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China-KI vor dem Durchbruch: Morgan Stanley wittert die Geldflut

Der Hang Seng Tech Index steckt tief im Minus. Doch 2 neue KI-Aktien könnten frisches Kapital nach Hongkong ziehen.
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Die chinesische Flagge.
Quelle: - pixabay.com
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Der schwache Hang Seng Tech Index könnte neuen Schwung bekommen. Laut Morgan Stanley stehen mehr als eine Milliarde US-Dollar an möglichen Zuflüssen bevor. Auslöser ist die erwartete Aufnahme von 2 chinesischen KI-Unternehmen in den Technologieindex von Hongkong.

Der Hang Seng Tech Index hat in diesem Jahr um einen zweistelligen Prozentbereich eingebüßt. 

Zu den wenigen Gewinnern gehören Knowledge Atlas Technology und MiniMax. Beide Unternehmen entwickeln Modelle für generative künstliche Intelligenz. Seit ihren Börsengängen in Hongkong im Januar sind die Aktien stark gestiegen.

Morgan Stanley erwartet, dass beide Titel am 8. Juni in den Hang Seng Tech Index aufgenommen werden. Das könnte passive Zuflüsse von 1,25 Milliarden bis 1,75 Milliarden US-Dollar auslösen. Die Analysten erhöhten zugleich ihre Kursziele. Für Knowledge Atlas steigt das Ziel auf 990 Hongkong-Dollar (107,83 Euro). Für MiniMax liegt es nun bei 1.100 Hongkong-Dollar (119,82 Euro).

Knowledge Atlas betreibt die Zhipu AI. Die Modelle gelten vor allem bei Programmieraufgaben als stark. MiniMax punktet mit einer breiten Palette an KI-Fähigkeiten von Text- bis Audiogenerierung. Zudem ist MiniMax bei Nutzern des KI-Agenten OpenClaw beliebt, weil chinesische KI-Modelle meist günstiger sind als US-Angebote.

Kostenvorteil schrumpft jedoch

Laut Morgan Stanley sind die Zugriffskosten für chinesische KI-Modelle im ersten Quartal auf mindestens 17 Prozent der Preise vergleichbarer US-Modelle gestiegen. Im Vorjahr waren es nur 5 Prozent.

Die Analysten erwarten trotzdem starkes Wachstum. Jedes führende chinesische KI-Modell könnte in diesem Jahr mindestens eine Milliarde US-Dollar Umsatz erzielen. Im kommenden Jahr dürfte sich der Umsatz aus Sicht der Bank mehr als verdoppeln.

Morgan Stanley sieht darin einen Strukturwandel für Hongkongs Aktienmarkt. KI- und große Sprachmodell-Unternehmen dürften Indexzusammensetzung, Performance, Liquidität und Kapitalflüsse stärker prägen.

Laut der Bank entfallen bereits 40 Prozent der bisherigen Emissionserlöse in Hongkong auf den Technologiesektor. Zudem macht die Branche 43 Prozent der Pipeline für Börsengänge aus.

Die bisherigen Schwergewichte schwächeln 

Tencent und Alibaba, die größten Werte im Hang Seng Tech Index, haben in diesem Jahr jeweils zweistellige Kursverluste verzeichnet. Alibaba bleibt für Morgan Stanley dennoch die bevorzugte chinesische Internetaktie. Die Analysten verweisen auf die breite Rolle des Konzerns im KI-Ökosystem. Alibaba ist im Cloud-Computing aktiv und entwickelt eigene KI-Modelle.

Für Anleger wird Hongkong damit spannender. Der Hang Seng Tech Index steckt zwar tief im Minus. Doch neue KI-Werte könnten frisches Kapital anziehen und den Markt langfristig verändern.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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