Mercedes-Benz: So steht es jetzt um die Erholungschancen der Aktie!

Max Gross Max Gross
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Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

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Mercedes-Benz ist ein weltweit bekannter deutscher Automobilhersteller, der für seine hochwertigen Personenwagen, Sportwagen, Lkw und Busse bekannt ist.
©unsplash.com
Nach frischen Mehrjahrestiefs gelingt der Aktie von Mercedes-Benz endlich eine erste Gegenbewegung. Wie steht es um die Chancen einer möglichen Erholung?
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Deutsche Autobauer: Vom DAX deutlich abgehängt

Egal ob BMW, Mercedes-Benz oder Volkswagenfür die Anteile deutscher Fahrzeughersteller war 2026 kein erfolgreiches Börsenjahr. Absatzprobleme, hohe Kosten bei der Diversifizierung der Antriebs- und Produktpalette sowie sinkende Margen belasten die Ertragssituation. Gleichzeitig wächst der Wettbewerber durch chinesische Anbieter.

Trotz neuer Allzeithochs im deutschen Leitindex DAX handeln die Papiere der Branche in unmittelbarer Nähe zu ihren 52-Wochen- oder sogar Mehrjahrestiefs. Das verdeutlicht, wie sehr die Anteile vom breiten Markt abgehängt wurden – und weckt natürlich Hoffnungen auf eine Aufholjagd, sollte die Branche ihre Talsohle durchschritten haben.

Werte aus dem Artikel:
BMW Aktie 60,62 € +0,70%
Mercedes-Benz Aktie 45,27 € +0,99%
Volkswagen Aktie 76,35 € +1,33%

Mercedes-Benz: Das schaut jetzt nach Erholung aus!

In den vergangenen Tagen kam es tatsächlich zu ersten Gegenreaktionen und Gewinnen, nachdem die Papier wochenlang fast nur eine Richtung kannten. Das könnte jetzt vor allem beim Premiumhersteller Mercedes-Benz eine Erholungschance eröffnet haben.

Schwacher Trend nach markantem Kursmuster

Nach einer längeren Seitwärtsphase im vergangenen Jahr gelang den Stuttgartern in den Monaten um den Jahreswechsel herum eine kleine Rallye. Die jedoch verlief als umgekehrtes Cup-and-Handle-Pattern (Untertassenformation) und mündete schließlich in den aktuell laufenden Abwärtstrend. Ein Death Cross im März hat die Situation ebenso verschärft wie das Unterschreiten der Unterstützung bei 50 Euro.

In den vergangenen zwei Wochen hat sich der Abverkauf noch einmal deutlich beschleunigt, was in den tiefsten Stand seit September 2021 mündete. Solche Mehrjahrestiefs gelten in der technischen Analyse ebenfalls als Verkaufssignale.

Erholung trotz Mehrjahrestief – bullishe Divergenzen unterstützen

Doch anstatt weiter an Boden zu verlieren, konnte sich Mercedes-Benz in den vergangenen Tagen etwas erholen. Dafür gibt es aus technischer Perspektive gute Gründe.

Erstens ist die Aktie am unteren Ende ihres Trendkanals angelangt. Für weitere Verluste hätte es also eine Abwärtstrendverschärfung benötigt. Genau die war mit Blick auf die bullishen Divergenzen sowohl im Relative-Stärke-Index (RSI) als auch im Trendstärkeindikator MACD nicht zu erwarten. Die überverkauften Zustände der Aktie konnten daher für eine Gegenreaktion genutzt werden – dass das Gesamtmarktumfeld stark war, hat natürlich ebenfalls einen Anteil gehabt.

Das könnte noch nicht alles gewesen sein!

Die jetzt angelaufene Erholung hat durchaus weiteres Steigerungspotenzial. Der RSI ist dank der jüngsten Kursgewinne in den neutralen Bereich zurückkehrt. Damit hat sich der Gegenwind von dieser Seite aus gelegt. Der Trendstärkeindikator MACD zeigt weit unterhalb der Nulllinie liegend zwar noch einen intakten Abwärtstrend an, doch er hat immerhin bereits seine Signallinie überwunden.

Das genügt nach längeren Talfahrten häufig schon für eine mehrwöchige Kurserholung, so wie das nach den beiden letzten Erholung in Richtung Trendkanaloberkante bereits der Fall gewesen ist. Damit dürfte Mercedes-Benz auch dieses Mal vor einem Rebound stehen, der sich bis etwa 50 Euro erstrecken könnte, was ein Anstiegspotenzial von rund 10 Prozent bietet. Ob die Aktie dann auch das Zeug hat, aus dem Abwärtstrendkanal auszubrechen, müsste bewertet werden, wenn es so weit ist. Ein fortgesetzter Anstieg der technischen Indikatoren wie derzeit wäre jedenfalls ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Was die Käuferinnen und Käufer jedoch unbedingt vermeiden sollten, sind neue Tiefs. Erstens würden die zu neuen Verkaufssignalen führen und zweitens dürfte das dann auch zum Erlöschen der bullishen Divergenzen führen, was die Erholungschancen nachhaltig beeinträchtigen würde. Wer also einen antizyklischen beziehungsweise frühen Einstieg in die Aktie wagen will, sollte sich unbedingt mit einem Stopp-Loss absichern.

[News 12056084]

Fazit:  Gute Einstiegschance für Antizykliker

Mit Blick auf die Unternehmensbewertung handelt Mercedes-Benz gegenwärtig auf einem attraktiven Kursniveau. Für 2026 wird ein KGVe von 7,7 veranschlagt, das im kommenden Geschäftsjahr auf 6,1 sinken soll. Beide Werte liegen deutlich unter dem 10-Jahres-Mittel von 9,1. Darüber hinaus zahlt das Unternehmen eine mit 7,4 Prozent voraussichtlich sehr üppige Dividende. Das allerdings setzt das Halten bis zum nächsten Jahr voraus.

Insgesamt ergibt sich daraus eine Kombination aus technischer und fundamentaler Erholungschance. Die kann zum Einstieg von Anlegerinnen und Anlegern genutzt werden, die gerne antizyklisch agieren. Das Ziel sollten aber erstmal kurzfristige Kursgewinne und nicht die Hoffnung auf eine nachhaltige Trendwende sein. Um eine solche aus dem Chart abzuleiten ist es nämlich noch deutlich zu früh.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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