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| Geld/Brief | - / - |
| Spread | - |
| Schluss Vortag | 27,00 € |
| Gehandelte Stücke | 50.561 |
| Tagesvolumen Vortag | 967.012,4 € |
| Tagestief 26,55 € Tageshoch 27,20 € | |
| 52W-Tief 23,25 € 52W-Hoch 35,10 € | |
| Jahrestief 23,25 € Jahreshoch 35,10 € | |
| Umsatz in Mio. | 4.813 € |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | -466,30 € |
| Jahresüberschuss in Mio. | 307,60 € |
| Umsatz je Aktie | 220,94 € |
| Gewinn je Aktie | 14,25 € |
| Gewinnrendite | +6,39% |
| Umsatzrendite | +6,39% |
| Return on Investment | +5,93% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 587,11 € |
| KGV (Kurs/Gewinn) | 2,11 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | 1,08 |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 0,13 |
| Eigenkapitalrendite | +51,15% |
| Eigenkapitalquote | +11,60% |
| Discount-Zertifikate | 81 | |
| Aktienanleihen | 16 |
| Knock-Outs | 68 | |
| Optionsscheine | 57 | |
| Faktor-Zertifikate | 11 |
| Dividendenrendite 6,97% |
| Auszahlungen/Jahr 1 |
| Jährlicher 14,87% (5 Jahre) Dividendenzuwachs 9,83% (10 Jahre) |
| Ausschüttungs- 52,57% (auf den Gewinn/FFO) quote |
| Datum | Dividende |
| 06.07.2026 | 2,00 € |
| 03.07.2025 | 2,00 € |
| 05.06.2024 | 2,25 € |
| 11.07.2023 | 1,75 € |
| 18.05.2022 | 1,50 € |
| 21.05.2021 | 1,50 € |
| 19.05.2020 | 1,00 € |
| 24.05.2019 | 1,00 € |
| 03.07.2026 | Ordentliche Hauptversammlung 2026 | |
| 12.05.2026 | Veröffentlichung Quartalsmitteilung Q1 2026 | |
| 28.04.2026 | Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2025 |
| Ø Kursziel | Akt. Kurs | Abstand |
|---|---|---|
| 39,00 € | 27,05 € | 44,18% |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 26,50 € | -0,75% | 26,70 € | 31.07.26 | |
| Frankfurt | 26,85 € | -0,92% | 27,10 € | 31.07.26 | |
| Gettex | 27,00 € | +0,19% | 26,95 € | 31.07.26 | |
| Hamburg | 26,85 € | -0,56% | 27,00 € | 31.07.26 | |
| Hannover | 26,85 € | -0,37% | 26,95 € | 31.07.26 | |
| L&S RT | 26,825 € | -0,28% | 26,90 € | 31.07.26 | |
| München | 27,05 € | +0,74% | 26,85 € | 31.07.26 | |
| Nasdaq OTC Other | 31,70 $ | -6,38% | 33,86 $ | 23.07.26 | |
| Quotrix | 26,60 € | -1,66% | 27,05 € | 31.07.26 | |
| Stuttgart | 26,65 € | -0,74% | 26,85 € | 31.07.26 | |
| Tradegate | 26,60 € | -1,30% | 26,95 € | 31.07.26 | |
| Wien | 26,85 € | -0,74% | 27,05 € | 31.07.26 | |
| Xetra | 26,70 € | -1,11% | 27,00 € | 31.07.26 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 31.07.26 | 26,90 | 32.608 |
| 30.07.26 | 27,00 | 0,97 M |
| 29.07.26 | 27,00 | 1,10 M |
| 28.07.26 | 26,85 | 1,28 M |
| 27.07.26 | 27,15 | 0,63 M |
| 24.07.26 | 27,05 | 0,55 M |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 27,05 € | -0,55% |
| 1 Monat | 28,20 € | -4,61% |
| 6 Monate | 32,55 € | -17,36% |
| 1 Jahr | 30,35 € | -11,37% |
| 5 Jahre | 21,8615 € | +23,05% |
| Marktkapitalisierung | 587,11 Mio. € |
| Streubesitz | 77,41% |
| Währung | EUR |
| Land | Deutschland |
| Sektor | Finanzdienstleistung |
| Branche | Vermögensmanagement |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +7,44% | Institutionelle Aktionäre |
| +77,41% | Streubesitz |
| +69,98% | Individuelle Aktionäre |
Das Management ist extrem optimistisch und hat die mittelfristigen Ziele massiv angehoben:
25 % jährliches Wachstum: Sowohl beim Konzernumsatz als auch beim Holding-Gewinn soll es bis 2030 jedes Jahr um durchschnittlich 25 % nach oben gehen.
Globaler Fokus: Das Wachstum soll vor allem durch die Expansion in den USA und Asien getrieben werden. Das bedeutet: Die Transaktionswelle fängt gerade erst an.
Prognose 2026: Für das laufende Jahr erwartet Mutares einen Holding-Gewinn von 165 Mio. € bis 200 Mio. €. Das ist ein gewaltiger Sprung von den jetzigen 130 Mio. €.
Bisher ging der Markt davon aus, dass Mutares die teure 23/27er Anleihe einfach nur durch eine neue, günstigere Anleihe ersetzt ("Refinanzierung").
Die neue Ansage: Mutares will die Schuldenlast der Holding aktiv verringern. Das Ziel von 250 bis 300 Mio. € Gesamtschulden bedeutet, dass man die Liquidität aus den jüngsten Exits (Relobus, inTime, Peugeot etc.) nutzt, um Schulden zu tilgen, anstatt sie nur umzuschichten.
Der Quartals-Plan: Ab Q2 2026 pro Quartal mindestens 25 Mio. € zurückzukaufen, ist ein extrem starkes Signal. Es zeigt, dass Mutares mit einem konstanten und sehr hohen Cashflow aus weiteren Exits im Jahr 2026 rechnet.
Dass Mutares die Gläubiger um Zustimmung bittet und dafür eine "Prämie" zahlt, deutet darauf hin, dass sie die Bedingungen der Anleihe flexibler gestalten wollen, um diese Rückkäufe einfacher oder in größerem Stil durchführen zu können.
Die 1,50 % "Lockvogel-Prämie": Mutares ist bereit, Geld in die Hand zu nehmen (ca. 3,75 Mio. € bei 250 Mio. € Volumen), um die Zustimmung bis zum 5. April 2026 zu sichern. Das zeigt, wie eilig und wichtig ihnen dieser Schuldenabbau ist.
Mutares hat offenbar gegen Regeln bezüglich „Restricted Payments“ oder spezifische Verschuldungskennzahlen verstoßen. In den Bedingungen der 2023/2027er Anleihe ist genau festgelegt, wie viel Geld Mutares für Dividenden oder neue Zukäufe ausgeben darf, abhängig davon, wie hoch der Cash-Bestand und der Gewinn sind.
Durch die extrem hohe Schlagzahl (viele Zukäufe wie SABIC und die geplante hohe Dividende) wurden diese Grenzen – vermutlich unbeabsichtigt – überschritten. Man spricht hier von einem „Technical Default“.
Das war 2024 schon einmal so (siehe Geschäftsbericht).
Dass Mutares proaktiv an die Gläubiger herantritt und eine Zustimmungsgebühr (Consent Fee) von 1,50 % anbietet, ist eine klassische Flucht nach vorn.
Damit sichert sich Mutares die Zustimmung fast garantiert. Welcher Anleihegläubiger sagt nein zu einer Extrazahlung von 1,5 % für eine rein technische Regelanpassung, während das Unternehmen gleichzeitig Rekordgewinne verkündet?
Sobald die Gläubiger bis zum 5. April zustimmen, ist das Thema rechtlich „geheilt“. Der Weg für die 2,00 € Dividende ist damit frei. Ohne diese Anpassung hätten die Gläubiger die Dividende theoretisch blockieren können.
Die Regelverletzung ist ein „Wachstumsschmerz“. Mutares ist schlicht schneller gewachsen, als das alte Vertragswerk der Anleihe erlaubt hat. Durch das Angebot der 1,5 % Gebühr wird dieser Fehler teuer, aber effektiv korrigiert.
@aramed
bei der letzten HV im Juli 25 bin ich genau deswegen an das Rednerpult und habe Hr. Friedrich danach gefragt. Er hat gesagt, dass MUX in Q1 2026 die Refinanzierung der Anleihe regeln wird. Damals - so meine Erinnerung - wollte er die Anleihe ablösen und die Verschuldung runter fahren. Ob der SABIC-Deal und die Finanzierung da schon am Horizont war, weiß ich nicht. Da kommt also noch etwas:
Wenn Mutares die Anleihe NO0012530965 zum 31.03.2026 kündigt, zahlen sie laut Bedingungen 102,25 % (oder 102,20 % je nach Rundung) zurück.
Zusatzkosten: Auf das Volumen von 250 Mio. € sind das 5,6 Mio. € "Strafe" für die vorzeitige Kündigung.
Gegenrechnung: Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr (bis März 2027) spart ein um 2,5 % niedrigerer Zins genau diese 6,25 Mio. € ein.
Ergebnis: Bei "nur" 2,5 % Zinsersparnis wäre das fast ein Nullsummenspiel (Cash-Neutralität). Mutares würde lediglich die Bilanz optisch verschönern, aber kaum echtes Geld sparen.
Hier kommt die entscheidende Veränderung der Bonität (Kreditwürdigkeit) ins Spiel. Das Risiko ist heute (Januar 2026) objektiv niedriger als bei der Emission 2023:
Der "SDAX-Effekt": Mutares ist kein kleiner Nischen-Player mehr. Durch den Aufstieg in den SDAX und die enorme Größe (SABIC-Deal hebt den Umsatz auf >7 Mrd. €) greifen nun institutionelle Investoren zu, die früher nicht durften.
Der "Steyr-Effekt": 170 Mio. € Exit-Erlös aus einem einzigen Deal beweist, dass das Modell "Cash generiert". Das senkt den Risikoaufschlag (Spread) massiv.
Marktvergleich: Die zweite Mutares-Anleihe (A383QZ, Laufzeit bis 2029) notiert aktuell bereits bei einer Rendite von etwa 8,0 %. Wenn Mutares eine neue Anleihe für 7,5 % oder 8,0 % platziert, sparen sie gegenüber den aktuellen 10,5 % bereits rund 2,5 % bis 3,0 %.
Mutares geht es beim Call wahrscheinlich weniger um die Ersparnis des letzten Euros an Zinsen, sondern um strategische Freiheit. Das sagen die Vorstände auch offen; zuletzt bei der Emmission der 28er Anleihe :
Volumen-Erweiterung: Die aktuelle Anleihe ist auf 250 Mio. € begrenzt. Für den riesigen SABIC-Deal und weitere Zukäufe könnte Mutares eine neue Anleihe über 500 Mio. € anstreben.
Laufzeit-Verlängerung: Statt 2027 fällig zu werden, würde die neue Anleihe bis 2031 laufen. Das nimmt den Rückzahlungsdruck komplett vom Kessel.
Covenants (Regelwerk): Die alten Anleihen haben oft strenge Auflagen für Dividenden. Eine neue Anleihe könnte Mutares erlauben, trotz hoher Schulden mehr vom Gewinnvortrag an uns als Aktionär auszuschütten.
Du sagst richtig: "Ganz risikoarm sind diese Anleihen nicht." Aber:
2023 war Mutares ein "Hoffnungswert" mit hohem Zins.
2026 ist Mutares ein "Industrie-Holding-Riese" mit 300 Mio. € Gewinnvortrag. Das Risiko hat sich fundamental gewandelt. Professionelle Anleger (Versicherungen, Fonds) akzeptieren für dieses gesunkene Risiko heute deutlich niedrigere Zinsen.
Fazit: Ein Zins von 7,0 % bis 7,5 % (also ca. -3,5 % zum Status Quo) ist für Mutares im aktuellen Umfeld absolut realistisch. Das würde nach Abzug der Call-Kosten immer noch einen Millionengewinn für die Holding bedeuten.
Wie wir bereits analysiert haben, setzt sich der Bilanzgewinn der Holding aus dem Vortrag der Vorjahre und dem Rekordergebnis 2025 zusammen:
Gewinnvortrag aus 2024: ca. 224 Mio. € (nach der 2,00 € Dividende vom Juli 2025).
Erwarteter Jahresüberschuss 2025: ca. 145 Mio. € (Mittelwert der Prognose von 130–160 Mio. €, getrieben durch Steyr Motors, Fuentes, Conexus etc.).
Bilanzgewinn vor Ausschüttung (Ende 2025): ca. 369 Mio. €.
Da 2025 ein außergewöhnlich starkes Exit-Jahr war, gehen Analysten davon aus, dass Mutares die Aktionäre über eine erhöhte Dividende am Erfolg beteiligt.
Szenario "Stabile Dividende": 2,00 € (Basis) = ca. 42,7 Mio. € Abfluss.
Szenario "Performance-Dividende": 2,50 € (Basis + Bonus) = ca. 53,4 Mio. € Abfluss.
Nehmen wir das optimistische Szenario einer Ausschüttung von 2,50 € an:
Bilanzgewinn 2025: 369,0 Mio. €
Minus Dividende (2,50 €): - 53,4 Mio. €
Verbleibender Gewinnvortrag (Sommer 2026):ca. 315,6 Mio. €
Dieser Betrag ist strategisch extrem wichtig für die von Ihnen angesprochene Anleihe NO0012530965:
Vollständige Deckung der Anleihe: Der Gewinnvortrag allein (ca. 315 Mio. €) reicht nun aus, um die Anleihe (250 Mio. €) zu jedem Zeitpunkt vollständig aus eigenen Mitteln zurückzuzahlen, selbst wenn man die Dividende für 2026 bereits abgezogen hat.
Sicherheitsnetz für SABIC: Die heute vermeldete Riesen-Akquisition von SABIC ETP (Unternehmenswert 450 Mio. USD) ist ein Kraftakt. Der hohe Gewinnvortrag dient als Puffer, falls die Sanierung dieser 2,9-Milliarden-Dollar-Einheit im ersten Jahr mehr Cash benötigt als geplant.
Zukünftige Dividenden: Mit einem Vortrag von über 300 Mio. € könnte Mutares theoretisch die Basisdividende von 2,00 € für die nächsten 7 Jahre allein aus der Substanz zahlen, selbst wenn kein einziger weiterer Exit erfolgen würde.
Fazit: Nach der HV 2026 wird Mutares voraussichtlich einen Rekord-Gewinnvortrag von über 310 Mio. € ausweisen. Das ist die stärkste Bilanzsituation der Firmengeschichte und macht die Refinanzierung der 10,5 % Anleihe zu einer reinen Formsache, da das Ausfallrisiko für die Gläubiger faktisch gegen Null geht.
Um den massiven Kauf von SABIC Engineering Thermoplastics (ETP) zu finanzieren und gleichzeitig die bestehende Anleihe (NO0012530965) zu bedienen, muss Mutares eine mehrgleisige Strategie aus Liquiditätsmanagement, Refinanzierung und operativer Verwertung verfolgen.
Der Deal mit SABIC ist mit einem Unternehmenswert von 450 Mio. USD (ca. 420 Mio. EUR) die größte Transaktion der Firmengeschichte. Hier ist der konkrete Fahrplan, wie Mutares dies bewältigen kann:
Die heute bekannt gewordenen Details zeigen, dass Mutares eine sehr kapitaloptimierte Struktur gewählt hat:
Geringe Sofortzahlung (Upfront Cash): Laut Berichten beträgt die erste Barzahlung an SABIC nur etwa 210 Mio. SAR (ca. 50-55 Mio. EUR). Das ist für eine 2,5-Milliarden-Dollar-Einheit extrem wenig und schont die Liquidität der Holding massiv.
Earn-out-Struktur: Der restliche Kaufpreis wird über erfolgsabhängige Zahlungen (30 % des operativen Cashflows über vier Jahre) und eine Beteiligung an einem späteren Wiederverkauf (30 % des Exit-Erlöses) geleistet. Mutares zahlt den Großteil des Kaufpreises also aus den künftigen Gewinnen der gekauften Firma selbst.
Eigenkapital-Puffer: Der hohe Gewinnvortrag (ca. 224 Mio. EUR Ende 2024 plus Rekordgewinne 2025) dient als Sicherheit, um die Integration der 2.900 Mitarbeiter und acht Produktionsstandorte zu finanzieren.
Die Anleihe läuft bis März 2027, hat aber kritische Termine im Jahr 2026:
Zinszahlungen: Mutares muss jährlich ca. 26 Mio. EUR an Zinsen (10,5 % p.a.) leisten. Diese werden primär aus den laufenden Management Fees (Beratungsumsätze) gedeckt, die 2025 bereits bei knapp 80 Mio. EUR lagen und durch den SABIC-Deal (neue Managementgebühren) weiter steigen werden.
Refinanzierung im Frühjahr 2026: Der klügste Schritt für Mutares ist die vorzeitige Kündigung (Call) der Anleihe am 31.03.2026. Zu diesem Termin sinkt der Rückzahlungspreis auf 102,25 %.
Neuemission: Aufgrund des Rekordergebnisses 2025 und der gestärkten Marktposition (SDAX-Aufstieg, SABIC-Deal) kann Mutares eine neue Anleihe zu besseren Konditionen (niedrigerer Zinssatz) begeben, um die alte Anleihe abzulösen.
Um sowohl den Kaufpreis-Earn-out als auch die Anleihetilgung abzusichern, muss Mutares die "Ernte" fortsetzen:
Der heutige Verkauf von Kalzip sowie die Exits von Steyr Motors und Fuentes haben bereits erhebliche Cash-Zuflüsse generiert.
Für 2026 stehen weitere Kandidaten wie SFC Solutions oder der restliche Anteil an Terranor auf der Liste, um frische Liquidität in die Holding zu spülen.