DETROIT (dpa-AFX) - Der US-Autobauer General Motors (GM) erwartet aus dem Tagesgeschäft nach einem guten zweiten Quartal mehr Gewinn für das laufende Jahr. Verkaufspreise und Kosten dürften sich besser entwickeln als bisher gedacht. Unternehmenschefin Mary Barra will den Schwung nach eigenen Worten bis ins kommende Jahr und darüber hinaus nutzen.
Für dich zusammengefasst:
General Motors erwartet höheren Gewinn für 2023.
Die Aktie stieg im US-Handel um mehr als zwei Prozent.
Der Nettogewinn könnte auf höchstens 9,8 Milliarden Dollar sinken.
Die Aktie zog im frühen US-Handel um mehr als zwei Prozent an. Die Bilanz des Papiers im laufenden Jahr ist dabei leicht negativ. Das operative Ergebnis im zweiten Quartal habe die Erwartungen übertroffen, bemerkte Tom Narayan von der kanadischen Bank RBC. Gründe hierfür waren laut dem Analysten eine vorteilhafte Preisgestaltung sowie geringere Kosten in den Bereichen Regulierung und Emissionen, niedrigere Zölle sowie Gewährleistungen. Er geht davon aus, dass sich der Marktkonsens erhöhen dürfte.
So peilt Unternehmenschefin Barra nun beim um Sonderposten bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 14 bis 16 Milliarden US-Dollar an, wie der Konzern am Dienstag in Detroit mitteilte. Zuvor lag die Spanne jeweils eine halbe Milliarde Dollar (Dollarkurs) niedriger. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet sich das Management mit 12 bis 14 Dollar nun etwas mehr aus als zuvor.
Beim geplanten Nettogewinn in diesem Jahr macht die Chefin aber Abstriche wegen höherer Sonderkosten für die Kehrtwende bei Elektroautos. Statt bis zu 11,4 Milliarden Dollar Gewinn dürften es so nur noch höchstens 9,8 Milliarden werden. Die großen US-Autobauer hatten nach gestrichenen Subventionen für Elektroautos und geänderten Abgasregeln bereits im vergangenen Jahr ihr Angebot umgekrempelt und wieder stärker auf den Verbrennerantrieb ausgerichtet. Das hatte schon 2025 viele Milliarden an Abschreibungen zur Folge.
Im zweiten Quartal konnte GM den Umsatz trotz gesunkener Verkäufe um knapp zwei Prozent auf 48 Milliarden Dollar steigern. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte um fast 30 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Unter dem Strich fiel der Nettogewinn jedoch um mehr als 31 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Die Sonderkosten für das zusammengestutzte Elektroprogramm lagen bei 2,3 Milliarden Dollar./men/err/jha/nas/he
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