Norwegens Staatsfonds warnt vor Risiken durch KI-Euphorie und Geopolitik

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Die Flagge von Norwegen.
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Der Chef des norwegischen Staatsfonds sieht eine gefährliche Gemengelage für die Finanzmärkte. Neben einer möglichen Überbewertung im KI-Sektor nennt Nicolai Tangen auch geopolitische Spannungen, Zölle und Lieferkettenprobleme als zentrale Risiken für Anleger.
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Wenn der Chef des größten Staatsfonds der Welt vor zunehmenden Risiken an den Kapitalmärkten warnt, dürfte das viele Anleger aufhorchen lassen. Nicolai Tangen, Chef des norwegischen Staatsfonds, sieht derzeit eine besonders heikle Kombination aus einer möglichen Blasenbildung rund um Künstliche Intelligenz und wachsenden geopolitischen Spannungen.

Der norwegische Staatsfonds verwaltet nach eigenen Angaben rund 2,1 Billionen US-Dollar und zählt damit zu den einflussreichsten Investoren weltweit. Wie Bloomberg berichtete, hat der Fonds verschiedene Stressszenarien durchgerechnet, die erhebliche Verluste für das Portfolio zur Folge haben könnten.

Demnach könnte eine platzende KI-Blase den Wert des Fonds im Extremfall um bis zu 35 Prozent drücken. Noch schwerer würde laut den Szenarien ein geopolitischer Schock wiegen: Globale Investitionsbeschränkungen und harte Zölle könnten demnach sogar einen Rückgang von bis zu 37 Prozent auslösen.

Der norwegische Staatsfonds ist in rund 7.000 Unternehmen in 60 Ländern investiert und hält etwa 1,5 Prozent aller weltweit börsennotierten Aktien. Damit gilt er als wichtiger Gradmesser für die Risiken an den internationalen Märkten.

Werte aus dem Artikel:
Apple Aktie 315,20 $ 0,00%
Microsoft Aktie 441,29 $ -4,18%
Nvidia Aktie 222,81 $ -0,69%

Besonders groß ist die Abhängigkeit von den USA. Mehr als die Hälfte des Fondsvermögens ist dort angelegt. Zu den größten Beteiligungen zählen Nvidia (Nvidia Aktie), Apple, Microsoft und Alphabet (Alphabet C Aktie), also ausgerechnet jene Technologiekonzerne, die derzeit als wichtigste Treiber des KI-Booms gelten. Sollte die Euphorie in diesem Segment kippen, wären die Folgen entsprechend weitreichend.

Tangen macht zudem deutlich, dass die Märkte aus seiner Sicht ungewöhnlich anfällig geworden seien. Als zusätzliche Belastungsfaktoren nennt er Inflationsdruck sowie mögliche neue Störungen in den Lieferketten infolge des Kriegs im Nahen Osten.

Autor: sbh-Redaktion/FH



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