MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Beteiligungsgesellschaft Mutares ist bei der Überprüfung ihres Jahresabschlusses 2023 durch die Finanzaufsicht Bafin glimpflich davongekommen. So habe ein Vermerk zur Restlaufzeit von Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Anhang gefehlt, teilten Bafin und Mutares am Dienstag mit. Dieser soll einen besseren Einblick in die kurzfristige Liquiditätslage des Unternehmens ermöglichen und ist gesetzlich vorgeschrieben.
Für dich zusammengefasst:
Mutares hat die Prüfung durch Bafin abgeschlossen.
Ein Vermerk zur Restlaufzeit von Forderungen fehlte.
Die Aktie von Mutares verzeichnete im Jahresverlauf Verluste.
Mutares erklärte, die entsprechende Angabe sei in den veröffentlichten Jahresabschlüssen 2024 und 2025 bereits ergänzt, einschließlich einer rückwirkenden Darstellung zum 31. Dezember 2023. Damit habe Mutares dem Informationsinteresse im Hinblick auf die Restlaufzeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen bereits vor dem Abschluss der Prüfung durch die Bafin vollständig Rechnung getragen.
Das Unternehmen ergänzte, die Prüfung der Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht seien von der Bafin ohne Beanstandungen abgeschlossen worden.
Die im Kleinwertesegment SDax notierte Aktie gewann zum Handelsauftakt knapp vier Prozent, bevor sie einen guten Teil der Gewinne wieder abgab. Zuletzt lag das Papier noch knapp ein Prozent im Plus.
Vor knapp einem Jahr hatte die Bafin eine Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht eingeleitet, weil die Behörde konkrete Anhaltspunkte dafür sah, dass Mutares gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen haben könnte. Die Aktie war daraufhin zeitweise um mehr als ein Fünftel eingeknickt. Davon hat sich der Kurs bislang nicht richtig erholt. So verzeichnet die Aktie in den vergangenen 12 Monaten Verluste von weiterhin rund 22 Prozent, im laufenden Jahr liegt das Papier leicht im Minus.
Mutares hatte im Frühjahr 2025 schon einmal mit Bilanzproblemen verschreckt. Da musste die Gesellschaft die Vorlage ihres testierten Konzern- und Jahresabschlusses für 2024 verschieben. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte habe ihre Arbeiten aufgrund "komplexer Sondersachverhalte" nicht planmäßig abschließen können, hieß es damals zur Begründung. Auch die Hauptversammlung wurde verschoben. Wegen der verspäteten Bilanzvorlage flog Mutares vorübergehend aus dem Kleinwerte-Index SDax ./nas/mne/jha/
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