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Teva Pharmaceutical Aktie

Aktie
WKN:  906517 ISIN:  IL0006290147 US-Symbol:  TEVJF Branche:  Pharmazeutika Land:  Israel
28,36 $
-4,48 $
-13,64%
23,780 € 26.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
27,95 Mrd. €
Streubesitz
83,34%
KGV
-
neu: Nachhaltigkeits-Score
58 %
Index-Zuordnung
-
Teva Pharmaceutical Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Teva Pharmaceutical Industries Ltd. ist ein weltweit führender Hersteller von Generika und bedeutender Anbieter ausgewählter Originalpräparate, insbesondere im Bereich ZNS-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen sowie Biosimilars. Das in Israel ansässige Pharmaunternehmen verfolgt ein integriertes Geschäftsmodell entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Wirkstoffentwicklung über die Formulierung bis zur globalen Distribution. Für institutionelle und konservative Privatanleger ist Teva vor allem als breit diversifizierter Anbieter von Nachahmerpräparaten und komplexen Spezialtherapien mit signifikanter Marktpräsenz in Nordamerika, Europa und ausgewählten Wachstumsmärkten relevant.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Teva basiert auf zwei strategischen Säulen: einem skaleneffizienten Generika-Geschäft und einem margenstärkeren Portfolio an Specialty Pharmaceuticals einschließlich Biosimilars. Im Generikasegment erzielt Teva Wettbewerbsvorteile über Größenvorteile, vertikal integrierte Wirkstoffproduktion (Active Pharmaceutical Ingredients, API) und regulatorische Expertise bei Zulassungsverfahren in zahlreichen Jurisdiktionen. Parallel dazu fokussiert das Specialty-Segment auf Differenzierung durch eigene Forschungs- und Entwicklungsprogramme, Kooperationen mit Biotech-Unternehmen und gezielte Lizenzvereinbarungen. Ergänzend betreibt Teva ein Geschäft mit medizinischem Cannabis in ausgewählten Märkten über Kooperationen und baut Kapazitäten bei komplexen Darreichungsformen wie Inhalationssystemen, langwirksamen Injektionen und Depotformulierungen aus. Die Monetarisierung erfolgt über den Vertrieb an Großhändler, Apothekenketten, Krankenhäuser und staatliche Beschaffungsstellen; Rabattverträge und Ausschreibungen prägen die Preisbildung im Generikabereich, während das Specialty-Portfolio stärker durch Erstattungsregime und Nutzenbewertungen beeinflusst wird.

Mission und strategische Leitlinien

Teva formuliert seine Mission als Versorgung von Patienten weltweit mit bezahlbaren, qualitativ hochwertigen Arzneimitteln und der Entwicklung innovativer Therapien für Erkrankungen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf. Im Zentrum stehen Versorgungssicherheit, Kosteneffizienz für Gesundheitssysteme und der Ausbau eines nachhaltigen, verantwortungsvollen Pharma-Betriebs. Die Unternehmensstrategie der letzten Jahre zielt auf Fokussierung des Portfolios, Schuldenabbau, operative Effizienz und Stärkung der Pipeline im Bereich Biologika und komplexer Generika. Nachhaltigkeitsziele umfassen unter anderem Zugang zu Arzneimitteln in Schwellenländern, verantwortungsvollen Umgang mit geistigem Eigentum sowie Umwelt- und Compliance-Standards entlang der Lieferkette.

Produkte und Dienstleistungen

Teva bietet ein breites Spektrum verschreibungspflichtiger Generika, rezeptfreier Arzneimittel (OTC), Biosimilars und ausgewählter Originalpräparate. Wichtige Schwerpunkte liegen in den Indikationsbereichen Neurologie, Schmerztherapie, Atemwegserkrankungen, Onkologie, Autoimmunerkrankungen und kardiovaskuläre Erkrankungen. Im Spezialitätenportfolio ist Teva traditionell im Bereich Multipler Sklerose engagiert und verfügt über Medikamente zur Behandlung von Migräne und anderen ZNS-Erkrankungen. Ergänzt wird das Angebot durch Inhalationstherapien für Asthma und COPD sowie durch komplexe Generika mit anspruchsvollen Darreichungsformen. Dienstleistungen umfassen regulatorische und technische Unterstützung für Partner, Versorgungsprogramme für Patienten, digitale Adhärenzlösungen und in einigen Märkten gesundheitsökonomische Beratung sowie Kooperationsmodelle mit Krankenkassen und Krankenhausverbünden.

Business Units und Segmentstruktur

Teva gliedert sein Geschäft im Kern nach Regionen und Produktkategorien. Im Wesentlichen operiert das Unternehmen über die Segmente Nordamerika, Europa und International Markets, die jeweils Generika und Specialty-Produkte umfassen. Zusätzlich werden Wirkstoffproduktion (API), Biosimilars und bestimmte Kooperationen als eigene Geschäftslinien geführt. Die operative Steuerung erfolgt entlang dieser Segmente, wobei Nordamerika traditionell der wichtigste Einzelmarkt ist, gefolgt von Europa. Die API-Sparte dient sowohl der internen Versorgung als auch externen Kunden und unterstützt die Kostenposition des Konzerns.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsmoat

Tevas zentrales Alleinstellungsmerkmal ist die Kombination aus globaler Generika-Skalierung und spezialisierter F&E in ausgewählten Therapiegebieten. Der Burggraben ergibt sich aus mehreren Faktoren:
  • Umfangreiche Wirkstoff- und Formulierungsexpertise, insbesondere bei komplexen Darreichungsformen und Biosimilars
  • Vertikal integrierte API-Produktion mit Kostenvorteilen und Versorgungssicherheit
  • Breites, geografisch diversifiziertes Zulassungsportfolio und regulatorische Erfahrung in zahlreichen Märkten
  • Lange gewachsene Beziehungen zu Großhändlern, Apothekenketten, Beschaffungsorganisationen und Kostenträgern
  • Skaleneffekte in Produktion, Einkauf und Vertrieb, die Preisdruck im Generikageschäft besser abfedern
Dieser Moat ist jedoch kein statischer Schutzwall: Im Generikasegment bleibt der Preiswettbewerb intensiv, und Differenzierung gelingt vor allem über Komplexität, Qualität, Verfügbarkeit und Service.

Wettbewerbsumfeld

Teva steht im direkten Wettbewerb mit globalen Generikakonzernen wie Viatris, Sandoz, Hikma Pharmaceuticals, Sun Pharma und Dr. Reddys sowie mit zahlreichen regionalen Anbietern. Im Specialty- und Biosimilarbereich konkurriert das Unternehmen zudem mit originären Pharma- und Biotech-Konzernen wie Amgen, Biogen, Novartis, Pfizer und weiteren Innovatoren. Der Wettbewerb wird von Faktorendominanz wie Preis, Portfolio-Breite, Lieferzuverlässigkeit, klinischer Evidenz und Zugang zu Erstattungsbudgets geprägt. In vielen Märkten sind Ausschreibungen mit wenigen Gewinnern üblich, was zu Preiserosion und Konsolidierungsdruck führt. Für Anleger resultiert daraus ein strukturell anspruchsvolles Marktumfeld mit begrenzter Preissetzungsmacht im Kerngeschäft.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von Teva verfolgt seit einigen Jahren einen Konsolidierungs- und Turnaround-Kurs. Nach einer Phase expansionsgetriebener Akquisitionen konzentriert sich die Unternehmensführung heute auf Portfolio-Bereinigung, Effizienzsteigerung, Verschlankung der Kostenbasis, optimierte Kapitalallokation und den Abbau der Verschuldung. Strategische Prioritäten sind:
  • Stärkung des Kerngeschäfts Generika einschließlich komplexer Nachahmerpräparate und Biosimilars
  • Fokussierte Investitionen in Spezialitäten mit klarem Differenzierungspotenzial und hoher medizinischer Relevanz
  • Verbesserung von Compliance-, Qualitäts- und Governance-Strukturen vor dem Hintergrund früherer Rechtsrisiken
  • Disziplinierte Pipeline-Steuerung mit Fokus auf Renditeprofil und regulatorische Machbarkeit
Die Managementkommunikation betont Planbarkeit, Risikoreduktion und langfristige Wertschaffung statt aggressiven Wachstums um jeden Preis, was grundsätzlich mit einem konservativen Anlegerprofil kompatibel ist, aber weiterhin operative und rechtliche Unsicherheiten beinhaltet.

Branchen- und Regionenanalyse

Teva operiert im globalen Pharmasektor mit klarem Schwerpunkt auf dem Generikamarkt. Dieser zeichnet sich durch strukturellen Volumenwachstumstreiber – demografischer Wandel, zunehmende Chronifizierung von Erkrankungen, Kostendruck der Gesundheitssysteme – bei gleichzeitig intensiver Preiserosion aus. Regulatoren und Kostenträger fördern Generika, um Budgets zu entlasten, was grundsätzlich stabile Nachfrage unterstützt. In Nordamerika unterliegt Teva der Dynamik des US-Marktes mit hoher Preissensitivität, starker Verhandlungsmacht der Pharmacy Benefit Manager und häufigen Patentabläufen, die Chancen für neue Generika eröffnen. In Europa ist das Umfeld stärker durch nationale Erstattungssysteme, Preisreferenzmodelle und Nutzenbewertung geprägt. Schwellenländer bieten langfristiges Volumenpotenzial, sind aber politisch und währungsseitig volatiler. Der Specialty- und Biosimilarbereich profitiert von medizinischem Fortschritt und wachsender Akzeptanz biologischer Nachahmerpräparate, unterliegt jedoch strengen regulatorischen Anforderungen und hohen Eintrittsbarrieren.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Teva wurde im frühen 20. Jahrhundert in Israel gegründet und entwickelte sich über Jahrzehnte von einem regionalen Anbieter zu einem globalen Pharmakonzern. Durch organisches Wachstum und eine Reihe großer Übernahmen baute das Unternehmen eine führende Position im Generikamarkt auf. Historisch prägten signifikante Zukäufe, unter anderem im Bereich Spezialpharma und Generika, die Bilanzstruktur und führten zu hoher Verschuldung. Parallel erzielte Teva Erfolge mit eigenen Originallösungen im Neurologiebereich, die das Profil als reiner Generikahersteller erweiterten. In den vergangenen Jahren sah sich das Unternehmen jedoch mit Rechtsstreitigkeiten, Preisermittlungsuntersuchungen und Opioid-bezogenen Verfahren konfrontiert, was Reputations- und Finanzrisiken mit sich brachte. In Reaktion darauf leitete Teva ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm ein, senkte die Kostenbasis, fokussierte das Portfolio und arbeitete an Vergleichen und Einigungen zur Begrenzung der Rechtsrisiken. Diese Transformationsphase ist für Anleger zentral, da sie das Risikoprofil und die zukünftige Ertragsqualität maßgeblich beeinflusst.

Sonstige Besonderheiten

Als israelisches Unternehmen mit globaler Aufstellung ist Teva geopolitischen Einflüssen, Währungsrisiken und standortbezogenen Besonderheiten ausgesetzt. Die Produktions- und Lieferketten sind regional diversifiziert, dennoch bleibt die Anbindung an den Heimatmarkt strategisch und symbolisch relevant. Corporate-Governance-Fragen, Compliance-Schärfung und die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards stehen im Fokus, um das Vertrauen von Regulatoren, Kostenträgern und Investoren zu stärken. Zudem rückt Teva zunehmend Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) in den Vordergrund, beispielsweise durch Programme zur Reduktion von Emissionen, nachhaltigem Lieferkettenmanagement und Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten in Schwellenländern. Für viele institutionelle Investoren sind diese ESG-Aspekte ein zentraler Bestandteil ihrer Investmentanalyse, insbesondere im Pharmasektor, der stark reguliert und reputationssensibel ist.

Chancen aus Investorensicht

Für konservative Anleger ergeben sich mehrere strukturelle Chancen. Erstens bietet Tevas starke Position im globalen Generikamarkt Zugang zu einem defensiven, volumengetriebenen Pharmasegment, das von einer alternden Bevölkerung, steigender Arzneimittelnachfrage und Kostendruck auf Gesundheitssysteme profitiert. Zweitens kann die Spezialisierung auf komplexe Generika, Inhalationssysteme, Biosimilars und ausgewählte Spezialtherapien zu überdurchschnittlichen Margen und einer gewissen Differenzierung führen. Drittens eröffnet eine fokussierte, auf Schuldenabbau und Effizienz ausgerichtete Strategie die Perspektive auf verbesserte Bilanzqualität und potenziell stabilere Cashflows. Viertens könnten erfolgreiche Produkteinführungen in Nischenindikationen oder Partnerschaften mit Biotech-Unternehmen Werttreiber darstellen. Langfristig kann die Kombination aus globaler Präsenz, vertikaler Integration und regulatorischer Erfahrung eine solide Basis für eine robuste Wettbewerbsposition bleiben, sofern operative und rechtliche Risiken beherrscht werden.

Risiken aus Investorensicht

Demgegenüber stehen wesentliche Risiken, die konservative Anleger sorgfältig gewichten sollten. Das Geschäftsmodell bleibt stark exponiert gegenüber Preisdruck, Rabattverträgen und Ausschreibungswettbewerb, insbesondere in den Kernmärkten USA und Europa. Juristische Altlasten, darunter frühere Kartell- und Preisermittlungsverfahren sowie Opioid-bezogene Klagen, haben zu hohen Vergleichskosten geführt und könnten bei unvorhergesehenen Entwicklungen weitere finanzielle Belastungen nach sich ziehen. Die Verschuldung, obwohl rückläufig, stellt weiterhin einen bedeutenden Risikofaktor dar und limitiert den strategischen Spielraum für größere Akquisitionen oder aggressive Wachstumsinitiativen. Regulatorische Änderungen, verschärfte Qualitätsanforderungen, Lieferkettenstörungen und geopolitische Spannungen können die operative Performance beeinträchtigen. Hinzu kommt das inhärente F&E-Risiko im Specialty- und Biosimilarbereich: Fehlgeschlagene Studien, Verzögerungen bei Zulassungen oder unerwartete Sicherheitsprobleme können Wertvernichtung verursachen. Schließlich bleibt die Wettbewerbssituation im globalen Generikamarkt strukturell anspruchsvoll; nachhaltige Überrenditen im Kerngeschäft sind nur schwer durchsetzbar. Vor diesem Hintergrund erscheint Teva aus Sicht eines konservativen Anlegers als potenziell interessanter, aber deutlich risikobehafteter Pharmawert, dessen Eignung stark von individueller Risikotoleranz, Zeithorizont und Diversifikationsgrad des Portfolios abhängt, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden sollte.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 32,84 $
Gehandelte Stücke 130
Tagesvolumen Vortag 8.210 $
Tagestief 28,36 $
Tageshoch 28,36 $
52W-Tief 13,729 $
52W-Hoch 32,84 $
Jahrestief 28,36 $
Jahreshoch 32,84 $

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 16.544 ILA
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 3.364 ILA
Jahresüberschuss in Mio. -1.639 ILA
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -
Gewinnrendite -30,50%
Umsatzrendite -
Return on Investment -4,17%
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +13,66%
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Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Nasdaq OTC Other 28,36 $ -13,64%
32,84 $ 26.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
26.01.26 28,36 2.836
14.01.26 32,84 8.210
09.12.25 28,61 2.861
23.10.25 18,50 6.730
25.09.25 20,01 2.001
08.08.25 14,32 1.575
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche - -
1 Monat 28,61 $ -0,87%
6 Monate 17,80 $ +59,33%
1 Jahr 19,03 $ +49,03%
5 Jahre 12,50 $ +126,88%

Unternehmensprofil Teva Pharmaceutical Ltd

Teva Pharmaceutical Industries Ltd. ist ein weltweit führender Hersteller von Generika und bedeutender Anbieter ausgewählter Originalpräparate, insbesondere im Bereich ZNS-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen sowie Biosimilars. Das in Israel ansässige Pharmaunternehmen verfolgt ein integriertes Geschäftsmodell entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Wirkstoffentwicklung über die Formulierung bis zur globalen Distribution. Für institutionelle und konservative Privatanleger ist Teva vor allem als breit diversifizierter Anbieter von Nachahmerpräparaten und komplexen Spezialtherapien mit signifikanter Marktpräsenz in Nordamerika, Europa und ausgewählten Wachstumsmärkten relevant.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Teva basiert auf zwei strategischen Säulen: einem skaleneffizienten Generika-Geschäft und einem margenstärkeren Portfolio an Specialty Pharmaceuticals einschließlich Biosimilars. Im Generikasegment erzielt Teva Wettbewerbsvorteile über Größenvorteile, vertikal integrierte Wirkstoffproduktion (Active Pharmaceutical Ingredients, API) und regulatorische Expertise bei Zulassungsverfahren in zahlreichen Jurisdiktionen. Parallel dazu fokussiert das Specialty-Segment auf Differenzierung durch eigene Forschungs- und Entwicklungsprogramme, Kooperationen mit Biotech-Unternehmen und gezielte Lizenzvereinbarungen. Ergänzend betreibt Teva ein Geschäft mit medizinischem Cannabis in ausgewählten Märkten über Kooperationen und baut Kapazitäten bei komplexen Darreichungsformen wie Inhalationssystemen, langwirksamen Injektionen und Depotformulierungen aus. Die Monetarisierung erfolgt über den Vertrieb an Großhändler, Apothekenketten, Krankenhäuser und staatliche Beschaffungsstellen; Rabattverträge und Ausschreibungen prägen die Preisbildung im Generikabereich, während das Specialty-Portfolio stärker durch Erstattungsregime und Nutzenbewertungen beeinflusst wird.

Mission und strategische Leitlinien

Teva formuliert seine Mission als Versorgung von Patienten weltweit mit bezahlbaren, qualitativ hochwertigen Arzneimitteln und der Entwicklung innovativer Therapien für Erkrankungen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf. Im Zentrum stehen Versorgungssicherheit, Kosteneffizienz für Gesundheitssysteme und der Ausbau eines nachhaltigen, verantwortungsvollen Pharma-Betriebs. Die Unternehmensstrategie der letzten Jahre zielt auf Fokussierung des Portfolios, Schuldenabbau, operative Effizienz und Stärkung der Pipeline im Bereich Biologika und komplexer Generika. Nachhaltigkeitsziele umfassen unter anderem Zugang zu Arzneimitteln in Schwellenländern, verantwortungsvollen Umgang mit geistigem Eigentum sowie Umwelt- und Compliance-Standards entlang der Lieferkette.

Produkte und Dienstleistungen

Teva bietet ein breites Spektrum verschreibungspflichtiger Generika, rezeptfreier Arzneimittel (OTC), Biosimilars und ausgewählter Originalpräparate. Wichtige Schwerpunkte liegen in den Indikationsbereichen Neurologie, Schmerztherapie, Atemwegserkrankungen, Onkologie, Autoimmunerkrankungen und kardiovaskuläre Erkrankungen. Im Spezialitätenportfolio ist Teva traditionell im Bereich Multipler Sklerose engagiert und verfügt über Medikamente zur Behandlung von Migräne und anderen ZNS-Erkrankungen. Ergänzt wird das Angebot durch Inhalationstherapien für Asthma und COPD sowie durch komplexe Generika mit anspruchsvollen Darreichungsformen. Dienstleistungen umfassen regulatorische und technische Unterstützung für Partner, Versorgungsprogramme für Patienten, digitale Adhärenzlösungen und in einigen Märkten gesundheitsökonomische Beratung sowie Kooperationsmodelle mit Krankenkassen und Krankenhausverbünden.

Business Units und Segmentstruktur

Teva gliedert sein Geschäft im Kern nach Regionen und Produktkategorien. Im Wesentlichen operiert das Unternehmen über die Segmente Nordamerika, Europa und International Markets, die jeweils Generika und Specialty-Produkte umfassen. Zusätzlich werden Wirkstoffproduktion (API), Biosimilars und bestimmte Kooperationen als eigene Geschäftslinien geführt. Die operative Steuerung erfolgt entlang dieser Segmente, wobei Nordamerika traditionell der wichtigste Einzelmarkt ist, gefolgt von Europa. Die API-Sparte dient sowohl der internen Versorgung als auch externen Kunden und unterstützt die Kostenposition des Konzerns.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsmoat

Tevas zentrales Alleinstellungsmerkmal ist die Kombination aus globaler Generika-Skalierung und spezialisierter F&E in ausgewählten Therapiegebieten. Der Burggraben ergibt sich aus mehreren Faktoren:
  • Umfangreiche Wirkstoff- und Formulierungsexpertise, insbesondere bei komplexen Darreichungsformen und Biosimilars
  • Vertikal integrierte API-Produktion mit Kostenvorteilen und Versorgungssicherheit
  • Breites, geografisch diversifiziertes Zulassungsportfolio und regulatorische Erfahrung in zahlreichen Märkten
  • Lange gewachsene Beziehungen zu Großhändlern, Apothekenketten, Beschaffungsorganisationen und Kostenträgern
  • Skaleneffekte in Produktion, Einkauf und Vertrieb, die Preisdruck im Generikageschäft besser abfedern
Dieser Moat ist jedoch kein statischer Schutzwall: Im Generikasegment bleibt der Preiswettbewerb intensiv, und Differenzierung gelingt vor allem über Komplexität, Qualität, Verfügbarkeit und Service.

Wettbewerbsumfeld

Teva steht im direkten Wettbewerb mit globalen Generikakonzernen wie Viatris, Sandoz, Hikma Pharmaceuticals, Sun Pharma und Dr. Reddys sowie mit zahlreichen regionalen Anbietern. Im Specialty- und Biosimilarbereich konkurriert das Unternehmen zudem mit originären Pharma- und Biotech-Konzernen wie Amgen, Biogen, Novartis, Pfizer und weiteren Innovatoren. Der Wettbewerb wird von Faktorendominanz wie Preis, Portfolio-Breite, Lieferzuverlässigkeit, klinischer Evidenz und Zugang zu Erstattungsbudgets geprägt. In vielen Märkten sind Ausschreibungen mit wenigen Gewinnern üblich, was zu Preiserosion und Konsolidierungsdruck führt. Für Anleger resultiert daraus ein strukturell anspruchsvolles Marktumfeld mit begrenzter Preissetzungsmacht im Kerngeschäft.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von Teva verfolgt seit einigen Jahren einen Konsolidierungs- und Turnaround-Kurs. Nach einer Phase expansionsgetriebener Akquisitionen konzentriert sich die Unternehmensführung heute auf Portfolio-Bereinigung, Effizienzsteigerung, Verschlankung der Kostenbasis, optimierte Kapitalallokation und den Abbau der Verschuldung. Strategische Prioritäten sind:
  • Stärkung des Kerngeschäfts Generika einschließlich komplexer Nachahmerpräparate und Biosimilars
  • Fokussierte Investitionen in Spezialitäten mit klarem Differenzierungspotenzial und hoher medizinischer Relevanz
  • Verbesserung von Compliance-, Qualitäts- und Governance-Strukturen vor dem Hintergrund früherer Rechtsrisiken
  • Disziplinierte Pipeline-Steuerung mit Fokus auf Renditeprofil und regulatorische Machbarkeit
Die Managementkommunikation betont Planbarkeit, Risikoreduktion und langfristige Wertschaffung statt aggressiven Wachstums um jeden Preis, was grundsätzlich mit einem konservativen Anlegerprofil kompatibel ist, aber weiterhin operative und rechtliche Unsicherheiten beinhaltet.

Branchen- und Regionenanalyse

Teva operiert im globalen Pharmasektor mit klarem Schwerpunkt auf dem Generikamarkt. Dieser zeichnet sich durch strukturellen Volumenwachstumstreiber – demografischer Wandel, zunehmende Chronifizierung von Erkrankungen, Kostendruck der Gesundheitssysteme – bei gleichzeitig intensiver Preiserosion aus. Regulatoren und Kostenträger fördern Generika, um Budgets zu entlasten, was grundsätzlich stabile Nachfrage unterstützt. In Nordamerika unterliegt Teva der Dynamik des US-Marktes mit hoher Preissensitivität, starker Verhandlungsmacht der Pharmacy Benefit Manager und häufigen Patentabläufen, die Chancen für neue Generika eröffnen. In Europa ist das Umfeld stärker durch nationale Erstattungssysteme, Preisreferenzmodelle und Nutzenbewertung geprägt. Schwellenländer bieten langfristiges Volumenpotenzial, sind aber politisch und währungsseitig volatiler. Der Specialty- und Biosimilarbereich profitiert von medizinischem Fortschritt und wachsender Akzeptanz biologischer Nachahmerpräparate, unterliegt jedoch strengen regulatorischen Anforderungen und hohen Eintrittsbarrieren.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Teva wurde im frühen 20. Jahrhundert in Israel gegründet und entwickelte sich über Jahrzehnte von einem regionalen Anbieter zu einem globalen Pharmakonzern. Durch organisches Wachstum und eine Reihe großer Übernahmen baute das Unternehmen eine führende Position im Generikamarkt auf. Historisch prägten signifikante Zukäufe, unter anderem im Bereich Spezialpharma und Generika, die Bilanzstruktur und führten zu hoher Verschuldung. Parallel erzielte Teva Erfolge mit eigenen Originallösungen im Neurologiebereich, die das Profil als reiner Generikahersteller erweiterten. In den vergangenen Jahren sah sich das Unternehmen jedoch mit Rechtsstreitigkeiten, Preisermittlungsuntersuchungen und Opioid-bezogenen Verfahren konfrontiert, was Reputations- und Finanzrisiken mit sich brachte. In Reaktion darauf leitete Teva ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm ein, senkte die Kostenbasis, fokussierte das Portfolio und arbeitete an Vergleichen und Einigungen zur Begrenzung der Rechtsrisiken. Diese Transformationsphase ist für Anleger zentral, da sie das Risikoprofil und die zukünftige Ertragsqualität maßgeblich beeinflusst.

Sonstige Besonderheiten

Als israelisches Unternehmen mit globaler Aufstellung ist Teva geopolitischen Einflüssen, Währungsrisiken und standortbezogenen Besonderheiten ausgesetzt. Die Produktions- und Lieferketten sind regional diversifiziert, dennoch bleibt die Anbindung an den Heimatmarkt strategisch und symbolisch relevant. Corporate-Governance-Fragen, Compliance-Schärfung und die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards stehen im Fokus, um das Vertrauen von Regulatoren, Kostenträgern und Investoren zu stärken. Zudem rückt Teva zunehmend Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) in den Vordergrund, beispielsweise durch Programme zur Reduktion von Emissionen, nachhaltigem Lieferkettenmanagement und Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten in Schwellenländern. Für viele institutionelle Investoren sind diese ESG-Aspekte ein zentraler Bestandteil ihrer Investmentanalyse, insbesondere im Pharmasektor, der stark reguliert und reputationssensibel ist.

Chancen aus Investorensicht

Für konservative Anleger ergeben sich mehrere strukturelle Chancen. Erstens bietet Tevas starke Position im globalen Generikamarkt Zugang zu einem defensiven, volumengetriebenen Pharmasegment, das von einer alternden Bevölkerung, steigender Arzneimittelnachfrage und Kostendruck auf Gesundheitssysteme profitiert. Zweitens kann die Spezialisierung auf komplexe Generika, Inhalationssysteme, Biosimilars und ausgewählte Spezialtherapien zu überdurchschnittlichen Margen und einer gewissen Differenzierung führen. Drittens eröffnet eine fokussierte, auf Schuldenabbau und Effizienz ausgerichtete Strategie die Perspektive auf verbesserte Bilanzqualität und potenziell stabilere Cashflows. Viertens könnten erfolgreiche Produkteinführungen in Nischenindikationen oder Partnerschaften mit Biotech-Unternehmen Werttreiber darstellen. Langfristig kann die Kombination aus globaler Präsenz, vertikaler Integration und regulatorischer Erfahrung eine solide Basis für eine robuste Wettbewerbsposition bleiben, sofern operative und rechtliche Risiken beherrscht werden.

Risiken aus Investorensicht

Demgegenüber stehen wesentliche Risiken, die konservative Anleger sorgfältig gewichten sollten. Das Geschäftsmodell bleibt stark exponiert gegenüber Preisdruck, Rabattverträgen und Ausschreibungswettbewerb, insbesondere in den Kernmärkten USA und Europa. Juristische Altlasten, darunter frühere Kartell- und Preisermittlungsverfahren sowie Opioid-bezogene Klagen, haben zu hohen Vergleichskosten geführt und könnten bei unvorhergesehenen Entwicklungen weitere finanzielle Belastungen nach sich ziehen. Die Verschuldung, obwohl rückläufig, stellt weiterhin einen bedeutenden Risikofaktor dar und limitiert den strategischen Spielraum für größere Akquisitionen oder aggressive Wachstumsinitiativen. Regulatorische Änderungen, verschärfte Qualitätsanforderungen, Lieferkettenstörungen und geopolitische Spannungen können die operative Performance beeinträchtigen. Hinzu kommt das inhärente F&E-Risiko im Specialty- und Biosimilarbereich: Fehlgeschlagene Studien, Verzögerungen bei Zulassungen oder unerwartete Sicherheitsprobleme können Wertvernichtung verursachen. Schließlich bleibt die Wettbewerbssituation im globalen Generikamarkt strukturell anspruchsvoll; nachhaltige Überrenditen im Kerngeschäft sind nur schwer durchsetzbar. Vor diesem Hintergrund erscheint Teva aus Sicht eines konservativen Anlegers als potenziell interessanter, aber deutlich risikobehafteter Pharmawert, dessen Eignung stark von individueller Risikotoleranz, Zeithorizont und Diversifikationsgrad des Portfolios abhängt, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden sollte.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 27,95 Mrd. €
Aktienanzahl 1,15 Mrd.
Streubesitz 83,34%
Währung EUR
Land Israel
Sektor Gesundheit
Branche Pharmazeutika
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+16,66% Weitere
+83,34% Streubesitz

Community-Beiträge zu Teva Pharmaceutical Ltd

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads
Avatar des Verfassers
Kowalski100
Schade..
..aber wie so oft sind vorbörsliche Indikationen falsch!
Avatar des Verfassers
Evidencebased
Das war meine Wette
https://www.google.de/amp/s/finance.yahoo.com/amphtml/news/teva-donate-potential-covid-19-002300801.html Es geht hier nicht um den großen Gewinn, sondern um Systemrelevanz (kombiniert mit einer günstigen Bewertung )
Avatar des Verfassers
Evidencebased
Wenn nicht jetzt wann dann
Zu TEVA muss man nicht viel schreiben. Anlass zur Thread Eröffnung ist eine Mini Studie zum Thema COV-19 Kombination Azithromycin (Immunmodulierendes AB) und Hydroxychloroquin (Malariaprophylaxe). https://www.connexionfrance.com/French-news/French-researcher-in-Marseille-posts-successful-Covid-19-coronavirus-drug-trial-results Hydroxychlorquin wird schon getestet und ist mit der Azithromycin Kombo sehr vielversprechend. Wie einige andere Generika Hersteller, stellt auch TEVA Aztithromycin her. Das ist sicher nicht der große Gewinnbringer, aber vielleicht ein Anstoß zum Nachdenken. Generikahersteller sind m.M.n. Systemrelevant. Damit ist von meiner Seite aus alles gesagt und außerdem ist Warren Buffet dabei. Für mich ein Langzeitinvest.
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Häufig gestellte Fragen zur Teva Pharmaceutical Aktie und zum Teva Pharmaceutical Kurs

Der aktuelle Kurs der Teva Pharmaceutical Aktie liegt bei 23,7798 €.

Für 1.000€ kann man sich 42,05 Teva Pharmaceutical Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Teva Pharmaceutical Aktie lautet TEVJF.

Die 1 Monats-Performance der Teva Pharmaceutical Aktie beträgt aktuell -0,87%.

Die 1 Jahres-Performance der Teva Pharmaceutical Aktie beträgt aktuell 49,03%.

Der Aktienkurs der Teva Pharmaceutical Aktie liegt aktuell bei 23,7798 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -0,87% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Teva Pharmaceutical eine Wertentwicklung von -0,87% aus und über 6 Monate sind es 59,33%.

Das 52-Wochen-Hoch der Teva Pharmaceutical Aktie liegt bei 32,84 $.

Das 52-Wochen-Tief der Teva Pharmaceutical Aktie liegt bei 13,73 $.

Das Allzeithoch von Teva Pharmaceutical liegt bei 69,24 $.

Das Allzeittief von Teva Pharmaceutical liegt bei 4,00 $.

Die Volatilität der Teva Pharmaceutical Aktie liegt derzeit bei 163,15%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Teva Pharmaceutical in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 27,95 Mrd. €

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Teva Pharmaceutical bei 58%. Erfahre hier mehr

Teva Pharmaceutical hat seinen Hauptsitz in Israel.

Teva Pharmaceutical gehört zum Sektor Pharmazeutika.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Teva Pharmaceutical betrug 16,54 Mrd ILA.

Die nächsten Termine von Teva Pharmaceutical sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Nein, Teva Pharmaceutical zahlt keine Dividenden.

Die Teva Pharmaceutical Aktie ist in den folgenden 1 großen ETFs enthalten:
  1. Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF USD A. ETF