Porsche Headquarters in Stuttgart
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Sportwagenbauer Porsche baut Management um - Steiner wird Vize-Konzernchef

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Sportwagenbauer Porsche baut sein Management weiter um und besetzt mehrere Posten neu. Forschungs- und Entwicklungsvorstand Michael Steiner (60) bekommt zum 1. Juli eine neue Funktion: Er wird Stellvertreter von Porsche-Chef Oliver Blume. In diesem Zuge gibt er auch die Leitung der Konzernentwicklung im Volkswagen (VW Aktie) -Konzern ab.

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Frei war die Position überhaupt nur deshalb, weil es bei Porsche im laufenden Jahr bereits mehrere Personalwechsel gab. Im Februar hatte die VW -Tochter überraschend mitgeteilt, dass der langjährige Finanzvorstand Lutz Meschke - bis dahin auch der Vize von Blume - und Vertriebsvorstand Detlev von Platen gehen müssen. Neuer Finanz- und IT-Vorstand wurde daraufhin Jochen Breckner, als Vertriebsvorstand übernahm Matthias Becker.

Personalvorstand Andreas Haffner (59) gibt seine Position im August an Vera Schalwig (45) ab, wie das Unternehmen in Stuttgart am Montag weiter mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt übernehme Joachim Scharnagl (49) das Ressort Beschaffung von der 62 Jahre alten Barbara Frenkel.

Schalwig leitet derzeit das Personalwesen am Porsche-Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Scharnagl verantwortet aktuell noch die Beschaffung für neue Fahrzeugprojekte sowie das Lieferantenmanagement. Der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Porsche teilte mit: "Mit Vera Schalwig und Joachim Scharnagl berufen wir zwei erfahrene Persönlichkeiten aus den eigenen Reihen in den Vorstand."

Bei dem Umbau handelt sich den Angaben nach um einen langfristig geplanten Generationswechsel. Haffner war seit 2016 Personalvorstand. Frenkel wurde im Jahr 2021 als erste Frau in den Vorstand des Autobauers berufen.

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Porsche-Gewinn im Sinkflug

Hinter dem Sportwagenbauer liegt ein turbulenter Jahresbeginn: Neben den Wechseln im Vorstand hat Porsche im Februar die Strategie angepasst - und will künftig wieder mehr Geld in Verbrenner und Plug-in-Hybride investieren. Zudem wird gespart. Bis 2029 sollen rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart gestrichen und zahlreiche befristete Verträge nicht verlängert werden. Zusammengenommen fallen rund 3.900 Stellen weg.

Das liegt an einer ganzen Reihe von Problemen: Beispielsweise schwächelt das Geschäft des Sport- und Geländewagenbauers in China. Auch höhere Kosten für die Batteriegeschäfte, die verhaltene Nachfrage nach Elektroautos und die US-Importzölle belasten.

Das zeigt sich in den Geschäftszahlen: Nach dem Einbruch 2024 sackte der Porsche-Gewinn im ersten Quartal 2025 weiter ab. Das operative Ergebnis betrug 0,76 Milliarden Euro - 40,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz lag mit 8,86 Milliarden Euro um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Porsche stutzte daher zuletzt auch die Prognose für das laufende Jahr - unter anderem wegen Mehrkosten von 1,3 Milliarden Euro./jwe/men

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