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Coface SA

Aktie
WKN:  A1XDS6 ISIN:  FR0010667147 US-Symbol:  COFAF Branche:  Versicherungen Land:  Frankreich
14,98 €
+0,14 €
+0,94%
04.03.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
2,33 Mrd. €
Streubesitz
33,17%
KGV
8,16
Dividende
1,40 EUR
Dividendenrendite
9,01%
Index-Zuordnung
-
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Coface Aktie Chart

Coface Unternehmensbeschreibung

Coface SA ist ein internationaler Anbieter von Kreditversicherung und Risiko-Management mit Hauptsitz in Bois-Colombes bei Paris. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Absicherung von Handelsforderungen und die Analyse von Länderrisiken und Branchenrisiken für Unternehmen aller Größenklassen. Historisch geht Coface auf das Jahr 1946 zurück, als Frankreich eine Institution zur Exportförderung und Absicherung von Zahlungsrisiken aufbaute. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Coface schrittweise von einer staatsnahen Einrichtung zu einem privatwirtschaftlich organisierten, börsennotierten Spezialisten für Kreditversicherung und Informationsdienstleistungen. Die internationale Expansion erfolgte in Wellen ab den 1990er-Jahren, zunächst in Europa, dann in Nordamerika, Asien und Lateinamerika. Durch den Aufbau eines eigenen globalen Netzwerks und Kooperationen mit lokalen Partnern etablierte Coface eine weit gespannte Präsenz in entwickelten wie in Schwellenmärkten. Wesentliche Weichenstellungen der jüngeren Vergangenheit betrafen die strategische Fokussierung auf das Kerngeschäft Kreditversicherung, den Ausbau datengetriebener Risikoanalysen und die schrittweise Reduktion staatsnaher Aufgaben. Heute agiert Coface als eigenständiger Finanzdienstleister mit regulatorischer Aufsicht wie ein Versicherungsunternehmen und berichtet als börsennotierte Gesellschaft transparent gegenüber Kapitalmarkt und Aufsichtsbehörden.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Coface basiert auf der Übernahme von Ausfallrisiken im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen. Kernelement ist die Kreditversicherung: Coface versichert Lieferanten gegen das Risiko, dass gewerbliche Abnehmer ihre Rechnungen ganz oder teilweise nicht begleichen. Die Kunden zahlen Versicherungsprämien, im Gegenzug übernimmt Coface je nach Police einen Großteil des Forderungsausfalls. Die Wertschöpfung entsteht aus einer Kombination von Prämieneinnahmen, striktem Underwriting, fortlaufender Bonitätsüberwachung der Abnehmer sowie einem aktiven Forderungsmanagement. Ein zweites Standbein bilden Informationsdienstleistungen. Auf Basis eines umfangreichen Datenbestands zu Unternehmen, Branchen, Zahlungsgewohnheiten und politischen Risiken erstellt Coface Bonitätsbewertungen, Länderrisikoeinstufungen und Branchenreports. Diese Informationen fließen sowohl in die Versicherungsprodukte ein als auch in eigenständige Risikoinformationsservices für Kunden. Darüber hinaus bietet Coface Dienstleistungen in den Bereichen Inkasso, Factoring-Services in ausgewählten Märkten sowie ergänzende Risikotransferlösungen. Das Geschäftsmodell erfordert eine strenge Risikomodellierung, aktuarielles Know-how und eine diversifizierte Portfoliostruktur über Länder, Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. Einnahmen und Profitabilität hängen stark von der Qualität der Risikoselektion, der Preisgestaltung und der Schadensregulierung ab.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Coface zielt darauf ab, den globalen Handel zu erleichtern und Unternehmen gegen Unsicherheiten im Forderungsmanagement abzusichern. Im Zentrum steht die Unterstützung von Kunden bei der Steuerung von Kreditrisiken, um Liquidität und Planbarkeit zu verbessern. Strategisch verfolgt das Management einen Ansatz, der auf vier Säulen aufbaut: risiko­adjustiertes Wachstum im Kerngeschäft Kreditversicherung, operative Effizienz, datengetriebene Entscheidungsprozesse und Kapitaldisziplin. Coface positioniert sich als Partner für Unternehmen, die ihre Debitorenbuchhaltung und ihr Working Capital professionalisieren wollen. Die Mission umfasst auch die Transparenz über Länder- und Branchenzyklen. Mit regelmäßigen Updates zu Länderratings und Sektoranalysen will Coface ein Frühwarnsystem für Kunden bieten. Die strategische Ausrichtung ist auf langfristige, nachhaltige Beziehungen mit Unternehmenskunden angelegt, nicht auf kurzfristige Volumenmaximierung. Damit soll das versicherungstechnische Ergebnis stabil gehalten und die Volatilität in Stressphasen der Konjunktur begrenzt werden.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio von Coface deckt den gesamten Lebenszyklus des Forderungsmanagements ab. Zentrales Produkt ist die Kreditversicherung für Inlands- und Exportgeschäfte. Sie umfasst typischerweise die Prüfung von Abnehmern, Festlegung von Kreditlimiten, laufende Überwachung, Entschädigung im Schadenfall und häufig auch Unterstützung beim Inkasso. Neben Standardpolicen bietet Coface maßgeschneiderte Programme für multinationale Konzerne mit komplexen Lieferketten. Ergänzend betreibt Coface Informationsdienste, die auf Unternehmensauskünfte, Bonitätsscores und Wirtschaftsinformationen spezialisiert sind. Kunden können auf Datenbanken mit Millionen von Unternehmensprofilen zugreifen, um interne Kreditrichtlinien zu unterstützen. Inkassodienstleistungen runden das Angebot ab: Coface übernimmt außergerichtliches und gegebenenfalls gerichtliches Forderungsmanagement im In- und Ausland, um Zahlungsausfälle zu minimieren. In einigen Märkten bietet Coface zusätzlich Factoring-nahe Lösungen und spezielle Deckungen für politische Risiken und Single-Risk-Absicherungen an. Digitale Plattformen zur Policenverwaltung, zur Abfrage von Kreditlimiten und zur Schadensmeldung sind integraler Bestandteil des Leistungsangebots. Sie ermöglichen eine effiziente Integration in das Risk-Management der Kunden, insbesondere im Mittelstand und bei Großunternehmen mit internationaler Präsenz.

Business Units und Organisationsstruktur

Coface strukturiert sein Geschäft im Wesentlichen nach geografischen Regionen und Funktionsbereichen. Die operative Steuerung erfolgt über regionale Plattformen in Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik sowie Lateinamerika und Mittlerer Osten/Afrika. Diese Regionen verantworten Vertrieb, Kundenbetreuung, Underwriting und Schadensmanagement in ihren Märkten. Parallel existieren zentrale Funktionen für Risikomanagement, Aktuariat, Rückversicherung, IT und Datenanalyse, die gruppenweit Standards setzen und Synergien heben. Die Kreditversicherungsaktivitäten bilden die Kern-Business-Unit, die den Großteil der Wertschöpfung generiert. Ergänzende Einheiten kümmern sich um Informationsdienste, Inkasso und Spezialprodukte. Die Organisation ist darauf ausgelegt, länderübergreifende Expertise zu bündeln, gleichzeitig aber lokale Marktkenntnisse zu nutzen, etwa bei der Einschätzung von Zahlungsverhalten, regulatorischen Rahmenbedingungen und Durchsetzbarkeit von Forderungen. Für Kunden mit globaler Präsenz bietet Coface zentrale Key-Account-Strukturen, die die Koordination länderübergreifender Versicherungsprogramme übernehmen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von Coface liegt im Umfang und in der Tiefe des eigenen Informationsnetzes. Durch jahrzehntelange Datensammlung über Zahlungserfahrungen, Unternehmensstrukturen, Länderrisiken und Branchenzyklen verfügt Coface über einen umfangreichen Datenbestand, der in proprietäre Scoring-Modelle einfließt. Dieser Informationsvorsprung wirkt als Burggraben, da er nicht kurzfristig replizierbar ist und direkt die Qualität des Underwritings beeinflusst. Ein zweiter Moat ergibt sich aus der globalen Präsenz mit einem Netz von lokalen Niederlassungen und Partnern. Kreditversicherung erfordert Detailkenntnisse über rechtliche Rahmenbedingungen, Insolvenzszenarien und Inkassomöglichkeiten. Die Kombination aus lokaler Expertise und zentraler Risikosteuerung erschwert neuen Marktteilnehmern den Eintritt. Zudem verfügt Coface über etablierte Beziehungen zu multinationalen Kunden, Banken, Vermittlern und Maklern im Bereich Trade Finance. Langjährige Vertragsbeziehungen und Implementierungen in ERP-Systeme und Treasury-Prozesse der Kunden erzeugen Wechselkosten, die die Kundenbindung erhöhen. Schließlich stärkt der Zugang zum Rückversicherungsmarkt und die Erfahrung im Management von Großschäden die Resilienz des Geschäftsmodells in Rezessionen und Krisen.

Branchen- und Wettbewerbsumfeld

Coface agiert in der Nische der Kreditversicherung und des kommerziellen Risiko-Managements, einem Segment zwischen klassischer Sachversicherung und Bankenwelt. Die Branche ist oligopolistisch geprägt, mit wenigen großen globalen Anbietern und einigen regionalen Spezialisten. Hauptwettbewerber sind internationale Kreditversicherer und Anbieter von Handelsfinanzierungslösungen. Der Wettbewerb findet vor allem über Servicequalität, Underwriting-Kompetenz, Preisgestaltung und die Breite des geografischen Netzwerks statt. Die Nachfrage wird stark von der globalen Konjunktur, dem Welthandel, der Zinsentwicklung und der Insolvenzdynamik beeinflusst. In Wachstumsphasen steigt die Nutzung von Kreditversicherung, während Rezessionen zwar zu höheren Schadenquoten, aber auch zu steigender Risikosensibilität der Unternehmen führen. Regional ist Coface in Europa traditionell stark verankert, da hier die Kreditversicherung historisch gewachsen ist. In Asien und Lateinamerika sieht das Management strategische Wachstumsfelder, weil dort der formalisierte Umgang mit Kreditrisiken im Handel noch Potenzial aufweist. Regulierung, Wettbewerbsrecht und Versicherungsaufsicht bilden dabei den Rahmen, in dem Coface agiert. Zusätzlich entsteht Wettbewerb durch alternative Risikotransferinstrumente wie Bankgarantien, Sicherungsabtretungen, Factoring oder Captive-Lösungen großer Konzerne.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Coface verfolgt eine Strategie, die auf kontrolliertes Wachstum, verbesserte Profitabilität und robuste Kapitalausstattung ausgerichtet ist. Governance-Strukturen entsprechen dem Standard börsennotierter europäischer Finanzinstitute mit Aufsichtsorganen, unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern und Ausschüssen für Audit, Risiko und Vergütung. Die Führung setzt auf eine strikte Zeichnungspolitik, die zyklische Übertreibungen dämpfen soll. Preisdisziplin und Portfoliosteuerung stehen im Vordergrund, insbesondere in Phasen niedriger Insolvenzquoten, in denen Wettbewerber teilweise aggressiver zeichnen. Gleichzeitig investiert Coface in Digitalisierung und Automatisierung von Kreditprüfungsprozessen, um Bearbeitungszeiten zu verkürzen und den Servicegrad zu erhöhen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau analytischer Fähigkeiten, einschließlich maschineller Lernverfahren zur Verbesserung der Bonitätseinschätzung. Die Strategie sieht eine ausgewogene Kapitalallokation vor, bei der Solvabilität und regulatorische Kapitalquoten zentrale Kennziffern sind. Ausschüttungspolitik und Rückversicherung werden so gestaltet, dass Verlustjahre abgefedert werden können, ohne die langfristige Stabilität zu gefährden.

Besonderheiten und Risikokompetenz

Eine Besonderheit von Coface ist die enge Verzahnung von Risikoforschung und operativem Geschäft. Das Unternehmen veröffentlicht regelmäßig Länderratings, Branchenanalysen und Studien zu globalen Zahlungsgewohnheiten. Diese Research-Aktivitäten dienen nicht nur dem Marketing, sondern fließen in die Risikopolitik und Preisgestaltung ein. Coface verfügt über spezialisierte Teams für politische Risiken, komplexe Forderungsstrukturen und Großschäden. Die Fähigkeit, Frühwarnsignale wie Verschlechterungen von Zahlungszielen, Lieferkettenstörungen oder Wechselkursvolatilität zu erkennen, ist ein zentraler Bestandteil der Risikokompetenz. Zudem hat Coface Erfahrung mit der Steuerung von Exposure in Schwellenländern, in denen rechtliche Durchsetzbarkeit und Datenqualität häufig eingeschränkt sind. Ein weiterer Aspekt ist die Kooperation mit Banken, Exportkreditagenturen und multilateralen Institutionen, um komplexe Trade-Finance-Strukturen abzusichern. Coface bewegt sich damit an der Schnittstelle zwischen Privatwirtschaft und öffentlich unterstütztem Exportgeschäft, ohne selbst eine klassische Exportkreditagentur zu sein.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für konservative Anleger bietet Coface mehrere potenzielle Chancen. Erstens könnte eine anhaltende Professionalisierung des Kreditrisikomanagements in Unternehmen die strukturelle Nachfrage nach Kreditversicherung und Informationsdienstleistungen stützen. Der Trend zu globalen Lieferketten, komplexeren Zahlungszielen und strengeren Anforderungen an Liquiditätssteuerung erhöht den Bedarf an spezialisierten Absicherungslösungen. Zweitens profitieren Kreditversicherer grundsätzlich von ihrer Rolle als Frühwarnsystem im Welthandel: Unternehmen, Banken und Investoren nutzen Risikodaten zunehmend in ihren Entscheidungsprozessen, was zusätzliche Erlösmöglichkeiten im Bereich Datenservices eröffnet. Drittens könnte Coface von einem weiteren Ausbau digitaler Plattformen, automatisierter Underwriting-Prozesse und datengetriebener Produkte profitieren, die Skaleneffekte ermöglichen und die Kostenquote langfristig senken. Viertens eröffnet die Präsenz in Schwellenmärkten Wachstumschancen, wenn dort Handel und formelle Kreditvergabestrukturen weiter zunehmen. Für konservative Anleger ist zudem die Möglichkeit interessant, in ein Unternehmen zu investieren, dessen Geschäftsmodell stark vom globalen Handelsvolumen und der Nachfrage nach Risikotransfer abhängt, jedoch weniger direkt von Zinsmargen klassischer Banken.

Risiken und zyklische Verwundbarkeit

Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber, die ein konservativer Anleger berücksichtigen sollte. Kreditversicherung ist inhärent zyklisch: In Phasen wirtschaftlicher Abschwächung und steigender Insolvenzen können Schadenquoten deutlich anziehen. Starke Rezessionen, geopolitische Schocks oder abrupte Zinswenden können zu sprunghaften Belastungen der Ergebnisentwicklung führen. Ein weiteres Risiko liegt im intensiven Wettbewerb innerhalb der Branche. Aggressive Preisstrategien von Wettbewerbern können die Margen komprimieren und den Druck erhöhen, Risiken einzugehen, die sich im Abschwung als problematisch erweisen. Darüber hinaus ist Coface dem Risiko regulatorischer Änderungen, aufsichtsrechtlicher Eingriffe und veränderter Anforderungen an Kapitalunterlegung ausgesetzt, die die Flexibilität im Geschäftsbetrieb beeinträchtigen können. Strukturelle Veränderungen im Welthandel, etwa durch Protektionismus, Handelskonflikte oder regionale Fragmentierung von Lieferketten, könnten das potenzielle Geschäftsvolumen begrenzen. Schließlich besteht ein Modellrisiko: Wenn die internen Bonitäts- und Länderrisikomodelle Krisenphasen oder strukturelle Brüche nicht angemessen abbilden, können Verluste höher ausfallen als erwartet. Konservative Anleger sollten daher die Volatilität des Geschäftsmodells, die Qualität des Risikomanagements und die langfristige Stabilität der Kapitalausstattung sorgfältig beobachten, ohne daraus automatisch eine Investitionsempfehlung abzuleiten.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 14,85 € / 14,97 €
Spread +0,81%
Schluss Vortag 14,84 €
Gehandelte Stücke 6.897
Tagesvolumen Vortag 402.180,0 €
Tagestief 14,75 €
Tageshoch 14,98 €
52W-Tief 14,09 €
52W-Hoch 18,68 €
Jahrestief 14,64 €
Jahreshoch 16,46 €

Coface Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 1.649 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 452,19 €
Jahresüberschuss in Mio. 261,07 €
Umsatz je Aktie 11,04 €
Gewinn je Aktie 1,75 €
Gewinnrendite +11,90%
Umsatzrendite +15,83%
Return on Investment +3,23%
Marktkapitalisierung in Mio. 2.132 €
KGV (Kurs/Gewinn) 8,16
KBV (Kurs/Buchwert) 0,97
KUV (Kurs/Umsatz) 1,29
Eigenkapitalrendite +11,90%
Eigenkapitalquote +27,13%

Coface News

NEU
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Derivate

Hebelprodukte (19)
Faktor-Zertifikate 10
Knock-Outs 9

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Stabilität der Dividende 0,86 (max 1,00)
Jährlicher 25,15% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 12,39% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 90,7% (auf den Gewinn/FFO)
quote 130,3% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung -10%

Dividenden Historie

Datum Dividende
20.05.2025 1,40 €
22.05.2024 1,30 €
22.05.2023 1,52 €
20.05.2022 1,50 €
19.05.2021 0,55 €
22.05.2019 0,79 €
24.05.2018 0,34 €
22.05.2017 0,13 €
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Coface Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Coface Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 14,79 -1,33%
14,99 € 04.03.26
Frankfurt 14,69 -1,41%
14,90 € 04.03.26
Hamburg 14,84 -0,60%
14,93 € 04.03.26
München 14,85 -1,59%
15,09 € 04.03.26
Stuttgart 14,86 +0,27%
14,82 € 04.03.26
L&S RT 14,935 +0,71%
14,83 € 04.03.26
Nasdaq OTC Other 18,925 $ +2,69%
18,429 $ 04.02.26
Tradegate 14,98 +0,94%
14,84 € 04.03.26
Quotrix 14,83 -1,26%
15,02 € 04.03.26
Gettex 14,82 -0,20%
14,85 € 04.03.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
04.03.26 14,93 61 T
03.03.26 14,84 402 T
02.03.26 15,14 67 T
27.02.26 15,65 69 T
26.02.26 15,82 36.147
25.02.26 15,65 19.696
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 15,65 € -4,60%
1 Monat 16,14 € -7,50%
6 Monate 15,64 € -4,54%
1 Jahr 16,73 € -10,76%
5 Jahre 9,18 € +62,64%

Unternehmensprofil Coface

Coface SA ist ein internationaler Anbieter von Kreditversicherung und Risiko-Management mit Hauptsitz in Bois-Colombes bei Paris. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Absicherung von Handelsforderungen und die Analyse von Länderrisiken und Branchenrisiken für Unternehmen aller Größenklassen. Historisch geht Coface auf das Jahr 1946 zurück, als Frankreich eine Institution zur Exportförderung und Absicherung von Zahlungsrisiken aufbaute. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Coface schrittweise von einer staatsnahen Einrichtung zu einem privatwirtschaftlich organisierten, börsennotierten Spezialisten für Kreditversicherung und Informationsdienstleistungen. Die internationale Expansion erfolgte in Wellen ab den 1990er-Jahren, zunächst in Europa, dann in Nordamerika, Asien und Lateinamerika. Durch den Aufbau eines eigenen globalen Netzwerks und Kooperationen mit lokalen Partnern etablierte Coface eine weit gespannte Präsenz in entwickelten wie in Schwellenmärkten. Wesentliche Weichenstellungen der jüngeren Vergangenheit betrafen die strategische Fokussierung auf das Kerngeschäft Kreditversicherung, den Ausbau datengetriebener Risikoanalysen und die schrittweise Reduktion staatsnaher Aufgaben. Heute agiert Coface als eigenständiger Finanzdienstleister mit regulatorischer Aufsicht wie ein Versicherungsunternehmen und berichtet als börsennotierte Gesellschaft transparent gegenüber Kapitalmarkt und Aufsichtsbehörden.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Coface basiert auf der Übernahme von Ausfallrisiken im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen. Kernelement ist die Kreditversicherung: Coface versichert Lieferanten gegen das Risiko, dass gewerbliche Abnehmer ihre Rechnungen ganz oder teilweise nicht begleichen. Die Kunden zahlen Versicherungsprämien, im Gegenzug übernimmt Coface je nach Police einen Großteil des Forderungsausfalls. Die Wertschöpfung entsteht aus einer Kombination von Prämieneinnahmen, striktem Underwriting, fortlaufender Bonitätsüberwachung der Abnehmer sowie einem aktiven Forderungsmanagement. Ein zweites Standbein bilden Informationsdienstleistungen. Auf Basis eines umfangreichen Datenbestands zu Unternehmen, Branchen, Zahlungsgewohnheiten und politischen Risiken erstellt Coface Bonitätsbewertungen, Länderrisikoeinstufungen und Branchenreports. Diese Informationen fließen sowohl in die Versicherungsprodukte ein als auch in eigenständige Risikoinformationsservices für Kunden. Darüber hinaus bietet Coface Dienstleistungen in den Bereichen Inkasso, Factoring-Services in ausgewählten Märkten sowie ergänzende Risikotransferlösungen. Das Geschäftsmodell erfordert eine strenge Risikomodellierung, aktuarielles Know-how und eine diversifizierte Portfoliostruktur über Länder, Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. Einnahmen und Profitabilität hängen stark von der Qualität der Risikoselektion, der Preisgestaltung und der Schadensregulierung ab.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Coface zielt darauf ab, den globalen Handel zu erleichtern und Unternehmen gegen Unsicherheiten im Forderungsmanagement abzusichern. Im Zentrum steht die Unterstützung von Kunden bei der Steuerung von Kreditrisiken, um Liquidität und Planbarkeit zu verbessern. Strategisch verfolgt das Management einen Ansatz, der auf vier Säulen aufbaut: risiko­adjustiertes Wachstum im Kerngeschäft Kreditversicherung, operative Effizienz, datengetriebene Entscheidungsprozesse und Kapitaldisziplin. Coface positioniert sich als Partner für Unternehmen, die ihre Debitorenbuchhaltung und ihr Working Capital professionalisieren wollen. Die Mission umfasst auch die Transparenz über Länder- und Branchenzyklen. Mit regelmäßigen Updates zu Länderratings und Sektoranalysen will Coface ein Frühwarnsystem für Kunden bieten. Die strategische Ausrichtung ist auf langfristige, nachhaltige Beziehungen mit Unternehmenskunden angelegt, nicht auf kurzfristige Volumenmaximierung. Damit soll das versicherungstechnische Ergebnis stabil gehalten und die Volatilität in Stressphasen der Konjunktur begrenzt werden.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio von Coface deckt den gesamten Lebenszyklus des Forderungsmanagements ab. Zentrales Produkt ist die Kreditversicherung für Inlands- und Exportgeschäfte. Sie umfasst typischerweise die Prüfung von Abnehmern, Festlegung von Kreditlimiten, laufende Überwachung, Entschädigung im Schadenfall und häufig auch Unterstützung beim Inkasso. Neben Standardpolicen bietet Coface maßgeschneiderte Programme für multinationale Konzerne mit komplexen Lieferketten. Ergänzend betreibt Coface Informationsdienste, die auf Unternehmensauskünfte, Bonitätsscores und Wirtschaftsinformationen spezialisiert sind. Kunden können auf Datenbanken mit Millionen von Unternehmensprofilen zugreifen, um interne Kreditrichtlinien zu unterstützen. Inkassodienstleistungen runden das Angebot ab: Coface übernimmt außergerichtliches und gegebenenfalls gerichtliches Forderungsmanagement im In- und Ausland, um Zahlungsausfälle zu minimieren. In einigen Märkten bietet Coface zusätzlich Factoring-nahe Lösungen und spezielle Deckungen für politische Risiken und Single-Risk-Absicherungen an. Digitale Plattformen zur Policenverwaltung, zur Abfrage von Kreditlimiten und zur Schadensmeldung sind integraler Bestandteil des Leistungsangebots. Sie ermöglichen eine effiziente Integration in das Risk-Management der Kunden, insbesondere im Mittelstand und bei Großunternehmen mit internationaler Präsenz.

Business Units und Organisationsstruktur

Coface strukturiert sein Geschäft im Wesentlichen nach geografischen Regionen und Funktionsbereichen. Die operative Steuerung erfolgt über regionale Plattformen in Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik sowie Lateinamerika und Mittlerer Osten/Afrika. Diese Regionen verantworten Vertrieb, Kundenbetreuung, Underwriting und Schadensmanagement in ihren Märkten. Parallel existieren zentrale Funktionen für Risikomanagement, Aktuariat, Rückversicherung, IT und Datenanalyse, die gruppenweit Standards setzen und Synergien heben. Die Kreditversicherungsaktivitäten bilden die Kern-Business-Unit, die den Großteil der Wertschöpfung generiert. Ergänzende Einheiten kümmern sich um Informationsdienste, Inkasso und Spezialprodukte. Die Organisation ist darauf ausgelegt, länderübergreifende Expertise zu bündeln, gleichzeitig aber lokale Marktkenntnisse zu nutzen, etwa bei der Einschätzung von Zahlungsverhalten, regulatorischen Rahmenbedingungen und Durchsetzbarkeit von Forderungen. Für Kunden mit globaler Präsenz bietet Coface zentrale Key-Account-Strukturen, die die Koordination länderübergreifender Versicherungsprogramme übernehmen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von Coface liegt im Umfang und in der Tiefe des eigenen Informationsnetzes. Durch jahrzehntelange Datensammlung über Zahlungserfahrungen, Unternehmensstrukturen, Länderrisiken und Branchenzyklen verfügt Coface über einen umfangreichen Datenbestand, der in proprietäre Scoring-Modelle einfließt. Dieser Informationsvorsprung wirkt als Burggraben, da er nicht kurzfristig replizierbar ist und direkt die Qualität des Underwritings beeinflusst. Ein zweiter Moat ergibt sich aus der globalen Präsenz mit einem Netz von lokalen Niederlassungen und Partnern. Kreditversicherung erfordert Detailkenntnisse über rechtliche Rahmenbedingungen, Insolvenzszenarien und Inkassomöglichkeiten. Die Kombination aus lokaler Expertise und zentraler Risikosteuerung erschwert neuen Marktteilnehmern den Eintritt. Zudem verfügt Coface über etablierte Beziehungen zu multinationalen Kunden, Banken, Vermittlern und Maklern im Bereich Trade Finance. Langjährige Vertragsbeziehungen und Implementierungen in ERP-Systeme und Treasury-Prozesse der Kunden erzeugen Wechselkosten, die die Kundenbindung erhöhen. Schließlich stärkt der Zugang zum Rückversicherungsmarkt und die Erfahrung im Management von Großschäden die Resilienz des Geschäftsmodells in Rezessionen und Krisen.

Branchen- und Wettbewerbsumfeld

Coface agiert in der Nische der Kreditversicherung und des kommerziellen Risiko-Managements, einem Segment zwischen klassischer Sachversicherung und Bankenwelt. Die Branche ist oligopolistisch geprägt, mit wenigen großen globalen Anbietern und einigen regionalen Spezialisten. Hauptwettbewerber sind internationale Kreditversicherer und Anbieter von Handelsfinanzierungslösungen. Der Wettbewerb findet vor allem über Servicequalität, Underwriting-Kompetenz, Preisgestaltung und die Breite des geografischen Netzwerks statt. Die Nachfrage wird stark von der globalen Konjunktur, dem Welthandel, der Zinsentwicklung und der Insolvenzdynamik beeinflusst. In Wachstumsphasen steigt die Nutzung von Kreditversicherung, während Rezessionen zwar zu höheren Schadenquoten, aber auch zu steigender Risikosensibilität der Unternehmen führen. Regional ist Coface in Europa traditionell stark verankert, da hier die Kreditversicherung historisch gewachsen ist. In Asien und Lateinamerika sieht das Management strategische Wachstumsfelder, weil dort der formalisierte Umgang mit Kreditrisiken im Handel noch Potenzial aufweist. Regulierung, Wettbewerbsrecht und Versicherungsaufsicht bilden dabei den Rahmen, in dem Coface agiert. Zusätzlich entsteht Wettbewerb durch alternative Risikotransferinstrumente wie Bankgarantien, Sicherungsabtretungen, Factoring oder Captive-Lösungen großer Konzerne.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Coface verfolgt eine Strategie, die auf kontrolliertes Wachstum, verbesserte Profitabilität und robuste Kapitalausstattung ausgerichtet ist. Governance-Strukturen entsprechen dem Standard börsennotierter europäischer Finanzinstitute mit Aufsichtsorganen, unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern und Ausschüssen für Audit, Risiko und Vergütung. Die Führung setzt auf eine strikte Zeichnungspolitik, die zyklische Übertreibungen dämpfen soll. Preisdisziplin und Portfoliosteuerung stehen im Vordergrund, insbesondere in Phasen niedriger Insolvenzquoten, in denen Wettbewerber teilweise aggressiver zeichnen. Gleichzeitig investiert Coface in Digitalisierung und Automatisierung von Kreditprüfungsprozessen, um Bearbeitungszeiten zu verkürzen und den Servicegrad zu erhöhen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau analytischer Fähigkeiten, einschließlich maschineller Lernverfahren zur Verbesserung der Bonitätseinschätzung. Die Strategie sieht eine ausgewogene Kapitalallokation vor, bei der Solvabilität und regulatorische Kapitalquoten zentrale Kennziffern sind. Ausschüttungspolitik und Rückversicherung werden so gestaltet, dass Verlustjahre abgefedert werden können, ohne die langfristige Stabilität zu gefährden.

Besonderheiten und Risikokompetenz

Eine Besonderheit von Coface ist die enge Verzahnung von Risikoforschung und operativem Geschäft. Das Unternehmen veröffentlicht regelmäßig Länderratings, Branchenanalysen und Studien zu globalen Zahlungsgewohnheiten. Diese Research-Aktivitäten dienen nicht nur dem Marketing, sondern fließen in die Risikopolitik und Preisgestaltung ein. Coface verfügt über spezialisierte Teams für politische Risiken, komplexe Forderungsstrukturen und Großschäden. Die Fähigkeit, Frühwarnsignale wie Verschlechterungen von Zahlungszielen, Lieferkettenstörungen oder Wechselkursvolatilität zu erkennen, ist ein zentraler Bestandteil der Risikokompetenz. Zudem hat Coface Erfahrung mit der Steuerung von Exposure in Schwellenländern, in denen rechtliche Durchsetzbarkeit und Datenqualität häufig eingeschränkt sind. Ein weiterer Aspekt ist die Kooperation mit Banken, Exportkreditagenturen und multilateralen Institutionen, um komplexe Trade-Finance-Strukturen abzusichern. Coface bewegt sich damit an der Schnittstelle zwischen Privatwirtschaft und öffentlich unterstütztem Exportgeschäft, ohne selbst eine klassische Exportkreditagentur zu sein.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für konservative Anleger bietet Coface mehrere potenzielle Chancen. Erstens könnte eine anhaltende Professionalisierung des Kreditrisikomanagements in Unternehmen die strukturelle Nachfrage nach Kreditversicherung und Informationsdienstleistungen stützen. Der Trend zu globalen Lieferketten, komplexeren Zahlungszielen und strengeren Anforderungen an Liquiditätssteuerung erhöht den Bedarf an spezialisierten Absicherungslösungen. Zweitens profitieren Kreditversicherer grundsätzlich von ihrer Rolle als Frühwarnsystem im Welthandel: Unternehmen, Banken und Investoren nutzen Risikodaten zunehmend in ihren Entscheidungsprozessen, was zusätzliche Erlösmöglichkeiten im Bereich Datenservices eröffnet. Drittens könnte Coface von einem weiteren Ausbau digitaler Plattformen, automatisierter Underwriting-Prozesse und datengetriebener Produkte profitieren, die Skaleneffekte ermöglichen und die Kostenquote langfristig senken. Viertens eröffnet die Präsenz in Schwellenmärkten Wachstumschancen, wenn dort Handel und formelle Kreditvergabestrukturen weiter zunehmen. Für konservative Anleger ist zudem die Möglichkeit interessant, in ein Unternehmen zu investieren, dessen Geschäftsmodell stark vom globalen Handelsvolumen und der Nachfrage nach Risikotransfer abhängt, jedoch weniger direkt von Zinsmargen klassischer Banken.

Risiken und zyklische Verwundbarkeit

Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber, die ein konservativer Anleger berücksichtigen sollte. Kreditversicherung ist inhärent zyklisch: In Phasen wirtschaftlicher Abschwächung und steigender Insolvenzen können Schadenquoten deutlich anziehen. Starke Rezessionen, geopolitische Schocks oder abrupte Zinswenden können zu sprunghaften Belastungen der Ergebnisentwicklung führen. Ein weiteres Risiko liegt im intensiven Wettbewerb innerhalb der Branche. Aggressive Preisstrategien von Wettbewerbern können die Margen komprimieren und den Druck erhöhen, Risiken einzugehen, die sich im Abschwung als problematisch erweisen. Darüber hinaus ist Coface dem Risiko regulatorischer Änderungen, aufsichtsrechtlicher Eingriffe und veränderter Anforderungen an Kapitalunterlegung ausgesetzt, die die Flexibilität im Geschäftsbetrieb beeinträchtigen können. Strukturelle Veränderungen im Welthandel, etwa durch Protektionismus, Handelskonflikte oder regionale Fragmentierung von Lieferketten, könnten das potenzielle Geschäftsvolumen begrenzen. Schließlich besteht ein Modellrisiko: Wenn die internen Bonitäts- und Länderrisikomodelle Krisenphasen oder strukturelle Brüche nicht angemessen abbilden, können Verluste höher ausfallen als erwartet. Konservative Anleger sollten daher die Volatilität des Geschäftsmodells, die Qualität des Risikomanagements und die langfristige Stabilität der Kapitalausstattung sorgfältig beobachten, ohne daraus automatisch eine Investitionsempfehlung abzuleiten.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 2,33 Mrd. €
Aktienanzahl 150,18 Mio.
Streubesitz 33,17%
Währung EUR
Land Frankreich
Sektor Finanzen
Branche Versicherungen
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+66,83% Weitere
+33,17% Streubesitz

Community-Beiträge zu Coface

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Parosit
Gesamtengagement weniger als 1 % in RUS
Nach Angaben der Deutschen Bank belief sich das Gesamtengagement des Kreditversicherers Coface Ende Februar auf 5 Mrd. EUR, davon 95 % Russland und 5 % Ukraine, was weniger als 1 % des gesamten versicherten Risikos der Gruppe entspricht. Logo der Deutschen BankDie Bank erklärte, dass dieses Engagement vor dem aktuellen Hintergrund im Durchschnitt eine Duration von 6-12 Wochen habe und in den kommenden Wochen mit einem deutlichen Rückgang rechnen werde. Von diesem Engagement in Höhe von 5 Mrd. EUR entfällt etwa die Hälfte auf Inlandsengagements, die andere Hälfte auf Exportgeschäfte. In dieser zweiten Hälfte entfallen etwa 40 % auf pharmazeutische und landwirtschaftliche Sparten, darunter Pharmaunternehmen, die Medikamente an russische Krankenhäuser schicken, die allgemein als ziemlich widerstandsfähig gelten. Angesichts der RUB-Abwertung in den letzten Wochen dürfte sich das Inlandsengagement auf 1,0-1,5 Mrd. Euro reduziert haben. K2 International Die Bank wies darauf hin, dass in diesem Stadium zwar ein gewisser Druck durch eine Konjunkturabschwächung in Russland bestehen könnte, sie jedoch nicht glaubt, dass die Verluste so erheblich sein sollten. Potenziell relevanter ist die andere Hälfte des Geschäfts. Obwohl sich das gesamte potenzielle versicherte Risiko hier auf 2,5 Mrd. EUR beläuft, ist die Deutsche Bank der Ansicht, dass viele Unternehmen ihre Limits nur zu 50-60 % ausgeschöpft haben – dh das tatsächliche potenzielle versicherte Risiko liegt hier eher bei 1,5 Mrd. EUR. Typischerweise entsprechen die Verluste unter normalen Marktbedingungen 10 Basispunkten des versicherten Risikos, wobei die Bank schätzt, dass sich dies in einem mittleren Stressszenario auf 1 % ausdehnen könnte, in einem schwereren Stressszenario jedoch auf 5 % steigen könnte. Die Bank erklärte weiter, dass diese stärkere Belastung in realer Geldmenge 75 Millionen Euro vor Steuern entspricht – was 30 % der aktuellen Konsenserwartungen für die Gewinne im Jahr 2022 entspricht. Für Konservative könnte dies auf 100 bis 125 Millionen Euro steigen. Als Hinweis, dies scheint im Großen und Ganzen mit der aktuellen Prognose der Allianz für Euler Hermes von potenziellen Verlusten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe und den relativen Risiken/der Größenordnung der beiden Unternehmen übereinzustimmen.
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Chaecka
Coface
Zu Coface gibt es wenig Informationen. Die Auswirkungen des Krieges und von Corona dürften eingepreist sein. Im Anschluss werden viele Firmen unter dem Eindruck des Kriegs die Produkte von Coface nachfragen, ich rechne daher mit einer guten Auftragslage und steigenden Preisen. Die Dividende ist hammerstark, da stört auch der Abzug von 35% kaum. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass dieses Dividendenniveau gehalten werden kann? Was meint ihr?
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Parosit
Bodenbildung?
Der Einbruch hat mich kalt erwischt. Bei einer hohen Gewichtung ist das ärgerlich und wenn es so schnell geht natürlich auch. Kreditversicherungen müssten bei unsicheren Zeiten eigentlich gefragt sein. Hohe Inflationsraten sollten doch die Risiken reduzieren. Wie immer irre(n) ist nie ausgeschlossen.
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Häufig gestellte Fragen zur Coface Aktie und zum Coface Kurs

Der aktuelle Kurs der Coface Aktie liegt bei 14,98 €.

Für 1.000€ kann man sich 66,76 Coface Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Coface Aktie lautet COFAF.

Die 1 Monats-Performance der Coface Aktie beträgt aktuell -7,50%.

Die 1 Jahres-Performance der Coface Aktie beträgt aktuell -10,76%.

Der Aktienkurs der Coface Aktie liegt aktuell bei 14,98 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -7,50% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Coface eine Wertentwicklung von 0,47% aus und über 6 Monate sind es -4,54%.

Das 52-Wochen-Hoch der Coface Aktie liegt bei 18,68 €.

Das 52-Wochen-Tief der Coface Aktie liegt bei 14,09 €.

Das Allzeithoch von Coface liegt bei 18,68 €.

Das Allzeittief von Coface liegt bei 4,49 €.

Die Volatilität der Coface Aktie liegt derzeit bei 48,99%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Coface in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 2,33 Mrd. €

Insgesamt sind 149,4 Mio Coface Aktien im Umlauf.

Coface hat seinen Hauptsitz in Frankreich.

Coface gehört zum Sektor Versicherungen.

Das KGV der Coface Aktie beträgt 8,16.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Coface betrug 1.648.842.000 €.

Die nächsten Termine von Coface sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Coface zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 20.05.2025 eine Dividende in Höhe von 1,40 € gezahlt.

Zuletzt hat Coface am 20.05.2025 eine Dividende in Höhe von 1,40 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 9,47%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Coface wurde am 20.05.2025 in Höhe von 1,40 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 9,47%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 20.05.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,40 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.