Merck KGaA befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Springworks Therapeutics
Die Expertenmeinungen gehen auseinander: So macht eine Übernahme aus Sicht des JPMorgan-Analysten Richard Vosser strategisch und finanziell Sinn. Springworks habe mit Ogsiveo ein zugelassenes Mittel gegen Weichteiltumore (Desmoidtumore) und ein weiteres, bei dem die Zulassungsentscheidung bevorstehe. Sein US-Kollege traue Ogsiveo einen Jahresspitzenumsatz von etwa einer Milliarde Dollar (Dollarkurs) zu, dem anderen Mittel - Mirdametinib - rund 700 Millionen Dollar. 2025 könnten beide zusammen 320 Millionen Dollar Umsatz erzielen.
Experte Peter Lawson von Barclays erachtet einen möglichen Deal ebenfalls strategisch positiv. Die Pipelines der Unternehmen seien unterschiedlich, böten aber Synergiepotenzial. Zudem verfüge Springworks über eine kommerzielle Infrastruktur.
Ein anderer Experte sieht den Deal derweil mit Blick auf nackte Zahlen kritisch. Die Darmstädter müssen wohl 4 bis 5 Milliarden US-Dollar hinblättern, das erscheine nicht sonderlich attraktiv. Zudem fehle dieses Geld dann für eine Übernahme im Life-Science-Bereich. Dagegen sei man in den USA im Bereich Spezialonkologie schwach und habe hier mit Xevinapant erst einen Rückschlag erlitten./ag/mis/jha/
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