Arbeiter in einem Stahlwerk (Symbolbild).
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Thyssenkrupp im Umbruch: geplante Schließungen in der Stahlsparte sorgen für Konflikte

Thyssenkrupp steht vor einer bedeutenden Umstrukturierung seiner Stahlsparte aufgrund nachlassender Nachfrage, die den Abbau von bis zu 20% der Arbeitsplätze zur Folge haben könnte. Die Pläne umfassen die Schließung mindestens eines Hochofens und zweier Walzwerke, um die Kosten drastisch zu senken.
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Thyssenkrupp, ein führendes Unternehmen in der Stahlproduktion mit Sitz in Duisburg, Deutschland, sieht sich mit einer umfassenden Herausforderung konfrontiert: Die Stahlsparte des Konzerns mit rund 27.000 Mitarbeitern soll grundlegend neu strukturiert werden. Einem Bericht des Handelsblatts zufolge erwägt das Unternehmen, mindestens einen seiner Hochöfen sowie zwei seiner Walzwerke stillzulegen. Diese Maßnahme ist Teil eines größeren Vorhabens, die Produktionskapazitäten zu reduzieren und die Kosten signifikant zu senken, um auf die sinkende Nachfrage im Stahlmarkt zu reagieren.

Die aktuellen Pläne könnten eine Reduzierung der Produktionskapazitäten von bisher neun Millionen Tonnen auf sechs bis neun Millionen Tonnen pro Jahr vorsehen, trotz einer theoretischen Kapazität von bis zu 11,5 Millionen Tonnen in Duisburg. Der Vorschlag, die Jahreskapazität auf 6,5 Millionen Tonnen zu senken, wurde vom Vorstand allerdings abgelehnt, und es gibt offiziell keine Bestätigung für eine derart drastische Reduzierung der Produktionsziele.

Die Restrukturierungspläne sehen weiterhin vor, dass mindestens 5000 Arbeitsplätze überflüssig werden könnten, was den Logistikbereich und den Wachdienst einschließt, die möglicherweise ausgelagert werden. Die Kosten für den Umbau des Stahlbereichs werden auf etwa zwei Milliarden Euro geschätzt, wobei zusätzlich in die Modernisierung des Anlagenparks investiert werden muss.

Inmitten dieser Umwälzungen hat die IG Metall ihre Forderung nach einem umfassenden, industriellen Konzept für die Stahlsparte bekräftigt. Die Gewerkschaft betont die Notwendigkeit einer strukturellen und finanziellen Absicherung des Bereichs, unabhängig davon, ob es um Verkauf, Beteiligung oder eine Verselbstständigung geht. Die Diskussionen um die Zukunft der Stahlsparte sind von besonderem Interesse, da der Konzern Gespräche über eine mögliche Partnerschaft mit dem tschechischen Energieunternehmen EPH führt, die eine 50:50-Beteiligung im Stahlgeschäft umfassen könnte.

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Die Herausforderungen, vor denen Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) Steel steht, sind vielfältig und umfassen nicht nur die aktuelle Konjunkturschwäche, sondern auch die hohen Energie- und Rohstoffpreise. Die geplante Neustrukturierung ist ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen auf diese Herausforderungen reagiert, indem es sich für eine nachhaltigere Zukunft neu aufstellt. Die Strategie beinhaltet möglicherweise verschiedene Szenarien für eine Verselbstständigung, einschließlich einer stärkeren Fokussierung auf den Stahlbereich als Kerngeschäft von Thyssenkrupp oder einer Partnerschaft mit externen Investoren.


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