- Hapag-Lloyd führt Übernahmegespräche mit ZIM.
- Die Hapag-Lloyd-Aktien fielen um 2,7 Prozent.
- Keine bindenden Vereinbarungen wurden bislang abgeschlossen.
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Die Papiere der Hamburger rutschten um 2,7 Prozent ab und landeten damit wieder unter ihrer 100-Tage-Linie. ZIM kletterten derweil auf der Handelsplattform Tradegate um 26 Prozent über ihr Nasdaq-Niveau vom Freitag. In den USA wird feiertagsbedingt am Montag nicht gehandelt.
Bislang seien keine bindenden Vereinbarungen abgeschlossen worden, hieß es in der Mitteilung der Hamburger vom Sonntagvormittag. Erforderliche Zustimmungen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft und der zu beteiligenden Gremien der Vertragspartner stünden noch aus. Zudem sei die Freigabe des Staates Israel aufgrund von Sonderrechten in der Satzung von ZIM erforderlich. Verpflichtungen aus diesen Sonderrechten soll der FIMI Opportunity Funds, ein israelischer Finanzinvestor, übernehmen. Mit ihm seien die Verhandlungen weit fortgeschritten. Wie teuer der Deal Hapag kommen könnte, ging aus der Mitteilung nicht hervor.
Laut JPMorgan-Analystin Alexia Dogani passt die Meldung zur strategischen Prüfung aller Optionen, die ZIM im vergangenen November avisiert hatte. Mit einer Branchenkonsolidierung hat sie zwar gerechnet, ist allerdings überrascht, dass sie offenbar bereits auf dem aktuell übertriebenen Bewertungsniveau einsetzt. Das untermauere die starke Finanzlage der Akteure. Ein Vorstoß sei zudem wohl weniger gut zu rechtfertigen, wenn die Branchenkonjunktur erst einmal abgeebbt sei. Aufgrund ihrer skeptischen Bewertung der Branchenaussichten sieht sie das Wertschöpfungspotenzial eines Hapag-ZIM-Deals aber eher kritisch.
Zuletzt waren die Hapag-Lloyd-Aktien auf Schaukelkurs um ihre 100-Tage-Linie. Nach ihrem Kurseinbruch zwischen Mai 2022 und Ende 2024 befinden sie sich weiter in einem Bodenbildungsversuch./ag/ajx/mis
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