KI-Boom vor dem Härtetest: Diese Termine entscheiden jetzt über die nächste Gewinnstufe
Die Berichtssaison startet mit Rückenwind. Doch die wahre Story spielt sich bei Chips ab. Broadcom hat geliefert, jetzt müssen TSMC, ASML, Infineon und Nvidia zeigen, ob der KI-Boom wirklich trägt.
Die Berichtssaison startet diesmal mit ungewöhnlich viel Rückenwind. Für den S&P 500 wird im ersten Quartal 2026 derzeit ein Gewinnwachstum von 13,2 Prozent erwartet. Damit würde der Index zum sechsten Mal in Folge ein zweistelliges Gewinnplus erzielen.
Die Stärke kommt allerdings nicht aus dem gesamten Markt. Sie konzentriert sich vor allem auf Technologie und Halbleiter. Im Informationstechnologie-Sektor werden 45,1 Prozent Gewinnwachstum erwartet.
Bei Halbleitern und Chipausrüstern liegen die Prognosen sogar bei 95 Prozent mehr Gewinn und 50 Prozent mehr Umsatz. Der eigentliche Motor dieser Berichtssaison sind damit jene Unternehmen, die direkt oder indirekt vom Boom rund um künstliche Intelligenz profitieren.
Broadcom hat bereits gezeigt, was der Markt sehen will. Der Konzern meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 19,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 29 Prozent. Der Umsatz mit künstlicher Intelligenz legte sogar um 106 Prozent auf 8,4 Milliarden US-Dollar zu. Für das zweite Quartal stellte Broadcom bereits 10,7 Milliarden US-Dollar Umsatz mit KI-Halbleitern in Aussicht. Das signalisiert, dass sich die Nachfrage nach KI-Infrastruktur weiter beschleunigt.
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Die nächsten Schlüsseltermine
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company lädt am 16. April zur Quartalskonferenz und hatte zuletzt für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 34,6 bis 35,8 Milliarden US-Dollar sowie hohe Margen in Aussicht gestellt. Besonders wichtig ist auch das Investitionsbudget von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar für 2026.
ASML veröffentlicht bereits am 15. April seine Zahlen und erwartet für das erste Quartal einen Umsatz von 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro. Für Anleger zählt hier vor allem der Ausblick. Das Management hatte betont, dass viele Kunden ihre Kapazitätspläne wegen robuster KI-Nachfrage deutlich angehoben haben.
Infineon wiederum zeigt die deutsche Seite des Booms. Der Konzern betont, es gebe "keine KI ohne Power", und will seinen KI-Umsatz bis 2027 deutlich steigern. Zahlen gibt es vorraussichtlich am 5. Mai.
Nvidia folgt später, bleibt aber der emotionale Höhepunkt der Saison. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 20. Mai angekündigt. Für das laufende Quartal stellte der Konzern 78 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht. Am Ende läuft diese Berichtssaison darauf hinaus, ob die Lieferkette jene enorme Nachfrage bestätigt, die Nvidia (Nvidia Aktie) bereits vorgemacht hat.
Genau darin liegt der Kern dieser Wochen
Die Berichtssaison entscheidet nicht, ob künstliche Intelligenz weiter ein großes Thema an der Börse bleibt. Sie entscheidet, ob der Markt bereit ist, der Chipindustrie eine weitere Stufe beim Gewinnwachstum zuzutrauen.
Denn trotz der starken Schätzungen bleibt die Abhängigkeit des Gesamtmarkts von wenigen Technologie- und Halbleiter-Schwergewichten hoch. Zugleich können geopolitische Spannungen, steigende Energiekosten und neue Zweifel an den Bewertungen großer Technologiewerte die Kurse jederzeit wieder unter Druck setzen.
Wer in dieser Berichtssaison nur auf den Gesamtmarkt schaut, übersieht deshalb die eigentliche Geschichte. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob die Gewinne steigen. Die entscheidende Frage ist, ob die Halbleiterbranche erneut beweist, dass sie das Rückgrat des nächsten Börsenkapitels bleibt.
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