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AKTIEN IM FOKUS: Emissionsdebatte geht weiter - Zement leidet, Chemie profitiert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Donnerstag werden die Aktien großer Zementhersteller einmal mehr von der Debatte über den europäischen Emissionshandel belastet. Zum Thema wurde ein Artikel, wonach Italien auf eine Aussetzung des Handelssystems (ETS) drängen soll, um energieintensive Unternehmen zu entlasten. Von den Anlegern in der Chemiebranche wird diese Entwicklung dagegen begrüßt.

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Die Titel von Heidelberg Materials gerieten am Vormittag mit fast sechs Prozent unter Druck und jene von Holcim büßten in der Schweiz vier Prozent ein. Der Ende Januar noch rekordhohe Kurs der Heidelberger näherte sich damit wieder dem Tief seit Juni, auf das er Mitte Februar gefallen war wegen möglicher Lockerungen von Klimaschutzvorschriften. Einmal mehr belastet die Aussicht auf fallende Zementpreise und noch dazu, dass Heidelberg Materials bisher als Vorreiter galt mit Investitionen in eine emissionsarme Produktion, die sich damit vorerst weniger lohnen könnte.

Umgekehrt profitierten die Aktien von BASF (BASF Aktie) , die am Donnerstag im moderat steigenden Leitindex Dax mit einem Anstieg um 1,5 Prozent zu den besten Werten zählten. Im MDax der mittelgroßen Werte gehörten außerdem Lanxess und Wacker Chemie zu den besonders gefragten Werten. Hier sind die Nachrichten erleichternd, weil hohe Emissionsabgaben in Europa ihre Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit haben können.

Am Donnerstag ging die Diskussion über den Emissionshandel weiter, nachdem der italienische Industrieminister eine Aussetzung des EU-Emissionshandels gefordert hatte, solange dieser noch nicht reformiert ist. Das Handelssystem stelle "in seiner jetzigen Form eine zusätzliche Belastung für europäische Unternehmen dar, die ihre Kosten erhöht und ihre Wettbewerbsfähigkeit einschränkt", sagte Adolfo Urso in Brüssel. Zudem sei Italien dafür, die Abschaffung kostenloser Emissionszertifikate zu verschieben, solange noch keine umfassenden Änderungen beschlossen wurden.

Spekulationen über eine Aufweichung der Klimapolitik hatte Anfang Februar schon einmal für Ausschläge bei Zementwerten nach unten und bei Chemiewerten nach oben gesorgt. Mitte Februar stand die Diskussion darüber nochmals auf einem Gipfeltreffen der energieintensiven Industrien in Antwerpen im Fokus./tih/la/mis

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