Novo Nordisk ist ein dänisches Pharmaunternehmen, das auf Diabetes- und Hormontherapien spezialisiert ist.
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Sven Wagner Sven Wagner
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Sven ist seit 2012 Redakteur bei ARIVA.DE. Sein weitreichendes Interesse an Kryptowährung und dem Finanzmarkt helfen ihm dabei, die aktuellsten Themen zu recherchieren und für die Community aufzubereiten.

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Novo Nordisk meldet zehn Todesfälle durch Abnehmspritzen in den USA

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat über zehn Todesfälle in den USA berichtet, die in Verbindung mit apothekengefertigten Semaglutid-Präparaten stehen. Zudem mussten mehr als 100 Menschen wegen der Einnahme solcher Medikamente, die auf dem Wirkstoff von Wegovy und Ozempic basieren, in Krankenhäusern behandelt werden. Der Konzern sieht durch die individuellen Rezepturen erhebliche Sicherheitsrisiken und warnt vor Verunreinigungen, die etwa anaphylaktische Schocks auslösen könnten.
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Novo Nordisk, Hersteller der bekannten Präparate Wegovy und Ozempic, hat bestätigt, dass in den USA mindestens zehn Menschen nach der Einnahme von apothekengefertigten Semaglutid-Präparaten gestorben sind. Über 100 Personen wurden aufgrund schwerer Nebenwirkungen stationär behandelt. Die sogenannten „compounded drugs“ werden in Apotheken unter speziellen Umständen hergestellt, um Engpässe bei Originalpräparaten zu kompensieren. Dies war notwendig, da Wegovy und Ozempic aufgrund der großen Nachfrage – sowohl als Diabetes- als auch als Abnehmmittel – über Monate hinweg nur eingeschränkt verfügbar waren.

Der Konzern zeigte sich über die Sicherheitsrisiken beunruhigt, die bei solchen Präparaten bestehen können. Der Finanzvorstand Karsten Munk Knudsen erklärte, dass man mehrere zusammengesetzte Produkte analysiert habe und dabei auf verschiedene Sicherheitsbedenken gestoßen sei. Die Modifikation der Rezepturen und potenzielle Verunreinigungen könnten schwerwiegende Gesundheitsgefahren nach sich ziehen. Novo Nordisk Deutschland wies darauf hin, dass andere Anbieter Rezepturen von Semaglutid anboten, die teils erhebliche Gesundheitsrisiken darstellen könnten.

Hintergrund der Apothekenherstellung in den USA

In den USA dürfen Apotheken bestimmte Arzneimittel selbst anfertigen, wenn es sich um Produkte handelt, die zeitweise knapp sind. Diese Praxis war erforderlich, um die hohe Nachfrage nach Wegovy und Ozempic zu decken, die in der Behandlung von Diabetes sowie zur Gewichtsreduktion zunehmend Anwendung finden. Aktuell sind die beiden Produkte laut der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) wieder besser verfügbar. Novo Nordisk betont, dass man die Produktionskapazitäten ausgeweitet habe, um die Verfügbarkeit langfristig zu sichern.

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Gefälschte Präparate als weitere Herausforderung

Neben den apothekengefertigten Produkten kursieren weltweit auch gefälschte Versionen von Ozempic und Wegovy. Der illegale Handel mit solchen Lifestyle-Medikamenten nimmt laut einem US-Behördenvertreter eine bislang nicht gekannte Dimension an. Auch in Deutschland und Österreich wurden entsprechende Fälschungen entdeckt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat daher Apotheker angewiesen, die Echtheit der Verpackungen sorgfältig zu überprüfen. Zu möglichen Todesfällen durch gefälschte Produkte äußerte sich Novo Nordisk bisher nicht.

Positive Geschäftsentwicklung des Unternehmens

Trotz der Herausforderungen durch illegale und apothekengefertigte Präparate konnte Novo Nordisk sein Wachstum fortsetzen. Im dritten Quartal 2023 stieg der Umsatz des Unternehmens um 21 Prozent auf 71,3 Milliarden dänische Kronen (rund 9,6 Milliarden Euro). Der Gewinn kletterte um mehr als ein Fünftel auf 27,3 Milliarden Kronen. Diese Entwicklungen übertrafen die Prognosen der Analysten. Der weltweite Erfolg von Wegovy und Ozempic hat erheblich zum Umsatzplus beigetragen und stärkt die Marktposition des Unternehmens.

Quellen: manager-magazin.de, reuters


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