Turnschuhe der Marke Nike.
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Nike-Comeback? Analyst sieht Wendepunkt nach jahrelanger Schwächephase

Wells Fargo sieht Nike vor einer überraschenden Trendwende und setzt trotz schwacher Klassiker auf neue Modelle und eine spürbar bessere Gewinnperspektive.
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Die US-Großbank Wells Fargo (Wells Fargo Aktie) zeigt sich erstmals seit Längerem wieder optimistisch für Nike (Nike Aktie). Der Sportartikelkonzern, dessen Aktie seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren hat, könnte laut Analyst Ike Boruchow vor einer grundlegenden Erholung stehen. Er stuft das Papier von Equal Weight auf Overweight hoch und erhöht zugleich das Kursziel von 60 auf 75 US-Dollar.

Boruchow, der laut TipRanks.com mit einer Erfolgsquote von 49 Prozent und einem durchschnittlichen Return von 6,4 Prozent zu den besten 20 Prozent der mehr als 10.000 erfassten Wall-Street-Analysten gehört, sieht klare Signale, dass Nikes operative Talsohle erreicht sein könnte.

Gewinnzahlen stabilisieren sich – negative Revisionen sollen enden

Seit mehr als drei Jahren befindet sich Nike in einem Zyklus fallender Gewinn- und Umsatzschätzungen. Doch genau dieser Trend könnte sich in den kommenden sechs bis neun Monaten umkehren, so Boruchow. Er spricht von einer deutlich verbesserten Visibilität hinsichtlich der Ertragslage und hebt seine Gewinnprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 an.

"Nike war über drei Jahre in einem negativen Revisionszyklus, und wir erwarten eine Trendwende im kommenden Jahr", schrieb Boruchow. "Wir können nun realistische Prognosen für eine Rückkehr zu Wachstum entwerfen, während sich zugleich bedeutende Margenhebel entfalten. Anders formuliert: Nike könnte das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent und einer Bruttomargenexpansion von 200 Basispunkten abschließen."

Gegenwind lässt nach – Klassiker schwächeln weniger stark

Ein wesentlicher Belastungsfaktor der vergangenen Quartale war der deutliche Umsatzrückgang im Bereich der "Classics", insbesondere Linien wie Air Force 1 und Air Jordan 1. Boruchow erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von 11,5 Milliarden US-Dollar in diesem Segment. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet er jedoch mit einer Reduktion auf 9 Milliarden US-Dollar.

Neue Modelle sorgen für Rückenwind – Non-Classics im Aufschwung

Während die Klassiker-Sparte schwächelt, sieht Boruchow das Potenzial insbesondere im Bereich der "Non-Classics". Modelle wie der Nike Vomero oder der Pegasus hätten in den vergangenen Monaten deutlich an Zugkraft gewonnen.

"Unsere Berechnungen zeigen, dass sowohl das Footwear-Segment als auch der Rest des Geschäfts im ersten Quartal spürbar angezogen haben", heißt es weiter. Ein Teil des Wachstums sei zwar auf höhere Wholesale-Lieferungen zurückzuführen, dennoch zeige sich klar, dass die erneuerten Silhouetten zu stärkerem Absatz beitragen und den Turnaround glaubwürdig unterstützen.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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