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ROUNDUP 2: Fuchs peilt nach Stagnation 2026 Zuwächse an - Aktie gibt leicht nach

(neu: Aussagen aus der Pressekonferenz, Hintergrund zum VCI, Aktienkurs)

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MANNHEIM (dpa-AFX) - Der Schmierstoffhersteller Fuchs hat 2025 trotz des schwachen Marktumfelds und der unberechenbaren US-Zollpolitik in etwa so viel verdient wie im Vorjahr. Die im Sommer gekappten Ziele für 2025 erreichten die Mannheimer. "Auch 2026 werde aufgrund der aktuellen Konflikte ein herausforderndes Jahr", sagte Finanzchefin Esma Saglik am Freitag. "Es ist schwer abzuschätzen, wohin die Reise 2026 gehen wird." Zunächst einmal sei das Unternehmen aber gut ins Jahr gestartet, sagte Unternehmenschef Stefan Fuchs. Für 2026 peilt das Unternehmen Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis an.

Erst jüngst warnte der Verband der Chemischen Industrie in Deutschland vor Störungen in den Lieferketten wegen des Iran-Kriegs. Grund sei die Blockade der Straße von Hormus, die nicht nur die Öl- und Gasversorgung betreffe. Es bestehe die Sorge ernster, zunehmender Versorgungsengpässe bei Rohstoffen - zum Beispiel bei Ammoniak und Phosphat, Helium und Schwefel, mahnte der Verband. Es gebe erste Hinweise auf Störungen bei Lieferketten. Je länger der Krieg dauere, desto heftiger seien die Folgen.

Konzernlenker Fuchs sagte diesbezüglich: "Momentan sehen wir noch keine kritischen Themen." Das Geschäftsmodell des Unternehmens sei widerstandsfähig, Schmierstoffe seien ein Gebrauchsgegenstand. Der Fokus liege derzeit darauf, die Verfügbarkeit von Rohstoffen für bestehende Kunden sicherzustellen. Fuchs habe mehr als 100 Basisöle und mehrere tausend Chemikalien. Sollte es zu Engpässen kommen, dann könne das Unternehmen auch "ein paar Paletten über Luftfracht einfliegen", fügte der Manager hinzu.

An der Börse kam vor allem der Ausblick nicht so gut an. Die Vorzugsaktie fiel im frühen Handel zeitweise um mehr als drei Prozent und gehörte damit zu den wenigen Verlierern im MDax , den Index für mittelgroße Werte. Zuletzt verringerte sich der Abschlag auf rund ein Prozent. Für Analystin Angelina Glazova von der US-Bank JPMorgan hat der Schmierstoffhersteller zwar im vergangenen Quartal die Erwartungen solide übertroffen, doch die Ziele enttäuschten. Die Konsensschätzungen könnten im niedrigen einstelligen Prozentbereich sinken.

Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz nur leicht um ein Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um eine Million auf 435 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem leichten Ergebnisrückgang gerechnet.

Während das Unternehmen vor allem in der Region Asien-Pazifik operativ deutlich mehr verdiente, ging das Ergebnis in Nord- und Südamerika um fast ein Fünftel zurück. Fuchs führte dies unter anderem auf Anlaufkosten im Neukundengeschäft in Nordamerika zurück. In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) konnte das Unternehmen das Ergebnis vor allem dank Deutschland und Nordeuropa leicht verbessern.

Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 306 Millionen Euro, ein Plus von einem Prozent. Die Dividende je Vorzugsaktie soll um sechs Cent auf 1,23 Euro steigen.

Im laufenden Jahr rechnen die Mannheimer mit einer Besserung. Der Umsatz soll auf 3,7 Milliarden Euro steigen und der operative Gewinn (Ebit) sich auf 450 Millionen Euro erhöhen. Zu letzterem soll auch ein weiterhin striktes Kostenmanagement beitragen, sagte Konzernlenker Fuchs. Insgesamt geht das Unternehmen von keiner deutlichen Aufhellung des ökonomischen Marktumfelds aus. Die Ziele liegen im Großen und Ganzen im Rahmen der Analystenerwartungen.

Für den Mannheimer Schmierstoffhersteller, der knapp 6.900 Mitarbeiter beschäftigt, ist vor allem die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie wichtig. Fuchs macht rund 30 Prozent des Umsatzes mit diesen Bereichen. Der Umbruch vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor führt deshalb auch bei Fuchs zu Veränderungen. Daneben hat der Konzern auch Kunden aus Bereichen wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Bergbau, Luft- und Raumfahrt sowie Land- und Forstwirtschaft./mne/men/jha/

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