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Sartorius Stedim Biotech Aktie

Aktie
WKN:  A2AJKS ISIN:  FR0013154002 US-Symbol:  SDMHF Branche:  Gesundheitswesen: Ausstattung u. Produkte Land:  Frankreich
188,20 €
-4,80 €
-2,49%
30.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
20,13 Mrd. €
Streubesitz
16,66%
KGV
102,65
Dividende
0,69 €
Dividendenrendite
0,33%
neu: Nachhaltigkeits-Score
71 %
Index-Zuordnung
-
Sartorius Stedim Biotech Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Sartorius Stedim Biotech AG ist ein auf Bioprozesstechnologie fokussierter Anbieter für die globale Biopharmaindustrie und Teil der Sartorius-Gruppe mit Hauptsitz in Göttingen. Das Unternehmen entwickelt und produziert integrierte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der biopharmazeutischen Herstellung, von der vorklinischen Entwicklung über klinische Studien bis zur kommerziellen Produktion von Biologika und Impfstoffen. Der Konzern adressiert damit Kernsegmente wie Zellkultur, Filtration, Aufreinigung, Prozessanalytik und Einweg-Prozesstechnik. Sartorius Stedim Biotech ist in Europa, Nordamerika und Asien mit Produktions- und Vertriebsstandorten präsent und gehört im Bereich Single-Use-Bioprocessing zu den global führenden Anbietern.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell von Sartorius Stedim Biotech basiert auf der Bereitstellung von skalierbaren Bioprozesslösungen für Pharma- und Biotechunternehmen, Auftragsentwickler (CDMOs) sowie Forschungseinrichtungen. Das Unternehmen kombiniert Hardware, Einweg-Verbrauchsmaterialien, Automatisierung und digitale Tools zu durchgängigen Plattformen für Upstream- und Downstream-Prozesse. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung entsteht durch wiederkehrende Umsätze mit hochspezialisierten Einwegkomponenten wie Filtern, Bioreaktoren, Beutelsystemen und Membranen. Diese sind häufig prozesskritisch validiert und tief im Herstellungsprozess der Kunden verankert, was zu hohen Wechselkosten und langfristigen Lieferbeziehungen führt. Ergänzt wird das Portfolio durch Prozessberatung, Qualifizierungsservices, Schulungen und Support über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen, wodurch Sartorius Stedim Biotech zu einem strategischen Technologiepartner seiner Kunden wird.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Sartorius Stedim Biotech ist auf die Beschleunigung des Marktzugangs innovativer Therapien und Impfstoffe ausgerichtet. Das Unternehmen will biopharmazeutische Produktion effizienter, flexibler und sicherer machen und so die industrielle Herstellung komplexer Biologika, Zell- und Gentherapien sowie neuartiger Impfstoffe ermöglichen. Strategisch setzt das Management auf technologischen Ausbau des Single-Use-Ansatzes, vertiefte digitale Integration von Prozessdaten und Qualitätsparametern, konsequente Internationalisierung sowie selektive Akquisitionen entlang der Bioprozesskette. Die Unternehmensstrategie zielt auf eine starke Position in hochregulierten Nischen mit attraktiven Margen, hoher Eintrittsbarriere und langfristigen Wachstumstreibern wie dem demografischen Wandel und steigenden Gesundheitsausgaben.

Produkte, Lösungen und Dienstleistungen

Das Produkt- und Lösungsportfolio von Sartorius Stedim Biotech deckt wesentliche Schritte in der biopharmazeutischen Herstellung ab. Typische Schwerpunkte sind:
  • Upstream Processing: Einweg-Bioreaktoren, Zellkulturmedien, Zellkultivierungs-Systeme, Fermentationslösungen und Gaskontrollsysteme für die Kultivierung von Zelllinien und Mikroorganismen.
  • Downstream Processing: Membranadsorber, Chromatographiesysteme, Filtrations- und Ultrafiltrationseinheiten zur Aufreinigung, Konzentration und Sterilfiltration von Wirkstoffen.
  • Single-Use-Technologien: Einwegbeutel, Konnektoren, Schlauchsysteme, vorsterilisierte Assemblies sowie modulare Produktionsplattformen zur flexiblen, kontaminationsarmen Bioproduktion.
  • Prozessanalytik und Kontrolle: Sensorik, In-line- und At-line-Analytik, Prozessüberwachung, Automatisierungs- und Steuerungssoftware zur Sicherstellung von Prozessrobustheit und regulatorischer Compliance.
  • Services: Prozessdesign, Scale-up-Unterstützung, Validierung, Qualifizierung, Schulungen, Life-Cycle-Management und technische Dienstleistungen vor Ort.
Die Lösungen sind in regulierte GMP-Umgebungen integriert und adressieren strenge Anforderungen internationaler Zulassungsbehörden, wodurch Sartorius Stedim Biotech über hohe regulatorische Expertise verfügt.

Business Units und Segmentstruktur

Sartorius Stedim Biotech ist im Wesentlichen entlang der Bioprozesskette strukturiert und bündelt Produkte, Systeme und Services in Business Units, die auf unterschiedliche Prozessschritte und Technologieplattformen fokussiert sind. Schwerpunkte bilden dabei Einweg-Bioprozesslösungen für Upstream und Downstream, Filtrations- und Membrantechnologien sowie Prozessanalytik und Automatisierung. Die organisatorische Einbettung in die Sartorius-Gruppe ermöglicht eine enge Verzahnung mit ergänzenden Labor- und Messtechnikaktivitäten, wobei die Biotech-Sparte als eigenständige, auf Bioprozesslösungen spezialisierte Einheit agiert. Die interne Segmentierung orientiert sich an Applikationen für klinische und kommerzielle Produktion, geographischen Regionen und Kundengruppen, insbesondere große forschende Pharmaunternehmen, Biotech-Spezialisten und CDMOs.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von Sartorius reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als das Unternehmen zunächst als Hersteller von Präzisionswaagen und Laborinstrumenten entstand. Im Zuge der strategischen Fokussierung auf Bioprozesstechnologie und Biopharmazulieferung wurden Biotech-Aktivitäten schrittweise ausgebaut und in der eigenständigen Einheit Sartorius Stedim Biotech gebündelt. Eine wesentliche Wegmarke war die Integration der französischen Stedim S.A., einem Pionier im Bereich Einweg-Bioprozesssysteme. Durch diese Kombination entwickelte sich Sartorius Stedim Biotech zu einem führenden Anbieter von Single-Use-Lösungen für die biopharmazeutische Produktion. In den folgenden Jahren wurden gezielte Akquisitionen, Kooperationen und Kapazitätserweiterungen durchgeführt, um technologische Lücken zu schließen, regionale Präsenz auszubauen und das Portfolio über den gesamten Bioprozess abzurunden. Heute ist Sartorius Stedim Biotech fest im internationalen Life-Science-Ökosystem etabliert und profitiert von der wachsenden Bedeutung biologischer Arzneimittel.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Sartorius Stedim Biotech verfügt über mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale. Im Zentrum steht der integrierte Plattformansatz für Bioprocessing, der Einweg-Bioreaktoren, Filtration, Aufreinigung, Automatisierung und digitale Tools zu durchgängigen, skalierbaren Lösungen verbindet. Die starke Fokussierung auf Single-Use-Systeme verleiht dem Unternehmen eine ausgeprägte Position in einem Segment mit hohen regulatorischen Anforderungen und erheblichen Wechselkosten. Moats ergeben sich insbesondere aus:
  • Prozessintegration und Validierung: Einmal in validierte GMP-Prozesse eingebundene Komponenten werden aus regulatorischen Gründen selten kurzfristig ausgetauscht.
  • Technologische Tiefe in Membran- und Filtrationstechnik: Spezialisierte Membranmaterialien und proprietäre Designs sind schwer imitierbar und über lange Entwicklungszyklen gewachsen.
  • Kundennahe Applikationskompetenz: Enge Zusammenarbeit mit führenden Pharma- und Biotechunternehmen führt zu maßgeschneiderten Lösungen und langfristigen Entwicklungspartnerschaften.
  • Skalierung und globale Lieferfähigkeit: Weltweit verteilte Fertigung und Qualitätsstandorte reduzieren Liefer- und Compliance-Risiken für Kunden.
Diese Faktoren erzeugen strukturelle Wettbewerbsvorteile, die in Verbindung mit hohen Eintrittsbarrieren, regulierten Zulassungsprozessen und komplexen Qualifizierungsanforderungen eine gewisse Preissetzungsmacht und Kundenbindung unterstützen können.

Wettbewerbsumfeld und Branchenkontext

Der Bioprocessing-Markt ist von einigen globalen Technologieplattformanbietern geprägt, die um Marktanteile in Bereichen wie Einweg-Bioreaktoren, Chromatographie, Filtration und Prozessanalytik konkurrieren. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen internationale Life-Science-Konzerne mit breitem Portfolio im Bioprozess- und Laborgeschäft, darunter Anbieter integrierter Bioprozesslösungen mit starker Präsenz in Nordamerika, Europa und Asien. Der Wettbewerb ist durch hohen Innovationsdruck, kontinuierliche Portfolioerweiterungen und intensive regulatorische Anforderungen gekennzeichnet. Die Branche profitiert strukturell von der Verlagerung hin zu biologischen Arzneimitteln, Antikörpern, Biosimilars, Zell- und Gentherapien sowie Impfstoffen. Gleichzeitig erfordern steigende Qualitäts- und Sicherheitsstandards kontinuierliche Investitionen der Hersteller in Prozessoptimierung, Automatisierung und Containment-Lösungen. Sartorius Stedim Biotech agiert in diesem Umfeld als spezialisierter Technologielieferant mit Fokus auf Bioprozesslösungen und Single-Use-Technologien und sieht sich insbesondere im Wettbewerb mit globalen Bioprocessing-Playern, die ähnliche Komplettlösungen anbieten.

Regionale Präsenz und Marktsegmente

Geografisch ist Sartorius Stedim Biotech in den wichtigsten Biopharma-Regionen aktiv. Schwerpunkte bilden Europa mit starken Forschungs- und Produktionsstandorten, Nordamerika als größter Biopharma-Markt sowie Asien mit dynamisch wachsenden Biotech-Clustern, insbesondere in China, Südkorea und Singapur. Das Unternehmen bedient ein breites Kundenspektrum, das große forschende Pharmaunternehmen, mittelständische Biotech-Firmen, CDMOs, Impfstoffhersteller und Forschungseinrichtungen umfasst. Regionale Marktentwicklungen, etwa der Ausbau nationaler Impfstoffkapazitäten oder die Förderung lokaler Biotech-Ökosysteme, beeinflussen die Investitionszyklen und die Nachfrage nach Bioprozesstechnologien. Durch lokale Vertriebs- und Serviceteams sowie Produktionskapazitäten versucht Sartorius Stedim Biotech, Lieferkettenrisiken zu reduzieren und regulatorische Spezialanforderungen regionaler Behörden zu adressieren.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Sartorius Stedim Biotech ist eng mit der Führung der Sartorius-Gruppe verzahnt. Die Unternehmensleitung verfolgt eine auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Strategie, die organisches Wachstum durch Innovation mit gezielten Übernahmen kombiniert. Schwerpunkte liegen auf der Erweiterung des Portfolios entlang des gesamten Bioprozesszyklus, der Stärkung der globalen Fertigungs- und Lieferketteninfrastruktur sowie der konsequenten Ausrichtung auf regulierte, margenstarke Nischen. Governance-Strukturen sind auf die Anforderungen eines international agierenden Zulieferers für die hochregulierte Pharmaindustrie ausgerichtet, einschließlich Compliance, Qualitätsmanagement und Risikokontrolle. Das Management betont regelmäßig Investitionen in Forschung und Entwicklung, Kapazitätserweiterungen und Digitalisierung, um die eigene Wettbewerbsposition im Bioprocessing-Markt zu festigen und die Kundenbindung zu vertiefen.

Sonstige Besonderheiten und regulatorische Rahmenbedingungen

Als Lieferant für die biopharmazeutische Industrie ist Sartorius Stedim Biotech stark von regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig. Produkte und Prozesse müssen strenge Auflagen internationaler Behörden wie EMA, FDA und weiterer Zulassungsstellen erfüllen. Dies betrifft insbesondere Materialreinheit, Rückverfolgbarkeit, Sterilität, Validierungsdokumentation und Qualitätsmanagementsysteme. Eine Besonderheit des Unternehmens liegt in der intensiven Zusammenarbeit mit Kunden bereits in frühen Entwicklungsphasen, um Prozesse frühzeitig regulatorisch ausrichtbar zu machen und spätere Scale-up-Risiken zu reduzieren. Darüber hinaus spielen Nachhaltigkeitsaspekte trotz des hohen Einweganteils eine zunehmende Rolle, etwa in Form von Ressourceneffizienz, Abfallmanagement und Energienutzung in Produktionsstätten. Digitale Lösungen zur Prozessüberwachung, Datenauswertung und Qualitätssicherung gewinnen an Bedeutung und ergänzen das klassische Hardware- und Verbrauchsmaterialgeschäft.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für konservativ ausgerichtete Anleger liegen potenzielle Chancen vor allem in der strukturellen Wachstumsperspektive des globalen Biopharma- und Bioprocessing-Marktes. Die zunehmende Bedeutung biologischer Arzneimittel, der Ausbau von Impfstoffkapazitäten und die wachsende Pipeline komplexer Therapien könnten die Nachfrage nach integrierten Bioprozesslösungen langfristig stützen. Sartorius Stedim Biotech profitiert von seiner starken Stellung bei Single-Use-Systemen, der engen regulatorischen Verankerung seiner Produkte und den hohen Wechselkosten auf Kundenseite. Eine breit diversifizierte Kundenbasis und internationale Präsenz wirken dabei potenziell stabilisierend. Darüber hinaus können kontinuierliche Innovationen in Membran- und Filtrationstechnik, Prozessanalytik und Automatisierung zusätzliche Differenzierung schaffen. Langfristige Trends wie Digitalisierung in der Produktion, verstärkte Outsourcing-Aktivitäten an CDMOs und die geografische Ausweitung von Biotech-Hubs bieten weitere Wachstumspotenziale.

Risiken und Unsicherheiten für ein Investment

Gleichzeitig bestehen für ein Investment in Sartorius Stedim Biotech signifikante Risiken, die konservative Anleger berücksichtigen sollten. Der Bioprocessing-Markt ist von intensivem Wettbewerb durch global agierende Konzerne mit starker Kapital- und F&E-Power gekennzeichnet. Technologische Sprünge, etwa durch neue Produktionsplattformen oder disruptive Prozessansätze, könnten etablierte Lösungen unter Druck setzen. Regulatorische Änderungen oder strengere Anforderungen können zusätzliche Kosten verursachen und Projektlaufzeiten verlängern. Zudem ist das Unternehmen zyklisch von Investitionsentscheidungen seiner Kunden abhängig, die bei Verzögerungen von Studien, veränderten Pipeline-Prioritäten oder makroökonomischen Unsicherheiten zu Nachfrageschwankungen führen können. Lieferkettenrisiken, Abhängigkeiten von Schlüsselmaterialien und geopolitische Spannungen können die operative Stabilität beeinträchtigen. Für Anleger hinzu kommt das Risiko, dass hohe Markterwartungen und ambitionierte Wachstumsziele zu Bewertungsniveaus führen können, die zukünftige Enttäuschungen stärker durchschlagen lassen. Eine sorgfältige Beobachtung der Wettbewerbsdynamik, der regulatorischen Rahmenbedingungen und der strategischen Umsetzung des Managements ist daher unerlässlich, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden soll.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 187,65 € / 188,35 €
Spread +0,37%
Schluss Vortag 193,00 €
Gehandelte Stücke 110
Tagesvolumen Vortag 47.353,1 €
Tagestief 188,20 €
Tageshoch 192,65 €
52W-Tief 150,10 €
52W-Hoch 225,90 €
Jahrestief 188,20 €
Jahreshoch 223,30 €

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 2.780 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 370,60 €
Jahresüberschuss in Mio. 219,20 €
Umsatz je Aktie 28,73 €
Gewinn je Aktie 1,81 €
Gewinnrendite +5,50%
Umsatzrendite +6,30%
Return on Investment +2,65%
Marktkapitalisierung in Mio. 17.981 €
KGV (Kurs/Gewinn) 102,65
KBV (Kurs/Buchwert) 4,51
KUV (Kurs/Umsatz) 6,47
Eigenkapitalrendite +4,39%
Eigenkapitalquote +48,28%
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Derivate

Hebelprodukte (17)
Knock-Outs 17
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 1 Jahr
Stabilität der Dividende 0,81 (max 1,00)
Jährlicher 0,37% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 8,54% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 15,9% (auf den Gewinn/FFO)
quote 31,1% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 21,74%

Dividenden Historie

Datum Dividende
02.04.2025 0,69 €
02.04.2024 0,69 €
30.03.2023 1,44 €
28.03.2022 1,26 €
29.03.2021 0,68 €
29.06.2020 0,34 €
27.03.2020 0,68 €
29.03.2019 0,57 €
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Prognose & Kursziel

Die Sartorius Stedim Biotech Aktie wird von Analysten als fair bewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
229,67 € 190,50 € +20,56%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 191,80 € -2,61%
196,95 € 30.01.26
Frankfurt 191,60 € -2,94%
197,40 € 30.01.26
Hamburg 192,40 € -2,56%
197,45 € 30.01.26
Hannover 188,60 € -2,00%
192,45 € 30.01.26
München 192,65 € -2,82%
198,25 € 30.01.26
Stuttgart 187,85 € -2,47%
192,60 € 30.01.26
Xetra 197,65 € 0 %
197,65 € 28.01.26
L&S RT 187,925 € -2,63%
193,00 € 30.01.26
Wien 191,15 € -2,35%
195,75 € 30.01.26
Nasdaq OTC Other 220,77 $ -4,01%
230,00 $ 30.01.26
Tradegate 188,20 € -2,49%
193,00 € 30.01.26
Quotrix 192,80 € -0,26%
193,30 € 30.01.26
Gettex 187,95 € -2,34%
192,45 € 30.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
30.01.26 190,50 19.076
29.01.26 193,00 47.353
28.01.26 197,00 36.541
27.01.26 204,00 33.341
26.01.26 209,00 64 T
23.01.26 206,70 25.303
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 206,70 € -7,84%
1 Monat 209,10 € -8,90%
6 Monate 178,20 € +6,90%
1 Jahr 225,00 € -15,33%
5 Jahre 344,40 € -44,69%

Unternehmensprofil Sartorius Stedim Biotech AG

Sartorius Stedim Biotech AG ist ein auf Bioprozesstechnologie fokussierter Anbieter für die globale Biopharmaindustrie und Teil der Sartorius-Gruppe mit Hauptsitz in Göttingen. Das Unternehmen entwickelt und produziert integrierte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der biopharmazeutischen Herstellung, von der vorklinischen Entwicklung über klinische Studien bis zur kommerziellen Produktion von Biologika und Impfstoffen. Der Konzern adressiert damit Kernsegmente wie Zellkultur, Filtration, Aufreinigung, Prozessanalytik und Einweg-Prozesstechnik. Sartorius Stedim Biotech ist in Europa, Nordamerika und Asien mit Produktions- und Vertriebsstandorten präsent und gehört im Bereich Single-Use-Bioprocessing zu den global führenden Anbietern.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell von Sartorius Stedim Biotech basiert auf der Bereitstellung von skalierbaren Bioprozesslösungen für Pharma- und Biotechunternehmen, Auftragsentwickler (CDMOs) sowie Forschungseinrichtungen. Das Unternehmen kombiniert Hardware, Einweg-Verbrauchsmaterialien, Automatisierung und digitale Tools zu durchgängigen Plattformen für Upstream- und Downstream-Prozesse. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung entsteht durch wiederkehrende Umsätze mit hochspezialisierten Einwegkomponenten wie Filtern, Bioreaktoren, Beutelsystemen und Membranen. Diese sind häufig prozesskritisch validiert und tief im Herstellungsprozess der Kunden verankert, was zu hohen Wechselkosten und langfristigen Lieferbeziehungen führt. Ergänzt wird das Portfolio durch Prozessberatung, Qualifizierungsservices, Schulungen und Support über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen, wodurch Sartorius Stedim Biotech zu einem strategischen Technologiepartner seiner Kunden wird.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Sartorius Stedim Biotech ist auf die Beschleunigung des Marktzugangs innovativer Therapien und Impfstoffe ausgerichtet. Das Unternehmen will biopharmazeutische Produktion effizienter, flexibler und sicherer machen und so die industrielle Herstellung komplexer Biologika, Zell- und Gentherapien sowie neuartiger Impfstoffe ermöglichen. Strategisch setzt das Management auf technologischen Ausbau des Single-Use-Ansatzes, vertiefte digitale Integration von Prozessdaten und Qualitätsparametern, konsequente Internationalisierung sowie selektive Akquisitionen entlang der Bioprozesskette. Die Unternehmensstrategie zielt auf eine starke Position in hochregulierten Nischen mit attraktiven Margen, hoher Eintrittsbarriere und langfristigen Wachstumstreibern wie dem demografischen Wandel und steigenden Gesundheitsausgaben.

Produkte, Lösungen und Dienstleistungen

Das Produkt- und Lösungsportfolio von Sartorius Stedim Biotech deckt wesentliche Schritte in der biopharmazeutischen Herstellung ab. Typische Schwerpunkte sind:
  • Upstream Processing: Einweg-Bioreaktoren, Zellkulturmedien, Zellkultivierungs-Systeme, Fermentationslösungen und Gaskontrollsysteme für die Kultivierung von Zelllinien und Mikroorganismen.
  • Downstream Processing: Membranadsorber, Chromatographiesysteme, Filtrations- und Ultrafiltrationseinheiten zur Aufreinigung, Konzentration und Sterilfiltration von Wirkstoffen.
  • Single-Use-Technologien: Einwegbeutel, Konnektoren, Schlauchsysteme, vorsterilisierte Assemblies sowie modulare Produktionsplattformen zur flexiblen, kontaminationsarmen Bioproduktion.
  • Prozessanalytik und Kontrolle: Sensorik, In-line- und At-line-Analytik, Prozessüberwachung, Automatisierungs- und Steuerungssoftware zur Sicherstellung von Prozessrobustheit und regulatorischer Compliance.
  • Services: Prozessdesign, Scale-up-Unterstützung, Validierung, Qualifizierung, Schulungen, Life-Cycle-Management und technische Dienstleistungen vor Ort.
Die Lösungen sind in regulierte GMP-Umgebungen integriert und adressieren strenge Anforderungen internationaler Zulassungsbehörden, wodurch Sartorius Stedim Biotech über hohe regulatorische Expertise verfügt.

Business Units und Segmentstruktur

Sartorius Stedim Biotech ist im Wesentlichen entlang der Bioprozesskette strukturiert und bündelt Produkte, Systeme und Services in Business Units, die auf unterschiedliche Prozessschritte und Technologieplattformen fokussiert sind. Schwerpunkte bilden dabei Einweg-Bioprozesslösungen für Upstream und Downstream, Filtrations- und Membrantechnologien sowie Prozessanalytik und Automatisierung. Die organisatorische Einbettung in die Sartorius-Gruppe ermöglicht eine enge Verzahnung mit ergänzenden Labor- und Messtechnikaktivitäten, wobei die Biotech-Sparte als eigenständige, auf Bioprozesslösungen spezialisierte Einheit agiert. Die interne Segmentierung orientiert sich an Applikationen für klinische und kommerzielle Produktion, geographischen Regionen und Kundengruppen, insbesondere große forschende Pharmaunternehmen, Biotech-Spezialisten und CDMOs.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von Sartorius reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als das Unternehmen zunächst als Hersteller von Präzisionswaagen und Laborinstrumenten entstand. Im Zuge der strategischen Fokussierung auf Bioprozesstechnologie und Biopharmazulieferung wurden Biotech-Aktivitäten schrittweise ausgebaut und in der eigenständigen Einheit Sartorius Stedim Biotech gebündelt. Eine wesentliche Wegmarke war die Integration der französischen Stedim S.A., einem Pionier im Bereich Einweg-Bioprozesssysteme. Durch diese Kombination entwickelte sich Sartorius Stedim Biotech zu einem führenden Anbieter von Single-Use-Lösungen für die biopharmazeutische Produktion. In den folgenden Jahren wurden gezielte Akquisitionen, Kooperationen und Kapazitätserweiterungen durchgeführt, um technologische Lücken zu schließen, regionale Präsenz auszubauen und das Portfolio über den gesamten Bioprozess abzurunden. Heute ist Sartorius Stedim Biotech fest im internationalen Life-Science-Ökosystem etabliert und profitiert von der wachsenden Bedeutung biologischer Arzneimittel.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Sartorius Stedim Biotech verfügt über mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale. Im Zentrum steht der integrierte Plattformansatz für Bioprocessing, der Einweg-Bioreaktoren, Filtration, Aufreinigung, Automatisierung und digitale Tools zu durchgängigen, skalierbaren Lösungen verbindet. Die starke Fokussierung auf Single-Use-Systeme verleiht dem Unternehmen eine ausgeprägte Position in einem Segment mit hohen regulatorischen Anforderungen und erheblichen Wechselkosten. Moats ergeben sich insbesondere aus:
  • Prozessintegration und Validierung: Einmal in validierte GMP-Prozesse eingebundene Komponenten werden aus regulatorischen Gründen selten kurzfristig ausgetauscht.
  • Technologische Tiefe in Membran- und Filtrationstechnik: Spezialisierte Membranmaterialien und proprietäre Designs sind schwer imitierbar und über lange Entwicklungszyklen gewachsen.
  • Kundennahe Applikationskompetenz: Enge Zusammenarbeit mit führenden Pharma- und Biotechunternehmen führt zu maßgeschneiderten Lösungen und langfristigen Entwicklungspartnerschaften.
  • Skalierung und globale Lieferfähigkeit: Weltweit verteilte Fertigung und Qualitätsstandorte reduzieren Liefer- und Compliance-Risiken für Kunden.
Diese Faktoren erzeugen strukturelle Wettbewerbsvorteile, die in Verbindung mit hohen Eintrittsbarrieren, regulierten Zulassungsprozessen und komplexen Qualifizierungsanforderungen eine gewisse Preissetzungsmacht und Kundenbindung unterstützen können.

Wettbewerbsumfeld und Branchenkontext

Der Bioprocessing-Markt ist von einigen globalen Technologieplattformanbietern geprägt, die um Marktanteile in Bereichen wie Einweg-Bioreaktoren, Chromatographie, Filtration und Prozessanalytik konkurrieren. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen internationale Life-Science-Konzerne mit breitem Portfolio im Bioprozess- und Laborgeschäft, darunter Anbieter integrierter Bioprozesslösungen mit starker Präsenz in Nordamerika, Europa und Asien. Der Wettbewerb ist durch hohen Innovationsdruck, kontinuierliche Portfolioerweiterungen und intensive regulatorische Anforderungen gekennzeichnet. Die Branche profitiert strukturell von der Verlagerung hin zu biologischen Arzneimitteln, Antikörpern, Biosimilars, Zell- und Gentherapien sowie Impfstoffen. Gleichzeitig erfordern steigende Qualitäts- und Sicherheitsstandards kontinuierliche Investitionen der Hersteller in Prozessoptimierung, Automatisierung und Containment-Lösungen. Sartorius Stedim Biotech agiert in diesem Umfeld als spezialisierter Technologielieferant mit Fokus auf Bioprozesslösungen und Single-Use-Technologien und sieht sich insbesondere im Wettbewerb mit globalen Bioprocessing-Playern, die ähnliche Komplettlösungen anbieten.

Regionale Präsenz und Marktsegmente

Geografisch ist Sartorius Stedim Biotech in den wichtigsten Biopharma-Regionen aktiv. Schwerpunkte bilden Europa mit starken Forschungs- und Produktionsstandorten, Nordamerika als größter Biopharma-Markt sowie Asien mit dynamisch wachsenden Biotech-Clustern, insbesondere in China, Südkorea und Singapur. Das Unternehmen bedient ein breites Kundenspektrum, das große forschende Pharmaunternehmen, mittelständische Biotech-Firmen, CDMOs, Impfstoffhersteller und Forschungseinrichtungen umfasst. Regionale Marktentwicklungen, etwa der Ausbau nationaler Impfstoffkapazitäten oder die Förderung lokaler Biotech-Ökosysteme, beeinflussen die Investitionszyklen und die Nachfrage nach Bioprozesstechnologien. Durch lokale Vertriebs- und Serviceteams sowie Produktionskapazitäten versucht Sartorius Stedim Biotech, Lieferkettenrisiken zu reduzieren und regulatorische Spezialanforderungen regionaler Behörden zu adressieren.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Sartorius Stedim Biotech ist eng mit der Führung der Sartorius-Gruppe verzahnt. Die Unternehmensleitung verfolgt eine auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Strategie, die organisches Wachstum durch Innovation mit gezielten Übernahmen kombiniert. Schwerpunkte liegen auf der Erweiterung des Portfolios entlang des gesamten Bioprozesszyklus, der Stärkung der globalen Fertigungs- und Lieferketteninfrastruktur sowie der konsequenten Ausrichtung auf regulierte, margenstarke Nischen. Governance-Strukturen sind auf die Anforderungen eines international agierenden Zulieferers für die hochregulierte Pharmaindustrie ausgerichtet, einschließlich Compliance, Qualitätsmanagement und Risikokontrolle. Das Management betont regelmäßig Investitionen in Forschung und Entwicklung, Kapazitätserweiterungen und Digitalisierung, um die eigene Wettbewerbsposition im Bioprocessing-Markt zu festigen und die Kundenbindung zu vertiefen.

Sonstige Besonderheiten und regulatorische Rahmenbedingungen

Als Lieferant für die biopharmazeutische Industrie ist Sartorius Stedim Biotech stark von regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig. Produkte und Prozesse müssen strenge Auflagen internationaler Behörden wie EMA, FDA und weiterer Zulassungsstellen erfüllen. Dies betrifft insbesondere Materialreinheit, Rückverfolgbarkeit, Sterilität, Validierungsdokumentation und Qualitätsmanagementsysteme. Eine Besonderheit des Unternehmens liegt in der intensiven Zusammenarbeit mit Kunden bereits in frühen Entwicklungsphasen, um Prozesse frühzeitig regulatorisch ausrichtbar zu machen und spätere Scale-up-Risiken zu reduzieren. Darüber hinaus spielen Nachhaltigkeitsaspekte trotz des hohen Einweganteils eine zunehmende Rolle, etwa in Form von Ressourceneffizienz, Abfallmanagement und Energienutzung in Produktionsstätten. Digitale Lösungen zur Prozessüberwachung, Datenauswertung und Qualitätssicherung gewinnen an Bedeutung und ergänzen das klassische Hardware- und Verbrauchsmaterialgeschäft.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für konservativ ausgerichtete Anleger liegen potenzielle Chancen vor allem in der strukturellen Wachstumsperspektive des globalen Biopharma- und Bioprocessing-Marktes. Die zunehmende Bedeutung biologischer Arzneimittel, der Ausbau von Impfstoffkapazitäten und die wachsende Pipeline komplexer Therapien könnten die Nachfrage nach integrierten Bioprozesslösungen langfristig stützen. Sartorius Stedim Biotech profitiert von seiner starken Stellung bei Single-Use-Systemen, der engen regulatorischen Verankerung seiner Produkte und den hohen Wechselkosten auf Kundenseite. Eine breit diversifizierte Kundenbasis und internationale Präsenz wirken dabei potenziell stabilisierend. Darüber hinaus können kontinuierliche Innovationen in Membran- und Filtrationstechnik, Prozessanalytik und Automatisierung zusätzliche Differenzierung schaffen. Langfristige Trends wie Digitalisierung in der Produktion, verstärkte Outsourcing-Aktivitäten an CDMOs und die geografische Ausweitung von Biotech-Hubs bieten weitere Wachstumspotenziale.

Risiken und Unsicherheiten für ein Investment

Gleichzeitig bestehen für ein Investment in Sartorius Stedim Biotech signifikante Risiken, die konservative Anleger berücksichtigen sollten. Der Bioprocessing-Markt ist von intensivem Wettbewerb durch global agierende Konzerne mit starker Kapital- und F&E-Power gekennzeichnet. Technologische Sprünge, etwa durch neue Produktionsplattformen oder disruptive Prozessansätze, könnten etablierte Lösungen unter Druck setzen. Regulatorische Änderungen oder strengere Anforderungen können zusätzliche Kosten verursachen und Projektlaufzeiten verlängern. Zudem ist das Unternehmen zyklisch von Investitionsentscheidungen seiner Kunden abhängig, die bei Verzögerungen von Studien, veränderten Pipeline-Prioritäten oder makroökonomischen Unsicherheiten zu Nachfrageschwankungen führen können. Lieferkettenrisiken, Abhängigkeiten von Schlüsselmaterialien und geopolitische Spannungen können die operative Stabilität beeinträchtigen. Für Anleger hinzu kommt das Risiko, dass hohe Markterwartungen und ambitionierte Wachstumsziele zu Bewertungsniveaus führen können, die zukünftige Enttäuschungen stärker durchschlagen lassen. Eine sorgfältige Beobachtung der Wettbewerbsdynamik, der regulatorischen Rahmenbedingungen und der strategischen Umsetzung des Managements ist daher unerlässlich, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden soll.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 20,13 Mrd. €
Aktienanzahl 97,33 Mio.
Streubesitz 16,66%
Währung EUR
Land Frankreich
Sektor Gesundheit
Branche Gesundheitswesen: Ausstattung u. Produkte
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+83,34% Weitere
+16,66% Streubesitz

Community-Beiträge zu Sartorius Stedim Biotech AG

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Ziele erneut gesenkt
https://www.ariva.de/news/aktien-im-fokus-gewinnwarnung-belastet-sartorius-und-10986026 Freitag, 13.10.2023 12:20 von dpa-AFX | AKTIEN IM FOKUS: Gewinnwarnung belastet Sartorius und Tochter Stedim schwer FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine erneute Senkung der Jahresziele hat dem Pharma- und Laborausrüster Sartorius sowie seiner französischen Tochter Sartorius Stedim Biotech am Freitag einen Kurseinbruch eingebrockt. Analysten hatten eine Gewinnwarnung zwar schon befürchtet, verwiesen aber auch auf die angekündigte Überprüfung der mittelfristigen Unternehmensziele. Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan geht nun nicht nur für 2023, sondern auch für die kommenden Jahre von deutlich sinkenden Konsensschätzungen aus. Die Sartorius-Aktien rutschten am Dax-Ende mit minus 15 Prozent bis auf ein Tief seit Mitte 2020 ab und verloren gegen Mittag noch 11,7 Prozent auf 284 Euro. Für Sartorius Stedim Biotech ging es um 15,7 Prozent auf 189,55 Euro bergab, nachdem sie zeitweise so günstig waren wie zuletzt im April 2020. Dies zog den gesamten Medizinsektor in Mitleidenschaft: Der zuletzt erholte europäische Branchenindex verlor 1,3 Prozent. Die bisherige Jahresbilanz beider Titel fällt ebenfalls düster aus. Während Sartorius rund 23 Prozent verloren haben und damit zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex zählen, steht für die Tochter ein Kursrückgang um gut 37 Prozent zu Buche. Gegenüber den Rekordhochs im Herbst 2021 haben Sartorius und Sartorius Stedim Biotech mehr als die Hälfte beziehungsweise knapp zwei Drittel ihres Werts eingebüßt. Mit der Veröffentlichung von Eckdaten für das dritte Quartal wurde bekannt, dass Sartorius nun für 2023 einen Umsatzrückgang von etwa 17 Prozent erwartet. Davor hatte das Unternehmen von einem Rückgang "im niedrigen bis mittleren Zehner-Prozentbereich" gesprochen. Für die operative Ebitda-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) rechnet Sartorius nun mit etwas über 28 Prozent nach bisher rund 30 Prozent, was ebenfalls einen deutlicheren Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert als bisher bedeutet. Für 2024 erwartet Sartorius ein profitables Wachstum. Genaueres werden die Anleger aber erst im Januar erfahren. Allerdings hieß es auch, die Mittelfristziele würden aktuell überprüft und eine Aktualisierung werde ebenfalls Anfang kommenden Jahres mitgeteilt. JPMorgan-Experte Vosser sah die Umsatz- und mehr noch die operative Ergebnisentwickung beider Unternehmen im dritten Quartal klar unter den Erwartungen. Gleiches gelte für den neuen Jahresausblick. Oliver Metzger von der Investmentbank Oddo BHF attestierte Sartorius ein sehr schwaches drittes Quartal und hält die mittelfristigen Ziele für zu ambitioniert. Gleichzeitig sei die Aktie immer noch teuer, ergänzte Warburg-Analyst Michael Heider. Einige Experten sehen indes schon Licht am Ende des Tunnels. Nach den zuletzt vorsichtigen Kommentaren von Sartorius und von Branchenkollegen seien die nun reduzierten Jahresziele keine große Überraschung für ihn, schrieb etwa Odysseas Manesiotis von der Privatbank Berenberg. Den Kurseinbruch sollten Anleger als Einstiegsgelegenheit wahrnehmen. James Vane-Tempest vom US-Analysehaus Jefferies prognostiziert der Sartorius-Aktie zwar einige Schwankungen, bis sich die Trends wieder stabilisieren und mehr Klarheit herrscht. Doch die mittel- bis langfristigen Wachstumstrends der Branche seien intakt, betonte er./gl/ag/stk
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Q1 schlecht - Kapitalerhöhung?
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/SARTORIUS-STEDIM-BIOTECH-27471609/news/Sartorius-Stedim-Biotech-verzeichnet-niedrigeren-Gewinn-im-ersten-Quartal-Umsatz-sinkt-43547970/ Sartorius Stedim Biotech verzeichnet niedrigeren Gewinn im ersten Quartal; Umsatz sinkt 20.04.2023 | 07:26 (MT Newswires) -- Sartorius Stedim Biotech (DIM.PA) gab am Donnerstag bekannt, dass der Gewinn im ersten Quartal 2023 gesunken ist, während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Der Nettogewinn für die drei Monate, die am 31. März endeten, betrug 111,1 Millionen Euro, verglichen mit 270,2 Millionen Euro vor einem Jahr. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,43 Euro gegenüber 2,21 Euro. Die Umsatzerlöse des Life-Science-Unternehmens beliefen sich auf 726,1 Millionen Euro, verglichen mit 852,5 Millionen Euro. Die von Visible Alpha befragten Analysten hatten mit einem Nettogewinn von 192,8 Millionen Euro oder 2,09 Euro je Aktie gerechnet, während der Umsatz auf 856,2 Millionen Euro geschätzt wurde. Für 2023 wird mit einem Anstieg des Konzernumsatzes im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet. https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/SARTORIUS-AG-436559/news/COMPANY-TALK-Sartorius-halt-sich-Kapitalerhohung-bei-Stedim-offen-43549200/
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Kursrückgang nach Zukauf
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/SARTORIUS-AG-436559/news/Sartorius-Einheit-kauft-Polyplus-fur-2-4-Milliarden-Euro-von-Archimed-einer-Tochtergesellschaft-von-43389079/ (MT Newswires) -- Sartorius Stedim Biotech (DIM.PA) hat sich bereit erklärt, Polyplus für 2,4 Milliarden Euro zu kaufen, wie aus einem am Freitag eingereichten Bericht hervorgeht. Archimed und eine Tochtergesellschaft von Warburg Pincus verkaufen das französische Unternehmen, das Upstream-Technologien für Zell- und Gentherapien anbietet. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal erwartet, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen. Die Muttergesellschaft von Sartorius Stedim, Sartorius (SRT.F), sichert sich einen Überbrückungskredit von J.P. Morgan, um die Übernahme zu finanzieren.
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Zahlen 22
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/SARTORIUS-STEDIM-BIOTECH-27471609/news/Sartorius-Stedim-Biotech-verfehlt-im-GJ22-Gewinnschatzungen-wegen-nachlassendem-COVID-19-Schub-42815354/ Sartorius Stedim Biotech verfehlt im GJ22 Gewinnschätzungen wegen nachlassendem COVID-19 Schub 26.01.2023 | 07:30 (MT Newswires) -- Sartorius Stedim Biotech (DIM.PA) meldete am Donnerstag einen Gewinnanstieg für das Jahr 2022, dank eines breit angelegten Wachstums über das gesamte Portfolio und die verschiedenen Regionen hinweg, trotz des deutlichen Rückgangs in der COVID-19-Sparte. Der Nettogewinn für das Jahr erreichte 796,6 Millionen Euro bzw. 8,64 Euro je Aktie, verglichen mit 687,8 Millionen Euro bzw. 7,46 Euro je Aktie im Vorjahr. Die von Visible Alpha befragten Analysten hatten mit 823,5 Millionen Euro oder 8,93 Euro je Aktie gerechnet. Die Umsatzerlöse stiegen auf 3,49 Milliarden Euro von 2,89 Milliarden Euro und lagen damit leicht unter der Konsensschätzung von 3,52 Milliarden Euro. Für 2023 erwartet das Life-Science-Unternehmen ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Ohne Berücksichtigung des COVID-19-Geschäfts wird ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erwartet. Das Unternehmen bestätigte unterdessen "grundsätzlich" seine Prognose von über 35% Profitabilität für das Jahr 2025, während das Umsatzziel aufgrund von inflationsbedingten Preisänderungen auf etwa 4,4 Milliarden Euro angehoben wurde. Die Aktien von Sartorius Stedim Biotech fielen zum Börsenschluss am Mittwoch geringfügig.
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Häufig gestellte Fragen zur Sartorius Stedim Biotech Aktie und zum Sartorius Stedim Biotech Kurs

Der aktuelle Kurs der Sartorius Stedim Biotech Aktie liegt bei 188,20 €.

Für 1.000€ kann man sich 5,31 Sartorius Stedim Biotech Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Sartorius Stedim Biotech Aktie lautet SDMHF.

Die 1 Monats-Performance der Sartorius Stedim Biotech Aktie beträgt aktuell -8,90%.

Die 1 Jahres-Performance der Sartorius Stedim Biotech Aktie beträgt aktuell -15,33%.

Der Aktienkurs der Sartorius Stedim Biotech Aktie liegt aktuell bei 188,20 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -8,90% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Sartorius Stedim Biotech eine Wertentwicklung von -7,84% aus und über 6 Monate sind es 6,90%.

Das 52-Wochen-Hoch der Sartorius Stedim Biotech Aktie liegt bei 225,90 €.

Das 52-Wochen-Tief der Sartorius Stedim Biotech Aktie liegt bei 150,10 €.

Das Allzeithoch von Sartorius Stedim Biotech liegt bei 559,40 €.

Das Allzeittief von Sartorius Stedim Biotech liegt bei 5,16 €.

Die Volatilität der Sartorius Stedim Biotech Aktie liegt derzeit bei 43,70%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Sartorius Stedim Biotech in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 229,67 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +20,56%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 229,67 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +20,56%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Sartorius Stedim Biotech Kursziel beträgt 229,67 €. Das ist +20,56% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Sartorius Stedim Biotech 1 x zum Kauf, 2 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Sartorius Stedim Biotech Kursziel beträgt 229,67 €. Das ist +20,56% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Sartorius Stedim Biotech 1 x zum Kauf, 2 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 229,67 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von +20,56%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Sartorius Stedim Biotech Aktie bei 229,67 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der Sartorius Stedim Biotech Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 20,13 Mrd. €

Insgesamt sind 96,8 Mio Sartorius Stedim Biotech Aktien im Umlauf.

Am 06.05.2016 gab es einen Split im Verhältnis 1:6.

Am 06.05.2016 gab es einen Split im Verhältnis 1:6.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Sartorius Stedim Biotech bei 71%. Erfahre hier mehr

Sartorius Stedim Biotech hat seinen Hauptsitz in Frankreich.

Sartorius Stedim Biotech gehört zum Sektor Gesundheitswesen: Ausstattung u. Produkte.

Das KGV der Sartorius Stedim Biotech Aktie beträgt 102,65.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Sartorius Stedim Biotech betrug 2.780.000.000 €.

Ja, Sartorius Stedim Biotech zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 02.04.2025 eine Dividende in Höhe von 0,69 € gezahlt.

Zuletzt hat Sartorius Stedim Biotech am 02.04.2025 eine Dividende in Höhe von 0,69 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,36%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Sartorius Stedim Biotech wurde am 02.04.2025 in Höhe von 0,69 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,36%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 02.04.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,69 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.

Die Sartorius Stedim Biotech Aktie ist in den folgenden 1 großen ETFs enthalten:
  1. Frankfurter UCITS-ETF - Modern Value