- Kontron profitierte im letzten Jahr vom KI-Boom.
- Die Aktie erreichte ein neues 52-Wochen-Tief.
- CEO Niederhauser kaufte 57.688 Derivate zu 3,00 Euro.
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Kontron: Erst der Höhenflug, dann eine Vielzahl von Sorgen
Im vergangenen Jahr konnte Kontron, ein Spezialist für das Internet der Dinge (IoT), stark vom KI-Boom profitieren. Trotz gegenüber dem Vorjahr geringfügig niedrigeren Erlösen legte das Betriebsergebnis deutlich zu. Das verhalf auch der Aktie zu einer starken Performance, wenngleich die zweite Jahreshälfte von Gewinnmitnahmen geprägt war.
In den zurückliegenden Wochen hat sich der Verkaufsdruck deutlich verschärft. Die wachsende Ernüchterung gegenüber KI- und Software-Werten sowie die Furcht vor einem Platzen der KI-Blase und die Belastungen durch den Iran-Krieg haben zu anhaltenden Verlusten geführt, die durch einen vom Markt als schwach empfunden Ausblick vergrößert wurden. Kontron verfehlte mit seinem Ausblick auf 2026 die Erwartungen der Analysten.
Sämtliche Gewinne aus dem Vorjahr sind inzwischen weg
In der Folge brach das Papier zwischenzeitlich deutlich und damit auf ein neues 52-Wochen-Tief ein. Zwar setzte in den darauffolgenden Tagen eine Erholung ein, doch sämtliche gegenüber dem Vorjahr erzielten Gewinne sind dahin. Gegenwärtig steht ein Minus von 3,6 Prozent zu Buche. Gegenüber dem Jahresauftakt belaufen sich die Abgaben sogar auf über 16 Prozent.
Nach Kursabsturz: CEO Niederhauser schlägt mit Derivate-Kauf zu
Die gegenüber dem Stand der Vormonate deutlich niedrigeren Notierungen hat jetzt ein Insider zum Aufstocken seiner Position genutzt.
Niemand geringeres als Vorstandsvorsitzender (CEO) Hannes Niederhauser hat am vergangenen Freitag Bezugsrechte in erheblichem Umfang erworben, wie aus an die Börsenaufsichtsbehörde übermittelten Dokumenten hervorgeht. Er erwarb außerbörslich 57.688 Derivate zu einem Kurs von 3,00 Euro je Einheit und sendet damit ein Signal des Vertrauens in die Stärke des eigenen Unternehmens.
Aktie dringend auf externe Unterstützung angewiesen
Auf ein solches Signal ist die Aktie angesichts ihrer schwierigen charttechnischen Ausgangslage angewiesen. Der Earnings-Absturz führte zu einem Unterschreiten des Unterstützungsbereichs bei 22 Euro und verschärfte den Abwärtstrend der Aktie, bei der es Anfang Dezember mit einem Death Cross zu einem Verkaufssignal gekommen war.
Da der nächste belastbare Support erst bei rund 16 Euro liegt, ist die Schwankungsbreite zwischen 16 und 22 Euro zuletzt hoch und eine Bodenbildung dementsprechend noch nicht in Sicht gewesen. Für erste Entspannungssignale könnten jedoch die technischen Indikatoren sorgen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) hat sich aus dem überverkauften zurück in den neutralen Bereich gekämpft, während der MACD zwar deutlich unter der Nulllinie liegt und damit einen Abwärtstrend der Aktie anzeigt, aber mit dem Sprung über seine Signallinie für erste Entlastung sorgen könnte.
Fazit: Insider-Transaktion und Bewertung befürworten jetzt einen Kauf
Mit Blick auf die Bewertung ist die Kontron-Aktie anders als beim Blick auf den Chart attraktiv. Das KGVe 2026 liegt aktuell bei 11 und könnte 2027 sogar auf 8,6 herabsinken. Das ist ausgesprochen günstig, selbst wenn ein herausforderndes Umfeld mit verringerten Wachstumserwartungen berücksichtigt wird.
Vergrößert wird der Wert für Investoren durch die überdurchschnittlich hohe Dividende von 3,7 Prozent, die durch hohe Cashflows im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gedeckt ist. Die Nettoverschuldung ist mit 267 Millionen Euro unterdessen überschaubar.
Dadurch ergibt sich für Anlegerinnen und Anleger ein gemischtes Bild aus schwachem Chart auf der einen Seite und einem vertrauensbildenden Signal und einer günstigen Bewertung auf der anderen, womit die Chancen zur Oberseite überwiegen dürften.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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