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PayPal baut um: Venmo könnte bis zu 11 Milliarden US-Dollar wert sein

PayPal sortiert sein Geschäft neu – und ausgerechnet Venmo rückt ins Zentrum. BofA sieht darin mehr als eine interne Neuordnung: Es könnte der erste Schritt zu größerem Umbau sein.
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Das Logo von Paypal vor der Zentrale.
Quelle: - ©iStock
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PayPal steht vor einer der wichtigsten Weichenstellungen seit Jahren. Nach Einschätzung von BofA Research ist die jüngste Neuorganisation des Zahlungsdienstleisters mehr als nur ein internes Aufräumen vor den Quartalszahlen. Im Zentrum steht Venmo, das künftig zusammen mit weiteren Verbraucherfinanzdiensten in einer eigenen Sparte gebündelt wird. Genau diese Struktur könnte PayPal (PayPal Aktie) strategisch flexibler machen – bis hin zu einer möglichen Abspaltung oder einem späteren Verkauf von Unternehmensteilen.

Die Analysten bleiben bei ihrer neutralen Einschätzung der Aktie und nennen ein Kursziel von 55 US-Dollar. Vom zuletzt genannten Kurs von 50,44 US-Dollar entspräche das einem Aufwärtspotenzial von rund 9 Prozent. Gleichzeitig macht der Report deutlich: Der eigentliche Werttreiber liegt weniger im klassischen Bezahlgeschäft als in der Frage, was PayPal mit Venmo und den angrenzenden Finanzangeboten vorhat.

BofA taxiert Venmo allein auf etwa 5 bis 6 Milliarden US-Dollar. Wird die neue Verbrauchersparte inklusive Kredit-, Spar-, Debit- und BNPL-Angeboten betrachtet, steigt die mögliche Bewertung nach Schätzung der Bank auf rund 8 bis 11 Milliarden US-Dollar. Damit wäre die Einheit groß genug, um für Investoren, Käufer oder eine eigenständige Struktur interessant zu werden.

Brisant ist auch der Blick auf die Kosten. Laut dem Report gab es unter dem früheren CEO bereits Vorbereitungen für einen möglichen Stellenabbau von 15 Prozent, der nach dem Führungswechsel zunächst gestoppt worden sei. BofA wertet das nicht als Entwarnung. Vielmehr könne die neue Struktur den Weg für einen späteren, gezielteren Sparkurs ebnen.

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Für PayPal-Chef Alex Chriss geht es damit um mehr als Effizienz. Der Konzern muss beweisen, dass er aus seiner riesigen Kundenbasis wieder Wachstum und Margenstärke herausholen kann. Venmo hat zwar eine starke Marke, erzielt pro aktivem Nutzer laut BofA aber deutlich weniger Umsatz als Vergleichsunternehmen wie Chime oder Cash App.

Bemerkenswert ist deshalb die Schlussfolgerung der Analysten: „The build path and the carve-out/spin paths are not mutually exclusive.“ Heißt: PayPal kann Venmo weiter ausbauen und sich zugleich die Option offenhalten, den Bereich später anders zu verwerten.

Für Anleger bleibt die Aktie damit ein Turnaround-Wert mit Fragezeichen. Die Bewertung wirkt moderat, die Bilanz solide. Doch BofA sieht noch zu wenig Beweise, dass der Umbau schon trägt. PayPal hat nun eine klarere Struktur – aber der Markt wird erst überzeugt sein, wenn daraus wieder spürbares Wachstum entsteht.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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