Meta zahlt den KI-Preis: Alphabet wird zum Liebling der Wall Street
Big Tech verdient weiter kräftig am KI-Boom. Doch Anleger kaufen nicht mehr blind jede Story. Alphabet wird gefeiert, Meta abgestraft. Jetzt entscheidet sich, wer wirklich vom KI-Rausch profitiert.
Anleger belohnen Unternehmen, die ihre KI-Ausgaben schnell in Wachstum verwandeln. Dagegen bestrafen sie nun des Öfteren Konzerne, bei denen die Rendite der Milliardeninvestitionen unklar bleibt.
Besonders deutlich zeigte sich das bei Alphabet (Alphabet C Aktie) und Meta. Die Alphabet-Aktie sprang nach oben. Ein starkes Wachstum bei der Google (Alphabet A Aktie) Cloud trieb die Aktie an. Seit Jahresbeginn liegt der Titel über 20 Prozent im Plus. Damit ist Alphabet der stärkste Wert unter den großen US-Technologiekonzernen.
Meta verlor dagegen trotz guter Zahlen an Börsenwert. Anleger zweifelten am Versprechen von Konzernchef Mark Zuckerberg, dass sich die rasant steigenden Investitionen später auszahlen werden. Besonders kritisch sehen Investoren, dass Meta einen wachsenden Teil der Ausgaben über Schulden finanziert.
Bob Savage, Leiter der Makrostrategie bei BNY, sieht darin die neue Logik des KI-Handels. Wer Geld aufnehmen müsse, um weiter in KI-Rechenzentren und Chips zu investieren, werde bestraft. Wer genug Barmittel habe und mit Investitionen bereits Geld verdiene, werde belohnt.
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Mehr als 3 Jahre nach Beginn des KI-getriebenen Bullenmarktes bleiben 2 Säulen intakt. Die Gewinne der großen Technologiekonzerne wachsen deutlich stärker als der breite Markt. Gleichzeitig fließt weiter enormes Kapital in KI-Infrastruktur. Doch Investoren trennen stärker zwischen echten Profiteuren und teuren Hoffnungsträgern.
Laut Bloomberg Intelligence steuern die Magnificent Seven im ersten Quartal auf ein Gewinnwachstum von 57 Prozent zu. Zu Beginn der Berichtssaison waren nur 18 Prozent erwartet worden. Der Rest des S&P 500 kommt voraussichtlich auf rund 16 Prozent.
Apple stellte für das laufende Quartal ein Umsatzwachstum von bis zu 17 Prozent in Aussicht. Amazon meldete das schnellste Quartalswachstum seiner Cloud-Sparte seit mehr als 3 Jahren.
Nicht alle Schwergewichte profitierten
Die Microsoft-Aktie verlor auch, nachdem der Konzern für 2026 Investitionen von 190 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Das überschattete den positiven Ausblick für das Cloud-Geschäft Azure.
Auch Nvidia (Nvidia Aktie) geriet zuletzt unter Druck. Der Konzern bleibt zwar zentral für den KI-Boom. Doch Anleger sorgen sich um mögliche Marktanteilsverluste. Alphabet, Amazon und Qualcomm (Qualcomm Aktie) treiben eigene KI-Chips voran und erhöhen damit den Wettbewerbsdruck.
Serge Nussbaumer, Kapitalmarktexperte bei Maverix, sieht auf Sicht von 12 Monaten Alphabet und Meta vor Amazon und Microsoft. Alphabet und Meta könnten die eingesetzten KI-Kosten bereits heute am überzeugendsten monetarisieren.
Alphabet profitiere von der Stärke der Suche, der Dynamik der Cloud und der sinkenden Angst vor KI-Disruption. Meta zeige trotz hoher Investitionen eine direkte operative Hebelwirkung in Werbung und Monetarisierung.
Amazon und Microsoft bleiben aus Sicht von Maverix starke Qualitätswerte. Der Markt reagiere bei beiden aber derzeit empfindlicher auf Investitionen, Margen und freien Cashflow.
Fazit
Für Anleger wird die KI-Rallye damit anspruchsvoller. Der Markt kauft nicht mehr blind jede Wachstumsstory. Wer steigende Ausgaben nicht schnell genug in Ertrag übersetzt, gerät unter Druck.
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