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Berkshire Hathaway: Aktienrückkauf - ja, Dividenden- nein und Kraft Heinz bleibt im Depot!

Aktienrückkäufe statt Dividende: Der neue Chef von Berkshire Hathaway setzt klare Signale. Greg Abel investiert selbst Millionen in die Aktie – und knüpft damit demonstrativ an die Tradition von Warren Buffett an.
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Ein Schild von Berkshire Hathaway Real Estate in Colorado.
Quelle: - © ablokhin <a href="https://www.gettyimages.de/" rel="nofollow" target="_blank">www.gettyimages.de</a>
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Beim legendären US-Konglomerat Berkshire Hathaway beginnt eine neue Ära – doch in einem Punkt bleibt vieles beim Alten. Der neue Vorstandschef Greg Abel setzt weiterhin auf Aktienrückkäufe statt Dividenden. Gleichzeitig sendet er ein starkes Signal an die Investoren: Er kauft selbst Aktien im Millionenwert.

Der in Omaha ansässige Mischkonzern gab bekannt, dass er erstmals seit dem Jahr 2024 wieder eigene Aktien zurückkauft. Die Rückkäufe betreffen sowohl die A- als auch die B-Aktien des Unternehmens.

Die interne Richtlinie erlaubt solche Rückkäufe immer dann, wenn der CEO – nach Rücksprache mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden Warren Buffett – zu dem Schluss kommt, dass der Börsenkurs unter dem inneren Wert des Unternehmens liegt. Genau das scheint nun der Fall zu sein.

Aktienrückkäufe nach Kursrückgang

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Die Aktie von Berkshire Hathaway war im Mai noch auf ein Rekordhoch gestiegen. Seitdem hat der Kurs allerdings rund zehn Prozent nachgegeben.

Zusätzlichen Druck bekam die Aktie Anfang der Woche, nachdem der Konzern einen Rückgang des operativen Gewinns im vierten Quartal um fast 30 Prozent gemeldet hatte. Hauptgrund war eine Schwäche im Versicherungsgeschäft – traditionell eine der wichtigsten Gewinnquellen des Konzerns. Vor diesem Hintergrund entschied sich das Management nun, den Rückkauf eigener Aktien wieder aufzunehmen.

"Ich habe definitiv mit Warren gesprochen", erklärte Abel im Interview mit dem US-Sender CNBC. Er habe sich intensiv mit dem inneren Wert der Aktie beschäftigt und den Zeitpunkt gemeinsam mit Buffett abgestimmt.

Der Rückkauf sei allerdings keine grundlegende Änderung der Unternehmenspolitik, sondern vor allem eine Information an die Aktionäre über den Führungswechsel."Wir hielten es für wichtig, unsere Aktionäre, Partner und Eigentümer über den Übergang in der Führung zu informieren", sagte Abel.

CEO kauft selbst Aktien für Millionen

Noch stärker als die Rückkäufe dürfte allerdings ein anderer Schritt bei Investoren Eindruck hinterlassen haben. In einer separaten Pflichtmeldung teilte Abel mit, dass er persönlich Aktien des Unternehmens im Wert von rund 15 Millionen US-Dollar gekauft hat. Der Betrag entspricht ungefähr seinem jährlichen Nettogehalt. Der 62-jährige Manager erklärte zudem, dass er dieses Vorgehen auch in Zukunft beibehalten wolle. Sein Plan: Jedes Jahr sein gesamtes Gehalt in Berkshire-Aktien investieren.

"Die absolute Übereinstimmung mit unseren Aktionären, Partnern und Eigentümern ist von entscheidender Bedeutung", sagte Abel. Als CEO glaube er vollständig an die langfristige Stärke des Unternehmens. Bereits vor diesem Kauf hielt Abel laut Daten von FactSet Berkshire-Aktien im Wert von rund 164 US-Millionen Dollar (Dollarkurs).

Die Botschaft ist klar: Der neue Chef will zeigen, dass seine Interessen eng mit denen der Aktionäre verbunden sind – ein Prinzip, das auch Buffett jahrzehntelang verkörpert hat.

Buffetts Einfluss bleibt groß

Trotz des Führungswechsels bleibt der Einfluss von Warren Buffett weiterhin enorm. Der legendäre Investor besitzt rund 37,5 Prozent der A-Aktien von Berkshire Hathaway und hat mehrfach betont, dass er – abgesehen von seinen umfangreichen Spenden – nicht plane, seine Beteiligung zu verkaufen. Rund 99,5 Prozent seines Vermögens stecken weiterhin in Berkshire.

Auch im Alltag spielt Buffett weiterhin eine Rolle. Abel erklärte, dass sein Vorgänger nahezu täglich im Büro sei und sie regelmäßig miteinander sprechen würden. Strategisch setzt Abel ebenfalls auf Kontinuität. In seinem ersten Aktionärsbrief als CEO versprach er, dass die Unternehmenskultur aus finanziellem Konservatismus und disziplinierter Kapitalallokation "für immer" fortgeführt werde.

Große Investitionen bleiben möglich

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die enorme Liquidität des Konzerns. Abel betonte, dass Berkshire jederzeit bereit sei, schnell und entschlossen zu handeln, sollte sich eine attraktive große Investitionsmöglichkeit ergeben.

Auch bestehende Beteiligungen stehen derzeit nicht zur Disposition. So erklärte der CEO, dass es keine konkreten Pläne gebe, die Beteiligung am Lebensmittelkonzern Kraft Heinz zu reduzieren – obwohl Berkshire mit dieser Investition in der Vergangenheit wenig glücklich gewesen ist.

Gleichzeitig machte Abel deutlich, dass eine Dividende weiterhin kein Thema ist. Stattdessen sollen überschüssige Mittel weiterhin in neue Investitionen oder in Aktienrückkäufe fließen.

Aktienrückkäufe als zentrales Instrument

Diese Strategie folgt exakt dem Ansatz, den Warren Buffett über Jahrzehnte verfolgt hat. Dividenden lehnt Berkshire traditionell ab, weil sie aus Sicht des Managements steuerlich ineffizient sind und Kapital aus dem Unternehmen abziehen würden.

Aktienrückkäufe dagegen können den Wert pro Aktie erhöhen, solange sie zu einem Preis erfolgen, der unter dem inneren Wert des Unternehmens liegt. Genau deshalb sieht Abel Rückkäufe als wichtiges Instrument zur langfristigen Wertsteigerung.

Fazit

Der Start von Greg Abel an der Spitze von Berkshire Hathaway sendet ein klares Signal an die Investoren. Der neue CEO von Berkshire setzt auf Kontinuität: konservative Finanzpolitik, disziplinierte Investitionen und Aktienrückkäufe statt Dividenden. Sein persönlicher Aktienkauf über 15 Millionen Dollar unterstreicht zudem, wie stark er selbst an die Zukunft des Unternehmens glaubt.

Für Anleger bedeutet das: Auch ohne Dividende bleibt Berkshire Hathaway ein äußerst attraktiver Langfristwert. Die Kombination aus starken Beteiligungen, enormer Finanzkraft und einer weiterhin aktionärsfreundlichen Kapitalallokation macht die Aktie weiterhin zu einem der interessantesten Werte für langfristig orientierte Investoren.

Redaktion Ariva/MW


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