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Original-Research: Smartbroker AG (von Montega AG): Kaufen

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Eine Tageszeitung (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Original-Research: Smartbroker AG - von Montega AG 08.05.2026 / 11:07 CET/CEST Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.


Einstufung von Montega AG zu Smartbroker AG

Unternehmen: Smartbroker AG
ISIN: DE000A2GS609
 
Anlass der Studie: Update
Empfehlung: Kaufen
seit: 08.05.2026
Kursziel: 18,00 EUR
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: -
Analyst: Nicklas Frers; Christian Bruns, CFA
Roadshow Feedback - Mit bewährter Qualität und KI-Turbo zur Wachstumsbeschleunigung in H2 Die jüngste Roadshow mit der Smartbroker AG in Frankfurt hat unsere positive Einschätzung des Investmentcases bestätigt. Im Dialog mit institutionellen Investoren verdeutlichte das Management, dass eine konsequente Ausrichtung auf Produktqualität und Nutzeraktivität die Basis für die angestrebten Wachstumsziele bildet. Mit einem Ziel von 100 Tausend Neukunden für das GJ 2026 liegt das Unternehmen nach dem ersten Quartal (Kundenwachstum Q1/26: 17 Tausend) zwar hinter dem Erwartungswert, u.E. bleibt das Jahresziel jedoch absolut realistisch. Hintergrund ist die Erwartung, dass der Großteil des Wachstums aufgrund saisonaler Effekte und verstärkter Marketingaktivitäten in der zweiten Jahreshälfte generiert wird. Der strategische Fokus liegt dabei auf einer gesunden Balance. Während das Neukundenwachstum die notwendige Skalierung liefert, stellt die Priorisierung der Produktqualität sicher, dass es sich primär um aktive und damit hochprofitable Nutzer handelt. Das Altersvorsorgedepot als Wachstumstreiber: Ein zentrales Thema der Gespräche war das Potenzial des voraussichtlich kommenden Altersvorsorgedepots (AVD), welches einen massiven Markt für die private Vorsorge in Deutschland erschließt. Wir sehen die Neobroker hier als die strukturellen Gewinner der Branche. Während klassische Banken durch komplexe Kostenstrukturen und Depotgebühren im Bestandsgeschäft belastet sind, können Online- und Neobroker durch ihre schlanke Infrastruktur ein überlegenes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Insbesondere das gesetzlich vorgegebene Standarddepot dürfte künftig an den Produktkosten gemessen werden. Da Smartbroker im AVD konsequent auf eine kostenfreie Depotführung und gebührenfreie Trades setzt, wird kurzfristig zwar kein großartiger Ertragszuwachs aus Transaktionen erwartet, dennoch eröffnen sich attraktive Möglichkeiten bei Vertriebsund Bestandsprovisionen. Smartbroker könnte den gesetzlichen Spielraum nutzen, um die erlaubten Produkte im Standard- sowie im freien Depot selbst auszuwählen. So lässt sich die entsprechende Visibilität gezielt monetarisieren, indem ETF- oder Fondsanbieter Smartbroker dafür vergüten, ihre Produkte prominent im Anlageuniversum zu platzieren. Produktqualität und KI als Effizienz-Hebel: Die Überzeugung des Managements, dass das beste Produkt am Ende die wertvollsten Kunden gewinnt, bleibt weiterhin fest verankert. Dabei definiert sich 'Qualität' bei Smartbroker über das reine Preismodell und die Handelsplatzauswahl hinaus durch eine Vielzahl an Features wie professionelle Analysetools, die Entwicklung einer proprietären API für Heavy Trader oder auch eine Desktop-Version. In diesem Kontext fungiert KI als massiver Performance-Katalysator. In den bereits implementierten IT-Bereichen steigert der Einsatz von KI die Effizienz aktuell um den Faktor 10 bis 20. Diese Beschleunigung verkürzt die Zeit für neue Features und Produkterweiterungen signifikant. Ein strategischer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Schaffung eines personalisierten Nutzererlebnisses. Durch die intelligente Auswertung vorhandener Daten aus dem eigenen Datawarehouse sollen Kunden künftig noch gezielter und effektiver angesprochen werden, was sowohl die Nutzerbindung als auch die Aktivitätsrate weiter optimieren dürfte. Marketingaktivität erhöht sich in zweiter Jahreshälfte: Im Bereich Marketing hat Smartbroker durch die Verpflichtung eines neuen Leiters, der von einem direkten Wettbewerber gewonnen werden konnte, ein wichtiges Signal gesetzt. Die neue Führung wird ihre Expertise insbesondere in den Feldern Social Media und Personality Marketing einbringen. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir einen gezielten Ausbau der Marketinginvestitionen. Dies ist eine logische Konsequenz aus dem bevorstehenden AVD-Start im Januar 2027, da der Wettbewerb um Marktanteile bereits im Vorfeld deutlich anziehen dürfte. Mit einem geplanten Marketingbudget von ca. 12,5 Mio. EUR für das Gesamtjahr 2026 verfügt Smartbroker über eine solide Basis. Um bei sich bietenden Opportunitäten oder einer weiteren Beschleunigung des Marktwachstums maximale Agilität zu wahren, hat sich das Unternehmen bereits frühzeitig zusätzliche finanzielle Puffer über gesicherte Darlehen reserviert. Das Management bekräftigte hierbei seine Priorisierung, dass das nachhaltige Kundenwachstum aktuell klare Priorität vor der kurzfristigen Gewinnmaximierung hat. Bewertungsanomalie im Peer-Vergleich: Der Blick auf die Bewertung offenbart eine deutliche Diskrepanz zwischen der operativen Substanz und dem aktuellen Kursniveau. Dass Smartbroker mittlerweile im Sektorresearch internationaler Schwergewichte wie UBS und J.P. Morgan vertreten ist, belegt die gestiegene Sichtbarkeit am Kapitalmarkt. Im Peer-Vergleich zu börsennotierten Brokern sowie jüngsten Finanzierungsrunden privater Wettbewerber wird ein Kunde im Marktschnitt mit rund 1.000 EUR bewertet. Bei Smartbroker impliziert der aktuelle Aktienkurs lediglich eine Bewertung von rund 780 EUR pro Kunde und dies, obwohl der durchschnittliche Smartbroker+ Kunde mit 38 Trades im Jahr (Stand 2025) eine deutliche höhere Aktivität als die Konkurrenz aufweist. Mit Akquisitionskosten (CAC) von aktuell 130 bis 140 EUR, die bereits nach rund eineinhalb Jahren amortisiert sind, verfügt das Unternehmen zudem über einen attraktiven ROI. Zwar wird für das laufende Geschäftsjahr aufgrund des PFOF-Verbots kein sprunghaftes Umsatzwachstum erwartet und das Ergebnis erneut um den Break-Even-Punkt geplant, dennoch agiert Smartbroker vor Marketingaufwendungen für das Neukundenwachstum bereits hochprofitabel (2026e EBITDA vor CAC: ca. 12 Mio. EUR). Angesichts des Wachstumspfades sehen wir die Aktie daher aktuell als unterbewertet an, da der Kurs der operativen Performance und der hohen Qualität der Kundenbasis derzeit noch erheblich hinterherhinkt. Fazit: Die Roadshow hat verdeutlicht, dass Smartbroker operativ auf Kurs ist und die strategischen Weichen für die nächste Wachstumsphase gestellt hat. Das Management verfolgt einen disziplinierten Ansatz, der das nachhaltige Kundenwachstum vor kurzfristigen Ergebnismargen stellt. Mit Blick auf das ab 2027 startende AVD ergibt sich zudem ein großes Wachstumspotenzial. Angesichts der Unterbewertung im Peer-Vergleich und der zunehmenden Visibilität im zweiten Halbjahr bestätigen wir unsere Kaufempfehlung und das aktuelle Kursziel von 18,00 EUR. +++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++ Über Montega: Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren. Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission: Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter, Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im Nebenwertebereich auf der anderen Seite. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: Factsheet Kontakt für Rückfragen: Montega AG - Equity Research Tel.: +49 (0)40 41111 37-80 Web: www.montega.de E-Mail: info@montega.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/montega-ag

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