ROUNDUP: HSBC verdient weniger als erwartet - Aktie sinkt deutlich
LONDON (dpa-AFX) - Die britische Großbank HSBC hat zum Jahresauftakt wegen überraschend hoher Kreditausfälle und der Folgen des Iran-Kriegs weniger verdient. Der Gewinn vor Steuern sei im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 9,4 Milliarden US-Dollar (8 Mrd Euro) gesunken, teilte das Geldhaus am Dienstag in Hongkong und London mit. Grund für den Gewinnrückgang sind vor allem stark gestiegene Aufwendungen für mögliche Kreditausfälle und höhere Kosten. Die Aktie gab am Mittag kräftig nach.
Die Erträge der Bank legten um sechs Prozent auf 18,6 Milliarden Dollar (Dollarkurs) zu. Experten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet - vor allem die deutlich höhere Risikovorsorge stieß den Investoren sauer auf. An der Börse wurden die Zahlen mit Ernüchterung aufgenommen. Der Kurs der Aktie gab bis zu sechs Prozent auf 1.274 Pence nach. Damit büßte das Papier seit dem im Februar infolge der Jahreszahlen erreichten Rekordhoch von mehr als 1.400 Pence zehn Prozent ein.
Trotz des Abschlags seit dem Höchststand zählt die HSBC-Aktie in den vergangenen zwölf Monaten zu den stärksten Titeln europäischer Großbanken. Der Börsenwert zog seit Mai 2025 um rund die Hälfte auf rund 220 Milliarden Pfund an. Die britische Bank ist damit mit Abstand das wertvollste Geldhaus Europas. Den Großteil ihres Geschäfts macht die Bank allerdings nicht in Europa, sondern in Asien.
HSBC-Chef Georges Elhedery bestätigt die Ziele, die Rendite auf das materielle Eigenkapital der Bank vor Sondereffekten von 2026 bis 2028 auf mindestens 17 Prozent nach oben treiben zu wollen. Im vergangenen Jahr hatte die Rendite bei 13,3 Prozent gelegen. Dazu sollen die Erträge des Instituts von Jahr zu Jahr steigen. Von 2027 auf 2028 sollen sie um fünf Prozent zulegen.
Seit seinem Antritt an der HSBC-Spitze im Jahr 2024 hat Elhedery einen radikalen Umbau der Bank eingeleitet. Er strich tausende Jobs und stieß mehrere Geschäftsbereiche ab oder machte sie dicht./zb/nas/jha/
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