Tencent & Alibaba drehen auf – aber diese Gefahr ignorieren Anleger komplett
Chinas Tech-Riesen feiern eine gigantische KI-Rallye, doch die wirtschaftliche Realität bleibt heikel. Verbraucher zögern, die Politik bremst und große Konzerne trainieren ihre KI-Modelle heimlich im Ausland, um US-Sanktionen zu umgehen.
Chinas Aktienrallye hält an. Doch es stellt sich die Frage: Wie lange noch? Der Aufschwung steht auf wackligem Fundament. Das Vertrauen der Verbraucher bleibt schwach, die Sparquote hoch. Der Immobiliencrash, der ganze Generationen belastet, und Überkapazitäten im verarbeitenden Gewerbe dämpfen die Erholung spürbar.
Die Regierung steht vor einem Balanceakt: Sie will den Konsum stärken, ohne die Finanzmärkte übermäßig zu befeuern. Das schrieb Finn Stewart, Global-Equity-Analyst bei Amova AM.
Alibaba und Tencent setzen voll auf KI
China will seine KI-Fähigkeiten ausbauen und sich unabhängiger von ausländischer Technologie machen. Einige Halbleiterwerte sind laut Stewart so hoch bewertet, dass ihre Kurse kaum noch zu rechtfertigen sind. Gleichzeitig melden große Internetplattformen erste Erfolge.
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Alibaba steigert seine Cloud-Umsätze um fast 30 Prozent. Unternehmen migrieren schneller in die Cloud und setzen stärker auf KI-Workloads. Tencent fokussiert sich wegen des begrenzten Zugangs zu High-End-Chips auf eigene KI-Anwendungen innerhalb seiner Gaming-Sparte, wo künstliche Intelligenz Effizienz und Leistung deutlich verbessert.
Reichweite ist da – jetzt muss die Monetarisierung folgen
Tencent, Alibaba und ByteDance sind tief im Alltag der Menschen verankert. Kommunikation, Zahlungssysteme, Shopping oder Unterhaltung läuft über ihre Plattformen.
Tencent Music stellt das Geschäftsmodell auf Abonnements um. Trip.com profitiert von Pekings Strategie, Konsum und heimischen Tourismus zu stärken. Sollte sich die Nachfrage nach Dienstleistungen weiter erholen, könnte Trip.com zu den größten Gewinnern zählen. Beide Unternehmen seien weitgehend vor globalen Handelsspannungen geschützt und eng an Chinas Binnenstrategie ausgerichtet.
Einige Bereiche des Marktes, besonders die Halbleiter-Lieferketten, wirken überteuert. Dort liegen die Kurs-Gewinn-Verhältnisse auf Niveaus, die sich kaum erklären lassen. Im Gegensatz dazu erscheinen die großen Internetplattformen fair bewertet.
Trotz der ungleichmäßigen Erholung gibt es laut Stewart robuste Binnenmarkt-Unternehmen, die langfristig Wert schaffen können.
Chinas KI-Modelle wandern ins Ausland
Wie die Financial Times (FT) berichtet, trainieren Unternehmen wie Alibaba und ByteDance ihre neuesten großen Sprachmodelle zunehmend in Rechenzentren in Südostasien. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der FT, dass dies eine Reaktion auf die strengen US-Beschränkungen sei. Seit die USA im April den Verkauf des Nvidia-H20-Chips limitiert haben, habe das Offshore-Training deutlich zugenommen.
Dem Bericht zufolge mieten chinesische Tech-Konzerne Rechenzentren, die im Besitz ausländischer Unternehmen sind. Eine Ausnahme sei DeepSeek. Das Unternehmen habe sich vor den Exportverboten einen großen Bestand an Nvidia-Chips gesichert und könne seine Modelle weiterhin im Inland trainieren.
DeepSeek arbeite zudem mit chinesischen Chipproduzenten unter Führung von Huawei, um die nächste Generation inländischer KI-Chips zu entwickeln und zu optimieren.
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