WDH: Baywa-Sanierung wird zur Hängepartie - neues Zieldatum 2030

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 113
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
stleistungsunternehmen mit Schwerpunkten in den Bereichen Agrar, Energie und Bau, das besonders für seine umfassende Versorgung der Landwirtschaft und sein Engagement im Bereich erneuerbare Energien bekannt ist.
- ©BayWa AG

(Tipp- und Grammatikfehler behoben)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der hochverschuldete Agrarhandels- und Mischkonzern Baywa (BayWa Aktie) muss seinen Sanierungsfahrplan um zwei Jahre verlängern. Anstelle der erhofften finanziellen Gesundung bis Ende 2028 gehen Vorstand und Aufsichtsrat des Münchner Traditionsunternehmens nun davon aus, dass die Sanierung erst Ende 2030 abgeschlossen werden kann. Dementsprechend sollen auch die Bankkredite um zwei Jahre verlängert werden, die Baywa bei ihren hohen Zinszahlungen entlasten werden. Darauf hat sich der Vorstand mit den Gläubigerbanken und den beiden Großaktionären im Grundsatz verständigt, wie das Unternehmen in München mitteilte. Bis Herbst soll eine neue Sanierungsvereinbarung erstellt werden.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die aus der Genossenschaftsbewegung hervorgegangene Baywa ist für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung vor allem im Süden und Osten Deutschlands wichtig: Das 1923 gegründete Unternehmen kauft einerseits die Ernten an und beliefert die Bauern andererseits mit Saatgut, Dünger und Landmaschinen.

Banken und Großaktionäre nehmen sich wechselseitig in die Pflicht

Sowohl die Gläubigerbanken als auch die beiden Großaktionäre - das sind die Beteiligungsgesellschaften der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken und der österreichischen Genossenschaften - erklären sich zu potenziell schmerzhaften Opfern bereit. Die zwei Großaktionäre sollen ihren Baywa-Anteil von zusammen gut 67 Prozent an einen Treuhänder übertragen. Die Banken wiederum wollen 700 Millionen Euro Baywa-Kredite in ein "Nachranginstrument" umwandeln. Falls auch der geplante neue Sanierungsfahrplan nicht zu halten ist, würde das bedeuten, dass die Forderungen anderer Gläubiger Vorrang vor dem Anspruch der Banken auf diese 700 Millionen Euro hätten./cho/DP/he

Werte aus dem Artikel:

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend