Samsung und SK Hynix: Crash am Markt, Mega-Wette in der Zukunft

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Ein Smartphone der Marke Samsung.
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Samsung und SK Hynix brechen nach dem Tech-Ausverkauf kräftig ein. Doch Südkorea setzt weiter Milliarden auf KI-Chips, Speicher und Rechenzentren. Anleger stehen vor einem Stresstest.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Samsung Electronics und SK Hynix sind am Donnerstag massiv unter Druck geraten. Der Ausverkauf folgte auf schwache Vorgaben der technologielastigen Nasdaq in den Vereinigten Staaten. Samsung verlor zum Handelsstart mehr als sieben Prozent. SK Hynix gab zunächst mehr als neun Prozent nach.

Der Kursrutsch belastete den südkoreanischen Leitindex Kospi stark. Zavier Wong, Marktanalyst bei eToro, verwies auf die enorme Bedeutung der beiden Chipriesen. Samsung und SK Hynix machten inzwischen rund die Hälfte des Kospi-Gewichts aus. Ende vergangenen Jahres sei es nur etwa ein Viertel gewesen. Große Bewegungen bei diesen Aktien zögen daher den gesamten Index mit, sagte er sinngemäß.

Auch in Hongkong und China gerieten Halbleiter- und Technologiewerte unter Druck. Der Ausverkauf folgte auf kräftige Verluste bei US-Chipwerten. Micron Technology fiel an der Wall Street um mehr als zehn Prozent. Auch Sandisk verlor mehr als zehn Prozent.

Trotz der Marktschwäche hält SK Hynix an seinen Ausbauplänen fest. Vorstandschef Kwak Noh-jung kündigte Investitionen von 100 Billionen Won in Südkorea an. Das entspricht 64,37 Milliarden US-Dollar. Der Bau der neuen Fertigungsanlage M17 soll im kommenden Jahr beginnen. Die Produktion ist für die erste Hälfte des Jahres 2029 geplant.

Werte aus dem Artikel:
KOSPI 200 1.237,49 -5,77%
Micron Technology Aktie 884,40 € -3,12%
Samsung (ADR) Aktie 2.670 € -5,49%
Sandisk Aktie 1.720 € -3,91%
SK Hynix Aktie 1.300 € -7,14%

Von der Summe sollen 80 Billionen Won in die Chipfabrik M17 fließen. Weitere 20 Billionen Won sind für eine Anlage zur Verbindung und Montage fortschrittlicher Chips vorgesehen. Kwak erklärte, die Investitionen sollten die stark steigende Nachfrage nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz, Server und Unternehmensspeicher decken.

Auch die SK Group will ihre Infrastruktur für Rechenzentren mit Künstlicher Intelligenz ausbauen. Geplant ist zunächst eine Kapazität von fünf Gigawatt. Später soll sie auf 15 Gigawatt steigen.

Pläne passen zur größeren Offensive Südkoreas

Die Regierung hatte am Montag neue Investitionsinitiativen vorgestellt. Samsung und SK Hynix sollen im Rahmen eines nationalen Halbleiterprojekts gemeinsam 800 Billionen Won investieren.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält SK Hynix durch den geplanten Handelsstart von American Depositary Receipts an der Nasdaq am 10. Juli. Damit will der Konzern den Zugang für Investoren aus den Vereinigten Staaten verbessern.

James Syme, Senior-Fondsmanager bei J O Hambro, sieht Südkorea trotz der Turbulenzen in einer starken Exportposition. Die Exporte erreichten im Mai einen Rekordwert von 87,8 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Plus von 53 Prozent. Die Halbleiterexporte stiegen sogar um 169 Prozent.

Der Won bleibt schwach

Syme führt das vor allem auf Kapitalabflüsse zurück. Koreanische Investoren kauften verstärkt ausländische Vermögenswerte. Zudem würden Dollar-Einnahmen aus dem Chipgeschäft häufiger im Ausland gehalten und nicht in Won zurückgetauscht.

Für Anleger bleibt das Bild gemischt. Kurzfristig leiden Samsung und SK Hynix unter dem globalen Tech-Ausverkauf. Langfristig investieren beide Konzerne massiv in Speicherchips, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz. Der Boom ist intakt, aber die Aktien reagieren empfindlich auf hohe Erwartungen.

Autor: Nicolas Ebert, sbh-Redaktion


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