Kommt der Frieden, könnten diese Aktien die großen Gewinner sein
Laut der UBS könnten mehrere Aktien stark profitieren, falls im Nahen Osten Frieden einkehrt. Vor allem Reise-, Transport- und Konsumtitel rücken plötzlich in den Fokus.
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch eine unbefristete Verlängerung der Feuerpause angekündigt. Die Schweizer Großbank UBS sieht mehrere Aktien, die bei einem Friedensschluss überdurchschnittlich profitieren könnten.
Laut CNBC hat UBS-Stratege Andrew Garthwaite dafür einen eigenen Bewertungsindex entwickelt. Dabei flossen das Rohstoffengagement im Nahen Osten, die Preissetzungsmacht der Unternehmen und ihre Anfälligkeit für frühere Versorgungsschocks ein. Zusätzlich berücksichtigte die UBS, wie stark einzelne Aktien seit Kriegsbeginn Ende Februar zurückgeblieben sind.
Wenn sich die Lage im Nahen Osten weiter entspannt, könnten Ölpreise sinken, Lieferketten stabiler werden und der Druck auf Verbraucher und Unternehmen nachlassen. Bereits nach dem Beginn der Feuerpause reagierten vor allem konjunktursensible Bereiche wie Transport, Reisen und Halbleiter auf die Entspannung besonders stark.
Besonders auffällig ist Southwest Airlines. Die Aktie war während des Kriegs zeitweise massiv unter Druck geraten. Aus Sicht der Banker könnte sie zu den klaren Gewinnern gehören, falls die Feindseligkeiten nicht wieder aufflammen. Auch United Parcel Service dürfte in einem ruhigeren geopolitischen Umfeld aufatmen, weil das Unternehmen sensibel auf Energiekosten und globale Handelsströme reagiert.
Mit Procter & Gamble taucht aber auch ein defensiverer Wert auf der Liste auf. Der Konsumgüterkonzern war zuletzt ebenfalls hinter seinen früheren Höchstständen zurückgeblieben. Die Analysten sehen Erholungspotenzial, wenn ein Friedensschluss den Inflationsdruck senkt und die Konsumstimmung stabilisiert. General Motors und Royal Caribbean gehören ebenfalls zu den Titeln, die laut dem Modell der Bank bei einer nachhaltigen Entspannung Rückenwind bekommen könnten.
Umgekehrt würde Frieden aus Sicht der UBS auch Verlierer produzieren. Besonders anfällig wären dann Aktien, die stark von Kriegs- und Krisenprämien profitiert haben. Dazu zählen laut der Analyse vor allem Rüstungswerte wie Lockheed Martin und RTX sowie Energiekonzerne wie Exxon Mobil und ConocoPhillips.
Je glaubwürdiger eine dauerhafte Entspannung im Nahen Osten wird, desto eher dürften Anleger aus klassischen Krisengewinnern herausgehen und in zurückgebliebene Reise-, Industrie- und Konsumtitel umschichten.
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