- HelloFresh-Aktie fiel auf Allzeittief unter 5 Euro.
- Der Konzernumsatz sank 2025 um 12 Prozent auf 6,76 Mrd. Euro.
- HelloFresh zieht sich aus Italien und Spanien zurück.
- Rohstoffrallye 2.0 - Diese 3 Werte könnten jetzt explodieren! (hier klicken)
Nach den Quartalszahlen in der vergangenen Woche war die Aktie von Kochboxen-Lieferant HelloFresh auf ein Allzeittief gerutscht. Der Kurs sankt im Intraday-Handel erstmals unter die psychologisch wichtige Marke von 5 Euro. Zum Vergleich: Während des Corona-Hypes Ende 2021 stand das Papier noch bei fast 100 Euro. Das entspricht einem Wertverlust von über 95 Prozent.
Nach vorläufigen Zahlen für 2025 sank der Konzernumsatz um 12 Prozent auf 6,76 Milliarden Euro. Organisch betrug das Minus 9 Prozent – im vierten Quartal lag der Rückgang sogar bei knapp 9,6 Prozent.
Während sich das klassische Kochbox-Geschäft im Jahresverlauf stabilisierte, blieb das Segment Fertiggerichte (Ready-to-eat) hinter den Erwartungen zurück. Operative Engpässe seien zwar inzwischen behoben, doch die Nachwirkungen hätten Kundenbindung und Neukundengewinnung stärker belastet als gedacht. Positiv: Die Umsätze mit Bestandskunden legten trotz rückläufiger Gesamterlöse zu.
Ergebnisseitig hielt sich HelloFresh besser als befürchtet. Das bereinigte EBITDA soll 2025 bei rund 423 Millionen Euro liegen – und damit innerhalb der Prognosespanne von 415 bis 465 Millionen Euro. Organisch entspricht das einem Plus von 14 Prozent, obwohl die Erlöse schrumpften. Möglich wurde das durch ein Effizienzprogramm und eine stärkere Fokussierung auf profitablere Kundengruppen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Allerdings setzt sich die Umsatzschwäche zu Jahresbeginn 2026 fort. Extremwetter in wichtigen Märkten Europas und in den USA belastete im Januar sowohl Auslieferungen als auch Profitabilität. Zusätzlich will das Unternehmen Investitionen in Produktinnovationen vorziehen, was kurzfristig auf die Marge drücken könnte.
Im Zuge eines strategischen Neustarts zieht sich HelloFresh aus Italien und Spanien zurück. Beide Märkte boten aus Sicht des Managements keinen klaren Weg zu nachhaltiger Profitabilität. Analysten erwarten, dass sich diese Schritte im weiteren Jahresverlauf positiv auf das Ergebnis auswirken.
Autor: Ariva-Redaktion/ js
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.