vanadiumpentoxid (V2O5). Western Uranium & Vanadium verfolgt ein Asset-zentriertes Modell, bei dem bestehende Minenareale mit historischer Produktion und Infrastruktur reaktiviert werden sollen. Im Fokus steht die Sicherung von Reserven und Ressourcen in politisch vergleichsweise stabilen Jurisdiktionen der USA. Die Gesellschaft kann zusätzlich ein opportunistisches Modell der Zwischenlagerung von Erz oder Halbfertigprodukten sowie die potenzielle Partizipation an Veredelungsmargen über langfristige Lieferverträge oder Spotverkäufe verfolgen. Die Monetarisierung erfolgt über den Verkauf an Kernbrennstoffversorger, Energieversorger, Trading-Häuser oder spezialisierte Metallhändler. Eine Diversifikation ergibt sich aus der gleichzeitigen Exponierung gegenüber den Märkten für Kernbrennstoffe und für Vanadiumlegierungen, wodurch potenziell mehrere Nachfragezyklen adressiert werden.

Mission und strategische Leitlinien

Die erklärte Mission von Western Uranium & Vanadium Corp besteht darin, einen Beitrag zur Sicherung der inländischen US-Uranversorgung zu leisten und damit die Versorgungssicherheit des nordamerikanischen Kernenergiesektors zu erhöhen, während gleichzeitig Vanadium als kritischer Rohstoff für Hochleistungsstahl und Energiespeicher bereitgestellt wird. Das Unternehmen zielt darauf ab, geopolitische Abhängigkeiten von Importen aus Russland, Kasachstan oder anderen politisch sensiblen Herkunftsländern zu reduzieren und als verlässlicher Produzent aus einer westlichen Jurisdiktion aufzutreten. Strategisch setzt das Management dabei auf die Kombination aus traditionellen Bergbauverfahren und ausgewählten Prozessinnovationen, um die operativen Kosten je produzierter Pfunde Uran und Vanadium zu senken und die Ressourceneffizienz zu steigern. Die Mission umfasst auch die Einhaltung regulatorischer Umwelt- und Sicherheitsstandards, um die gesellschaftliche Akzeptanz von Uranbergbau in den Vereinigten Staaten zu erhalten. Damit positioniert sich Western Uranium & Vanadium als Bestandteil einer langfristig CO2-armen Stromerzeugungskette und als Lieferant kritischer Rohstoffe für Infrastruktur- und Energiewendeprojekte.

Produkte, Dienstleistungen und Ressourcenschwerpunkt

Western Uranium & Vanadium Corp fokussiert sich auf zwei Rohstoffkerne. Erstens Uran in Form von Urankonzentrat, das nach weiterer Konversion und Anreicherung in Brennstäben für Kernkraftwerke weltweit eingesetzt wird. Zweitens Vanadium, im Normalfall als Vanadiumpentoxid oder in anderer raffinierter Form, das als Legierungsmetall in hochfesten Stählen, Speziallegierungen und potenziell in Vanadium-Redox-Flow-Batterien für stationäre Energiespeicher Anwendung findet. Das Unternehmen hält mehrere Uran-Vanadium-Liegenschaften im Colorado-Utah-Grenzgebiet, das historisch zu den bedeutenden US-Uranprovinzen zählt. Zu den Kernprojekten gehören nach öffentlichen Angaben unter anderem Projekte im sogenannten Uravan Mineral Belt und die Sunday Mine Complex-Gruppe, die geologisch durch uran- und vanadiumhaltige Sandsteinformationen gekennzeichnet ist. Neben dem physischen Bergbau umfasst das Leistungsangebot auch das technische Know-how in der Minenplanung, im Ressourcenmanagement und im Umgang mit bergbaulichen Altanlagen. Western Uranium & Vanadium kann darüber hinaus als Projektpartner für Energieunternehmen oder Investoren auftreten, die sich über Offtake-Vereinbarungen oder Joint Ventures Zugang zu physischem Uran sichern wollen. Explizite Serviceprodukte wie Handel, Hedging oder Logistikdienstleistungen sind nicht die primäre Wertquelle, spielen jedoch eine Rolle im Rahmen der Vermarktungskette.

Geschäftssegmente und operative Struktur

Die Geschäftsaktivitäten von Western Uranium & Vanadium Corp lassen sich primär nach Rohstoffen und Entwicklungsstadium strukturieren. Auf Rohstoffebene ist die wesentliche Segmentierung in Uran und Vanadium erkennbar, die häufig gemeinsam in denselben Lagerstätten auftreten und im Rahmen eines kombinierten Minenplans abgebaut werden. Operativ ist das Portfolio in mehrere Projektcluster gegliedert, die sich hinsichtlich Entwicklungsstand, Genehmigungssituation und geologischer Komplexität unterscheiden. Ein Segment umfasst fortgeschrittene Minen, die bereits über historische Produktion verfügen und durch Rehabilitationsmaßnahmen relativ kurzfristig in den Produktionsmodus zurückgeführt werden könnten, sofern Marktpreise und regulatorische Rahmenbedingungen dies rechtfertigen. Ein weiteres Segment besteht aus Explorations- und Entwicklungsprojekten, bei denen Ressourcen durch Bohrprogramme und technische Studien weiter aufgewertet werden sollen. Ein strikt ausgewiesenes Multi-Business-Unit-Modell wie bei großen, diversifizierten Bergbaukonzernen ist nicht erkennbar; vielmehr handelt es sich um eine schlanke Struktur mit Fokus auf ausgewählten Assets. Das Unternehmen unterliegt damit einer Konzentration auf wenige Kernprojekte, was sowohl Chancen in Form überdurchschnittlicher Hebelwirkung als auch Risiken durch begrenzte Diversifikation mit sich bringt.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Besonderheiten

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von Western Uranium & Vanadium Corp ist die Kombination aus hochgradigen Uran-Vanadium-Vorkommen und dem Anspruch, konventionellen Untertagebau mit spezifischen technologischen Ansätzen zu verbinden, um die Abbaukosten zu senken. Das Unternehmen betont den Zugang zu Lagerstätten mit überdurchschnittlichen Gehalten, was im Uranbergbau ein wesentlicher Werttreiber ist, da höhere Gehalte in der Regel zu geringeren Betriebskosten pro Einheit führen. Zusätzlich hebt Western Uranium & Vanadium die potenzielle Nutzung spezieller Abbaumethoden hervor, die auf Effizienz und geringeren Materialtransport ausgelegt sind. Diese Prozessinnovationen sind darauf ausgerichtet, den Erzfluss zu optimieren, die Ausbeute zu erhöhen und Umweltbelastungen im Vergleich zu älteren Betriebsstandards zu reduzieren. Das Unternehmen profitiert zudem von der Lage seiner Projekte in einer Region mit etablierter Bergbauhistorie, vorhandener Infrastruktur und einer gewissen regulatorischen Erfahrung im Umgang mit Uran-Vanadium-Bergbau. In Kombination mit der Exponierung gegenüber zwei kritischen Rohstoffen entsteht ein Profil, das sich von reinen Uranexplorern oder Vanadiumspezialisten unterscheidet. Diese Merkmalskombination kann in Phasen günstiger Marktbedingungen zu einer überproportionalen Wertschöpfung führen.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Im Vergleich zu globalen Rohstoffkonzernen verfügt Western Uranium & Vanadium Corp nur über begrenzte klassische Burggräben im Sinne dauerhaft verteidigbarer Wettbewerbsvorteile. Dennoch existieren mehrere potenzielle Moats. Erstens ist der Zugang zu genehmigten oder genehmigungsfähigen Uranlagerstätten in den USA aufgrund strenger Umwelt- und Sicherheitsregulierung ein knappes Gut. Die bestehenden Claims und Lizenzen von Western Uranium & Vanadium stellen damit einen wesentlichen strategischen Vermögenswert dar. Zweitens erzeugen historische Daten, geologische Modelle und bergbaupraktisches Know-how einen Informationsvorsprung gegenüber neuen Marktteilnehmern, die sich erst in unbekannte Gebiete einarbeiten müssten. Drittens kann die Kombination von Uran- und Vanadiumproduktion aus denselben Lagerstätten einen Kostenvorteil generieren, da Erlöse aus Vanadium die effektiven Produktionskosten des Urans teilweise kompensieren. Zudem stärkt die mögliche Einbindung in politische Programme zur Stärkung der US-Uranproduktion die Position gegenüber Produzenten aus unsicheren Jurisdiktionen. Gleichwohl bleibt der strukturelle Moat im Rohstoffsektor begrenzt, da die Branche von Zyklik, Substitution und Preisvolatilität geprägt ist und langfristige Überrenditen nur schwer abzusichern sind.

Wettbewerbsumfeld und Marktposition

Western Uranium & Vanadium Corp operiert in einem fragmentierten, globalen Uran- und Vanadiumsektor mit starkem Wettbewerb durch Produzenten aus Kanada, Kasachstan, Afrika, Australien und jüngst auch aus China. Auf dem Uranmarkt zählen große Produzenten wie Cameco, Kazatomprom oder Orano zu den dominierenden Akteuren, während im nordamerikanischen Kontext auch US-Firmen mit ISR-Projekten und konventionellen Minen als direkte Wettbewerber auftreten. Im Vanadiumsegment konkurriert Western Uranium & Vanadium mit Produzenten, die entweder Vanadium als Nebenprodukt aus Stahlschlacken und Titanmagnetiterzen gewinnen oder eigenständige Vanadiumlagerstätten in China, Russland, Brasilien, Südafrika und anderen Regionen erschließen. Im spezifischen Segment des US-Uran-Vanadium-Bergbaus konkurriert die Gesellschaft mit anderen kleineren und mittelgroßen Entwicklern und Produzenten, die vergleichbare geologische Gürtellagen nutzen. Die Marktposition von Western Uranium & Vanadium ist die eines Nischenplayers mit regionalem Fokus, der versucht, sich über Projektgehalte, Kostenstruktur und politische Verortung als verlässlicher Lieferant gegen Importkonkurrenz durchzusetzen. Die Preisbildung im Uran- und Vanadiumsegment erfolgt im Wesentlichen über globale Spot- und Terminkontraktmärkte, sodass das Unternehmen nur begrenzten Einfluss auf die Erlösseite hat und primär über Kostenmanagement und Timing überzeugt.

Management, Governance und Unternehmensstrategie

Die strategische Führung von Western Uranium & Vanadium Corp liegt bei einem erfahrenen Management, das aus Branchenkennern des nordamerikanischen Uran- und Rohstoffsektors besteht. Die Leitung setzt schwerpunktmäßig auf die Reaktivierung vorhandener Minen, die Optimierung der Projektpipeline und den selektiven Ausbau der Ressourcengrundlage durch Akquisitionen und Exploration. Governance-seitig orientiert sich das Unternehmen an den Standardanforderungen börsennotierter Gesellschaften in Kanada, einschließlich Offenlegungspflichten und technischer Berichterstattung nach anerkannten Standards für Mineralressourcen. Strategisch verfolgt das Management eine zweigleisige Vorgehensweise. Einerseits wird versucht, die Projekte auf einen Produktionsstand zu bringen, der flexibel auf steigende Uran- und Vanadiumpreise reagieren kann. Andererseits sollen langfristige Vertragsbeziehungen mit Abnehmern aufgebaut werden, um Umsatzvolatilität teilweise zu glätten und Finanzierungssicherheit für die Minenentwicklung zu generieren. Kapitaldisziplin, die Steuerung der Verwässerung für Aktionäre sowie die Nutzung kapitalmarktlicher Instrumente wie Equity-Finanzierungen oder Offtake-Vereinbarungen sind zentrale Elemente der Strategie. Für konservative Anleger ist die Nachvollziehbarkeit der Strategie, die Konsistenz der Kommunikation und die Umsetzungsgeschwindigkeit entscheidend, da Entwicklungsrisiken im Rohstoffsektor erheblich sein können.

Branchen- und Regionalanalyse

Western Uranium & Vanadium Corp agiert an der Schnittstelle zweier zyklischer Rohstoffbranchen. Die Uranindustrie ist stark abhängig von der globalen Kernenergiepolitik, von Neubau- und Laufzeitentscheidungen für Kernkraftwerke sowie von regulatorischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Verbrauchsländern. Eine wachsende Zahl von Staaten bewertet Kernenergie als Bestandteil einer dekarbonisierten Stromversorgung, was mittelfristig die Nachfrage nach Uran stützen kann. Gleichzeitig begrenzen Abrüstungsprogramme, staatliche Vorratsverkäufe und Änderungen in der Anreicherungstechnologie wiederholt die Preisdynamik. Der Vanadiummarkt ist noch volatiler, da er einerseits von der Stahlnachfrage im Bau- und Infrastruktursegment, andererseits von technologischen Trends bei Energiespeichern beeinflusst wird. Preiszyklen verlaufen teils abrupt, was Produzenten unter erheblichen Margendruck setzen kann. Regional profitiert Western Uranium & Vanadium von der Lage seiner Projekte in den USA, einem Rechtsraum mit vergleichsweise klaren Eigentumsrechten, aber strengen Umwelt- und Sicherheitsauflagen. Die politische Diskussion um die Sicherung nationaler Uranvorräte und die Rolle von Kernenergie in der Energiepolitik der USA kann für die Gesellschaft sowohl Rückenwind als auch Unsicherheit bedeuten, abhängig von der jeweiligen Administration und regulatorischen Auslegung. Die operative Tätigkeit in geologisch etablierten Regionen im Westen der USA erleichtert den Zugang zu Fachpersonal, Dienstleistern und bestehender Infrastruktur, reduziert aber nicht das inhärente Projektrisiko.

Unternehmensgeschichte und Entwicklungsetappen

Western Uranium & Vanadium Corp entstand aus der Zusammenführung und Weiterentwicklung von Uran- und Vanadiumassets im US-Südwesten, die teils auf eine längere Bergbautradition zurückgehen. Historisch wurde in den betreffenden Regionen bereits im 20. Jahrhundert in mehreren Zyklen Uran und Vanadium abgebaut, häufig im Kontext der US-Atompolitik und der Stahlindustrie. Nach Phasen des Booms folgten regelmäßig längere Niedrigpreisphasen, in denen viele Minen stillgelegt oder in Pflege-und-Wartung-Zustand überführt wurden. Im Zuge erneuter Aufmerksamkeit für Uran als CO2-armen Energieträger und wachsendem Interesse an Vanadium als kritischem Metall wurden diese historischen Assets von Western Uranium & Vanadium konsolidiert und in eine börsennotierte Struktur überführt. Im weiteren Verlauf konzentrierte sich das Unternehmen auf die Sicherung der Eigentumsrechte, die Durchführung technischer Studien und die schrittweise Vorbereitung einer möglichen Wiederaufnahme des Abbaus. Kapitalmarkttransaktionen dienten dazu, Explorations- und Entwicklungsprogramme zu finanzieren. Die Unternehmensgeschichte ist damit exemplarisch für kleinere Rohstoffentwickler, die versuchen, in zyklischen Märkten durch aktives Portfoliomanagement und antizyklische Investitionen Wert zu schaffen.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Eine Besonderheit von Western Uranium & Vanadium Corp liegt in der Kombination aus historisch vorbelasteten Bergbaugebieten und der Notwendigkeit moderner Umwelt- und Sicherheitsstandards. Uran- und Vanadiumabbau unterliegt strengen regulatorischen Vorgaben, insbesondere hinsichtlich Radioaktivität, Abfallmanagement, Wasserverbrauch und Renaturierung. Das Unternehmen muss im Rahmen seiner Projektentwicklung detaillierte Umweltverträglichkeitsprüfungen, Strahlenschutzkonzepte und Rehabilitationspläne vorlegen. Für Investoren mit Fokus auf ESG-Kriterien sind die Transparenz des Umweltmanagements, der Umgang mit Altlasten und die Einbindung lokaler Communities von hoher Relevanz. Western Uranium & Vanadium bewegt sich in einem sensiblen Umfeld, in dem gesellschaftliche Akzeptanz und regulatorische Genehmigungen eng zusammenhängen. Darüber hinaus kann die Doppelnatur der Produkte – Uran für CO2-arme Stromerzeugung und Vanadium für potenzielle Energiespeicher – in Nachhaltigkeitsstrategien ambivalent bewertet werden: Einerseits Beitrag zur Dekarbonisierung, andererseits Risiken aus Nukleartechnologie und Bergbau. Für konservative Anleger ist eine kritische Prüfung der öffentlich zugänglichen ESG-Berichte und Genehmigungsunterlagen empfehlenswert.

Chancen für Anleger

Für risikobewusste, aber chancenorientierte Investoren eröffnet Western Uranium & Vanadium Corp mehrere potenzielle Upside-Treiber. Erstens kann eine strukturelle Verknappung des globalen Uranangebots in Verbindung mit einer Renaissance der Kernenergie zu nachhaltig höheren Uranpreisen führen. In diesem Umfeld würden im Boden befindliche Ressourcen und zeitnah aktivierbare Minenprojekte erheblich an Wert gewinnen. Zweitens bietet die Koppelung an den Vanadiummarkt die Möglichkeit, von einer steigenden Nachfrage nach hochfesten Stählen und technologischen Anwendungen im Energiespeicherbereich zu profitieren. Drittens kann eine stärkere politische Unterstützung der US-Uranproduktion, etwa in Form von strategischen Reserven, Förderprogrammen oder Schutzmaßnahmen gegenüber Importen, die Marktposition von Western Uranium & Vanadium verbessern. Viertens besteht die Chance auf Wertsteigerung durch Projektfortschritte, positive technische Studien, Offtake-Verträge oder strategische Partnerschaften, die die Sichtbarkeit des Unternehmens erhöhen und den Zugang zu Kapital erleichtern. Für konservative Anleger mit langem Zeithorizont kann das Unternehmen ein Baustein in einem breit diversifizierten Rohstoffportfolio sein, sofern die individuellen Risikotoleranzen sorgfältig berücksichtigt werden.

Risiken aus konservativer Anlegerperspektive

Dem potenziellen Chanceprofil stehen erhebliche Risiken gegenüber, die aus konservativer Sicht sorgfältig abgewogen werden müssen. An erster Stelle steht das Rohstoffpreisrisiko: Sowohl Uran- als auch Vanadiumpreise unterliegen ausgeprägten Zyklen und geopolitischen Einflüssen. Längere Niedrigpreisphasen können Projekte wirtschaftlich unrentabel machen und Kapitalbedarf erhöhen. Zweitens birgt der Entwicklungsstatus der Projekte ein signifikantes Ausführungsrisiko. Verzögerungen bei Genehmigungen, technische Herausforderungen im Minenbetrieb oder Kostenüberschreitungen können die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen. Drittens besteht ein Finanzierungsrisiko, da die Gesellschaft für die Mineninbetriebnahme und -erweiterung typischerweise auf externe Kapitalzufuhr angewiesen ist. Zusätzliches Eigenkapital kann zu Verwässerung bestehender Aktionäre führen, während Fremdfinanzierung den Verschuldungsgrad erhöht. Viertens sind regulatorische und gesellschaftliche Risiken zu nennen: Änderungen in Umweltauflagen, Strahlenschutzbestimmungen oder der öffentlichen Einstellung zur Kernenergie können Projekte verzögern oder verteuern. Fünftens ist die Unternehmensgröße ein Risikofaktor. Als kleinerer Nischenplayer verfügt Western Uranium & Vanadium über weniger Puffer gegenüber externen Schocks als große, diversifizierte Bergbaukonzerne. Für konservative Anleger bedeutet dies, dass ein Engagement nur im Rahmen einer breit gestreuten Portfoliostrategie und unter Berücksichtigung der hohen Volatilität in Betracht gezogen werden sollte, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden darf.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 0,637 € / 0,667 €
Spread +4,71%
Schluss Vortag 0,633 €
Gehandelte Stücke 33.062
Tagesvolumen Vortag 69.503,88 €
Tagestief 0,651 €
Tageshoch 0,667 €
52W-Tief 0,28 €
52W-Hoch 0,898 €
Jahrestief 0,2955 €
Jahreshoch 0,685 €

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. -
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -
Jahresüberschuss in Mio. -
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -  
Gewinnrendite -
Umsatzrendite -
Return on Investment -
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote -

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Hebelprodukte (4)
Knock-Outs 4
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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
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Vortag
Zeit
Düsseldorf 0,62 € +6,90%
0,58 € 08:12
Frankfurt 0,621 € +3,16%
0,602 € 08:04
München 0,621 € +3,16%
0,602 € 08:01
Stuttgart 0,636 € +1,76%
0,625 € 10:34
L&S RT 0,642 € +0,86%
0,6365 € 10:48
Nasdaq OTC Other 0,76145 $ +8,47%
0,702 $ 28.01.26
Tradegate 0,667 € +5,37%
0,633 € 10:40
Quotrix 0,667 € +11,91%
0,596 € 10:49
Gettex 0,625 € -1,57%
0,635 € 10:43
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
28.01.26 0,624 7.832
27.01.26 0,588 47.626
26.01.26 0,528 104 T
23.01.26 0,606 22.802
22.01.26 0,556 15.592
21.01.26 0,56 9.168
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 0,56 € +11,43%
1 Monat 0,302 € +106,62%
6 Monate 0,547 € +14,08%
1 Jahr 0,73 € -14,52%
5 Jahre 0,558 € +11,83%

Unternehmensprofil Western Uranium & Vanadium Corp

Western Uranium & Vanadium Corp ist ein in Kanada gelisteter, operativ jedoch vorwiegend in den USA tätiger Uran- und Vanadiumentwickler mit Fokus auf konventionelle Untertage- und Tagebauprojekte im Colorado-Plateau und im U.S. Southwest. Das Unternehmen positioniert sich als künftiger Produzent von Kernbrennstoffrohstoffen für den nordamerikanischen Energiemarkt mit zusätzlicher Exponierung gegenüber Vanadium als Spezialmetall für Stahllegierungen und Energiespeicher. Die Investmentstory basiert auf der Hebelwirkung gegenüber langfristig steigenden Uranpreisen, einer Re-Industrialisierung der US-Kernenergie und einer möglichen Erholung des Vanadiummarktes. Die Gesellschaft befindet sich im Stadium der Projektentwicklung und Wiederinbetriebnahme bestehender Minen, ohne aktuell etablierte Großproduktion, und ist damit hoch zyklisch und rohstoffpreisabhängig ausgerichtet.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell von Western Uranium & Vanadium Corp beruht auf der Akquisition, Erschließung und künftigen Förderung von hochgradigen Uran- und Vanadiumlagerstätten mit anschließender Verarbeitung des Erzes über externe oder eigene Aufbereitungsinfrastruktur. Die Wertschöpfungskette umfasst die Exploration, Ressourcendefinition nach anerkannten Standards, Genehmigungsprozesse, Minenentwicklung, Erzabbau, Erztransport sowie die Veredelung zu verkaufsfähigen Uran- und Vanadiumprodukten, typischerweise als Urankonzentrat (U3O8, „Yellowcake“) und Vanadiumpentoxid (V2O5). Western Uranium & Vanadium verfolgt ein Asset-zentriertes Modell, bei dem bestehende Minenareale mit historischer Produktion und Infrastruktur reaktiviert werden sollen. Im Fokus steht die Sicherung von Reserven und Ressourcen in politisch vergleichsweise stabilen Jurisdiktionen der USA. Die Gesellschaft kann zusätzlich ein opportunistisches Modell der Zwischenlagerung von Erz oder Halbfertigprodukten sowie die potenzielle Partizipation an Veredelungsmargen über langfristige Lieferverträge oder Spotverkäufe verfolgen. Die Monetarisierung erfolgt über den Verkauf an Kernbrennstoffversorger, Energieversorger, Trading-Häuser oder spezialisierte Metallhändler. Eine Diversifikation ergibt sich aus der gleichzeitigen Exponierung gegenüber den Märkten für Kernbrennstoffe und für Vanadiumlegierungen, wodurch potenziell mehrere Nachfragezyklen adressiert werden.

Mission und strategische Leitlinien

Die erklärte Mission von Western Uranium & Vanadium Corp besteht darin, einen Beitrag zur Sicherung der inländischen US-Uranversorgung zu leisten und damit die Versorgungssicherheit des nordamerikanischen Kernenergiesektors zu erhöhen, während gleichzeitig Vanadium als kritischer Rohstoff für Hochleistungsstahl und Energiespeicher bereitgestellt wird. Das Unternehmen zielt darauf ab, geopolitische Abhängigkeiten von Importen aus Russland, Kasachstan oder anderen politisch sensiblen Herkunftsländern zu reduzieren und als verlässlicher Produzent aus einer westlichen Jurisdiktion aufzutreten. Strategisch setzt das Management dabei auf die Kombination aus traditionellen Bergbauverfahren und ausgewählten Prozessinnovationen, um die operativen Kosten je produzierter Pfunde Uran und Vanadium zu senken und die Ressourceneffizienz zu steigern. Die Mission umfasst auch die Einhaltung regulatorischer Umwelt- und Sicherheitsstandards, um die gesellschaftliche Akzeptanz von Uranbergbau in den Vereinigten Staaten zu erhalten. Damit positioniert sich Western Uranium & Vanadium als Bestandteil einer langfristig CO2-armen Stromerzeugungskette und als Lieferant kritischer Rohstoffe für Infrastruktur- und Energiewendeprojekte.

Produkte, Dienstleistungen und Ressourcenschwerpunkt

Western Uranium & Vanadium Corp fokussiert sich auf zwei Rohstoffkerne. Erstens Uran in Form von Urankonzentrat, das nach weiterer Konversion und Anreicherung in Brennstäben für Kernkraftwerke weltweit eingesetzt wird. Zweitens Vanadium, im Normalfall als Vanadiumpentoxid oder in anderer raffinierter Form, das als Legierungsmetall in hochfesten Stählen, Speziallegierungen und potenziell in Vanadium-Redox-Flow-Batterien für stationäre Energiespeicher Anwendung findet. Das Unternehmen hält mehrere Uran-Vanadium-Liegenschaften im Colorado-Utah-Grenzgebiet, das historisch zu den bedeutenden US-Uranprovinzen zählt. Zu den Kernprojekten gehören nach öffentlichen Angaben unter anderem Projekte im sogenannten Uravan Mineral Belt und die Sunday Mine Complex-Gruppe, die geologisch durch uran- und vanadiumhaltige Sandsteinformationen gekennzeichnet ist. Neben dem physischen Bergbau umfasst das Leistungsangebot auch das technische Know-how in der Minenplanung, im Ressourcenmanagement und im Umgang mit bergbaulichen Altanlagen. Western Uranium & Vanadium kann darüber hinaus als Projektpartner für Energieunternehmen oder Investoren auftreten, die sich über Offtake-Vereinbarungen oder Joint Ventures Zugang zu physischem Uran sichern wollen. Explizite Serviceprodukte wie Handel, Hedging oder Logistikdienstleistungen sind nicht die primäre Wertquelle, spielen jedoch eine Rolle im Rahmen der Vermarktungskette.

Geschäftssegmente und operative Struktur

Die Geschäftsaktivitäten von Western Uranium & Vanadium Corp lassen sich primär nach Rohstoffen und Entwicklungsstadium strukturieren. Auf Rohstoffebene ist die wesentliche Segmentierung in Uran und Vanadium erkennbar, die häufig gemeinsam in denselben Lagerstätten auftreten und im Rahmen eines kombinierten Minenplans abgebaut werden. Operativ ist das Portfolio in mehrere Projektcluster gegliedert, die sich hinsichtlich Entwicklungsstand, Genehmigungssituation und geologischer Komplexität unterscheiden. Ein Segment umfasst fortgeschrittene Minen, die bereits über historische Produktion verfügen und durch Rehabilitationsmaßnahmen relativ kurzfristig in den Produktionsmodus zurückgeführt werden könnten, sofern Marktpreise und regulatorische Rahmenbedingungen dies rechtfertigen. Ein weiteres Segment besteht aus Explorations- und Entwicklungsprojekten, bei denen Ressourcen durch Bohrprogramme und technische Studien weiter aufgewertet werden sollen. Ein strikt ausgewiesenes Multi-Business-Unit-Modell wie bei großen, diversifizierten Bergbaukonzernen ist nicht erkennbar; vielmehr handelt es sich um eine schlanke Struktur mit Fokus auf ausgewählten Assets. Das Unternehmen unterliegt damit einer Konzentration auf wenige Kernprojekte, was sowohl Chancen in Form überdurchschnittlicher Hebelwirkung als auch Risiken durch begrenzte Diversifikation mit sich bringt.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Besonderheiten

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von Western Uranium & Vanadium Corp ist die Kombination aus hochgradigen Uran-Vanadium-Vorkommen und dem Anspruch, konventionellen Untertagebau mit spezifischen technologischen Ansätzen zu verbinden, um die Abbaukosten zu senken. Das Unternehmen betont den Zugang zu Lagerstätten mit überdurchschnittlichen Gehalten, was im Uranbergbau ein wesentlicher Werttreiber ist, da höhere Gehalte in der Regel zu geringeren Betriebskosten pro Einheit führen. Zusätzlich hebt Western Uranium & Vanadium die potenzielle Nutzung spezieller Abbaumethoden hervor, die auf Effizienz und geringeren Materialtransport ausgelegt sind. Diese Prozessinnovationen sind darauf ausgerichtet, den Erzfluss zu optimieren, die Ausbeute zu erhöhen und Umweltbelastungen im Vergleich zu älteren Betriebsstandards zu reduzieren. Das Unternehmen profitiert zudem von der Lage seiner Projekte in einer Region mit etablierter Bergbauhistorie, vorhandener Infrastruktur und einer gewissen regulatorischen Erfahrung im Umgang mit Uran-Vanadium-Bergbau. In Kombination mit der Exponierung gegenüber zwei kritischen Rohstoffen entsteht ein Profil, das sich von reinen Uranexplorern oder Vanadiumspezialisten unterscheidet. Diese Merkmalskombination kann in Phasen günstiger Marktbedingungen zu einer überproportionalen Wertschöpfung führen.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Im Vergleich zu globalen Rohstoffkonzernen verfügt Western Uranium & Vanadium Corp nur über begrenzte klassische Burggräben im Sinne dauerhaft verteidigbarer Wettbewerbsvorteile. Dennoch existieren mehrere potenzielle Moats. Erstens ist der Zugang zu genehmigten oder genehmigungsfähigen Uranlagerstätten in den USA aufgrund strenger Umwelt- und Sicherheitsregulierung ein knappes Gut. Die bestehenden Claims und Lizenzen von Western Uranium & Vanadium stellen damit einen wesentlichen strategischen Vermögenswert dar. Zweitens erzeugen historische Daten, geologische Modelle und bergbaupraktisches Know-how einen Informationsvorsprung gegenüber neuen Marktteilnehmern, die sich erst in unbekannte Gebiete einarbeiten müssten. Drittens kann die Kombination von Uran- und Vanadiumproduktion aus denselben Lagerstätten einen Kostenvorteil generieren, da Erlöse aus Vanadium die effektiven Produktionskosten des Urans teilweise kompensieren. Zudem stärkt die mögliche Einbindung in politische Programme zur Stärkung der US-Uranproduktion die Position gegenüber Produzenten aus unsicheren Jurisdiktionen. Gleichwohl bleibt der strukturelle Moat im Rohstoffsektor begrenzt, da die Branche von Zyklik, Substitution und Preisvolatilität geprägt ist und langfristige Überrenditen nur schwer abzusichern sind.

Wettbewerbsumfeld und Marktposition

Western Uranium & Vanadium Corp operiert in einem fragmentierten, globalen Uran- und Vanadiumsektor mit starkem Wettbewerb durch Produzenten aus Kanada, Kasachstan, Afrika, Australien und jüngst auch aus China. Auf dem Uranmarkt zählen große Produzenten wie Cameco, Kazatomprom oder Orano zu den dominierenden Akteuren, während im nordamerikanischen Kontext auch US-Firmen mit ISR-Projekten und konventionellen Minen als direkte Wettbewerber auftreten. Im Vanadiumsegment konkurriert Western Uranium & Vanadium mit Produzenten, die entweder Vanadium als Nebenprodukt aus Stahlschlacken und Titanmagnetiterzen gewinnen oder eigenständige Vanadiumlagerstätten in China, Russland, Brasilien, Südafrika und anderen Regionen erschließen. Im spezifischen Segment des US-Uran-Vanadium-Bergbaus konkurriert die Gesellschaft mit anderen kleineren und mittelgroßen Entwicklern und Produzenten, die vergleichbare geologische Gürtellagen nutzen. Die Marktposition von Western Uranium & Vanadium ist die eines Nischenplayers mit regionalem Fokus, der versucht, sich über Projektgehalte, Kostenstruktur und politische Verortung als verlässlicher Lieferant gegen Importkonkurrenz durchzusetzen. Die Preisbildung im Uran- und Vanadiumsegment erfolgt im Wesentlichen über globale Spot- und Terminkontraktmärkte, sodass das Unternehmen nur begrenzten Einfluss auf die Erlösseite hat und primär über Kostenmanagement und Timing überzeugt.

Management, Governance und Unternehmensstrategie

Die strategische Führung von Western Uranium & Vanadium Corp liegt bei einem erfahrenen Management, das aus Branchenkennern des nordamerikanischen Uran- und Rohstoffsektors besteht. Die Leitung setzt schwerpunktmäßig auf die Reaktivierung vorhandener Minen, die Optimierung der Projektpipeline und den selektiven Ausbau der Ressourcengrundlage durch Akquisitionen und Exploration. Governance-seitig orientiert sich das Unternehmen an den Standardanforderungen börsennotierter Gesellschaften in Kanada, einschließlich Offenlegungspflichten und technischer Berichterstattung nach anerkannten Standards für Mineralressourcen. Strategisch verfolgt das Management eine zweigleisige Vorgehensweise. Einerseits wird versucht, die Projekte auf einen Produktionsstand zu bringen, der flexibel auf steigende Uran- und Vanadiumpreise reagieren kann. Andererseits sollen langfristige Vertragsbeziehungen mit Abnehmern aufgebaut werden, um Umsatzvolatilität teilweise zu glätten und Finanzierungssicherheit für die Minenentwicklung zu generieren. Kapitaldisziplin, die Steuerung der Verwässerung für Aktionäre sowie die Nutzung kapitalmarktlicher Instrumente wie Equity-Finanzierungen oder Offtake-Vereinbarungen sind zentrale Elemente der Strategie. Für konservative Anleger ist die Nachvollziehbarkeit der Strategie, die Konsistenz der Kommunikation und die Umsetzungsgeschwindigkeit entscheidend, da Entwicklungsrisiken im Rohstoffsektor erheblich sein können.

Branchen- und Regionalanalyse

Western Uranium & Vanadium Corp agiert an der Schnittstelle zweier zyklischer Rohstoffbranchen. Die Uranindustrie ist stark abhängig von der globalen Kernenergiepolitik, von Neubau- und Laufzeitentscheidungen für Kernkraftwerke sowie von regulatorischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Verbrauchsländern. Eine wachsende Zahl von Staaten bewertet Kernenergie als Bestandteil einer dekarbonisierten Stromversorgung, was mittelfristig die Nachfrage nach Uran stützen kann. Gleichzeitig begrenzen Abrüstungsprogramme, staatliche Vorratsverkäufe und Änderungen in der Anreicherungstechnologie wiederholt die Preisdynamik. Der Vanadiummarkt ist noch volatiler, da er einerseits von der Stahlnachfrage im Bau- und Infrastruktursegment, andererseits von technologischen Trends bei Energiespeichern beeinflusst wird. Preiszyklen verlaufen teils abrupt, was Produzenten unter erheblichen Margendruck setzen kann. Regional profitiert Western Uranium & Vanadium von der Lage seiner Projekte in den USA, einem Rechtsraum mit vergleichsweise klaren Eigentumsrechten, aber strengen Umwelt- und Sicherheitsauflagen. Die politische Diskussion um die Sicherung nationaler Uranvorräte und die Rolle von Kernenergie in der Energiepolitik der USA kann für die Gesellschaft sowohl Rückenwind als auch Unsicherheit bedeuten, abhängig von der jeweiligen Administration und regulatorischen Auslegung. Die operative Tätigkeit in geologisch etablierten Regionen im Westen der USA erleichtert den Zugang zu Fachpersonal, Dienstleistern und bestehender Infrastruktur, reduziert aber nicht das inhärente Projektrisiko.

Unternehmensgeschichte und Entwicklungsetappen

Western Uranium & Vanadium Corp entstand aus der Zusammenführung und Weiterentwicklung von Uran- und Vanadiumassets im US-Südwesten, die teils auf eine längere Bergbautradition zurückgehen. Historisch wurde in den betreffenden Regionen bereits im 20. Jahrhundert in mehreren Zyklen Uran und Vanadium abgebaut, häufig im Kontext der US-Atompolitik und der Stahlindustrie. Nach Phasen des Booms folgten regelmäßig längere Niedrigpreisphasen, in denen viele Minen stillgelegt oder in Pflege-und-Wartung-Zustand überführt wurden. Im Zuge erneuter Aufmerksamkeit für Uran als CO2-armen Energieträger und wachsendem Interesse an Vanadium als kritischem Metall wurden diese historischen Assets von Western Uranium & Vanadium konsolidiert und in eine börsennotierte Struktur überführt. Im weiteren Verlauf konzentrierte sich das Unternehmen auf die Sicherung der Eigentumsrechte, die Durchführung technischer Studien und die schrittweise Vorbereitung einer möglichen Wiederaufnahme des Abbaus. Kapitalmarkttransaktionen dienten dazu, Explorations- und Entwicklungsprogramme zu finanzieren. Die Unternehmensgeschichte ist damit exemplarisch für kleinere Rohstoffentwickler, die versuchen, in zyklischen Märkten durch aktives Portfoliomanagement und antizyklische Investitionen Wert zu schaffen.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Eine Besonderheit von Western Uranium & Vanadium Corp liegt in der Kombination aus historisch vorbelasteten Bergbaugebieten und der Notwendigkeit moderner Umwelt- und Sicherheitsstandards. Uran- und Vanadiumabbau unterliegt strengen regulatorischen Vorgaben, insbesondere hinsichtlich Radioaktivität, Abfallmanagement, Wasserverbrauch und Renaturierung. Das Unternehmen muss im Rahmen seiner Projektentwicklung detaillierte Umweltverträglichkeitsprüfungen, Strahlenschutzkonzepte und Rehabilitationspläne vorlegen. Für Investoren mit Fokus auf ESG-Kriterien sind die Transparenz des Umweltmanagements, der Umgang mit Altlasten und die Einbindung lokaler Communities von hoher Relevanz. Western Uranium & Vanadium bewegt sich in einem sensiblen Umfeld, in dem gesellschaftliche Akzeptanz und regulatorische Genehmigungen eng zusammenhängen. Darüber hinaus kann die Doppelnatur der Produkte – Uran für CO2-arme Stromerzeugung und Vanadium für potenzielle Energiespeicher – in Nachhaltigkeitsstrategien ambivalent bewertet werden: Einerseits Beitrag zur Dekarbonisierung, andererseits Risiken aus Nukleartechnologie und Bergbau. Für konservative Anleger ist eine kritische Prüfung der öffentlich zugänglichen ESG-Berichte und Genehmigungsunterlagen empfehlenswert.

Chancen für Anleger

Für risikobewusste, aber chancenorientierte Investoren eröffnet Western Uranium & Vanadium Corp mehrere potenzielle Upside-Treiber. Erstens kann eine strukturelle Verknappung des globalen Uranangebots in Verbindung mit einer Renaissance der Kernenergie zu nachhaltig höheren Uranpreisen führen. In diesem Umfeld würden im Boden befindliche Ressourcen und zeitnah aktivierbare Minenprojekte erheblich an Wert gewinnen. Zweitens bietet die Koppelung an den Vanadiummarkt die Möglichkeit, von einer steigenden Nachfrage nach hochfesten Stählen und technologischen Anwendungen im Energiespeicherbereich zu profitieren. Drittens kann eine stärkere politische Unterstützung der US-Uranproduktion, etwa in Form von strategischen Reserven, Förderprogrammen oder Schutzmaßnahmen gegenüber Importen, die Marktposition von Western Uranium & Vanadium verbessern. Viertens besteht die Chance auf Wertsteigerung durch Projektfortschritte, positive technische Studien, Offtake-Verträge oder strategische Partnerschaften, die die Sichtbarkeit des Unternehmens erhöhen und den Zugang zu Kapital erleichtern. Für konservative Anleger mit langem Zeithorizont kann das Unternehmen ein Baustein in einem breit diversifizierten Rohstoffportfolio sein, sofern die individuellen Risikotoleranzen sorgfältig berücksichtigt werden.

Risiken aus konservativer Anlegerperspektive

Dem potenziellen Chanceprofil stehen erhebliche Risiken gegenüber, die aus konservativer Sicht sorgfältig abgewogen werden müssen. An erster Stelle steht das Rohstoffpreisrisiko: Sowohl Uran- als auch Vanadiumpreise unterliegen ausgeprägten Zyklen und geopolitischen Einflüssen. Längere Niedrigpreisphasen können Projekte wirtschaftlich unrentabel machen und Kapitalbedarf erhöhen. Zweitens birgt der Entwicklungsstatus der Projekte ein signifikantes Ausführungsrisiko. Verzögerungen bei Genehmigungen, technische Herausforderungen im Minenbetrieb oder Kostenüberschreitungen können die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen. Drittens besteht ein Finanzierungsrisiko, da die Gesellschaft für die Mineninbetriebnahme und -erweiterung typischerweise auf externe Kapitalzufuhr angewiesen ist. Zusätzliches Eigenkapital kann zu Verwässerung bestehender Aktionäre führen, während Fremdfinanzierung den Verschuldungsgrad erhöht. Viertens sind regulatorische und gesellschaftliche Risiken zu nennen: Änderungen in Umweltauflagen, Strahlenschutzbestimmungen oder der öffentlichen Einstellung zur Kernenergie können Projekte verzögern oder verteuern. Fünftens ist die Unternehmensgröße ein Risikofaktor. Als kleinerer Nischenplayer verfügt Western Uranium & Vanadium über weniger Puffer gegenüber externen Schocks als große, diversifizierte Bergbaukonzerne. Für konservative Anleger bedeutet dies, dass ein Engagement nur im Rahmen einer breit gestreuten Portfoliostrategie und unter Berücksichtigung der hohen Volatilität in Betracht gezogen werden sollte, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden darf.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 18,16 Mio. €
Aktienanzahl 59,39 Mio.
Währung EUR
Land Kanada
Sektor Energie
Branche Erdöl, Erdgas u. nicht erneuerbare Brennstoffe
Aktientyp Stammaktie

Community-Beiträge zu Western Uranium & Vanadium Corp

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alfredi
Junior-Uran-Miner mit laufenden Öl-/Gas-Einnahmen
Der Miner generiert laufend Einnahmen über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Black Range Minerals aus der Öl-/Gasproduktion seines Grundstücks in Weld County/Colorado. Western ist eines der wenigen Junior-Uranbergbauunternehmen, das aus seinen Anlagen Cashflow generiert. Daneben sind diese Lizenzeinnahmen ohne jegliche Barausgaben. Pleite gehen kann das Unternehmen somit kaum. Das Uran- und Vanadium-Bergbauunternehmen wird wahrscheinlich überproportional von der Erholung der Uran- und Vanadiummärkte profitieren.
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Häufig gestellte Fragen zur Western Uranium & Vanadium Aktie und zum Western Uranium & Vanadium Kurs

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Für 1.000€ kann man sich 1.499,25 Western Uranium & Vanadium Aktien kaufen.

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Die 1 Monats-Performance der Western Uranium & Vanadium Aktie beträgt aktuell 106,62%.

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Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Western Uranium & Vanadium eine Wertentwicklung von 33,33% aus und über 6 Monate sind es 14,08%.

Das 52-Wochen-Hoch der Western Uranium & Vanadium Aktie liegt bei 0,90 €.

Das 52-Wochen-Tief der Western Uranium & Vanadium Aktie liegt bei 0,28 €.

Das Allzeithoch von Western Uranium & Vanadium liegt bei 2,76 €.

Das Allzeittief von Western Uranium & Vanadium liegt bei 0,19 €.

Die Volatilität der Western Uranium & Vanadium Aktie liegt derzeit bei 93,53%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Western Uranium & Vanadium in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 18,16 Mio. €

Western Uranium & Vanadium hat seinen Hauptsitz in Kanada.

Western Uranium & Vanadium gehört zum Sektor Erdöl, Erdgas u. nicht erneuerbare Brennstoffe.

Nein, Western Uranium & Vanadium zahlt keine Dividenden.