ARIVA.DE Redaktion  | 
aufrufe Aufrufe: 2233

Warum die Avis-Aktie nach dem Meme-Hype brutal abstürzt

Nach einem spektakulären Kursfeuerwerk folgt der Absturz: Die Aktie von Avis Budget verliert am Donnerstag mehr als 45 Prozent. Anleger fürchten Verwässerung, hohe Schulden und das Ende des Short-Squeeze-Hypes.
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Aktienanalyse (Symbolbild)
Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/ai-generiert-finanzen-graph-geld-8165279/"> - ©pixabay.com https://pixabay.com/de/illustrations/ai-generiert-finanzen-graph-geld-8165279/: ...
Avis Budget Group Inc. 184,98 $ Avis Budget Group Inc. Chart +2,39%
Zugehörige Wertpapiere:

Die Aktie der Avis Budget Group hat sich am Donnerstag innerhalb von 2 Stunden nach US-Handelsschluss fast halbiert. Nach dem Schlusskurs vom Vortag bei 443,94 US-Dollar sackte das Papier im frühen Handel zeitweise auf rund 240 US-Dollar ab. Das entspricht einem Minus von etwa 45 Prozent – einer der heftigsten Tagesverluste in der jüngeren Unternehmensgeschichte.

Bereits vor Handelsbeginn geriet die Aktie unter Druck. Im vorbörslichen Handel war das Papier noch bis auf knapp 450 US-Dollar gestiegen, drehte dann aber deutlich nach unten. Mit der Eröffnung der Wall Street beschleunigte sich der Ausverkauf massiv. Innerhalb von nur 20 Minuten fiel der Kurs von rund 402 auf 314 US-Dollar.

Bemerkenswert: Trotz des Crashs liegt die Aktie auf Monatssicht weiterhin rund 120 Prozent im Plus. Binnen eines Jahres summiert sich das Kursplus sogar auf mehr als 170 Prozent. Hintergrund war ein spektakulärer Short Squeeze, der Avis zuletzt zu einem der meistdiskutierten Börsentitel unter Privatanlegern machte.

Nun rücken jedoch die fundamentalen Risiken in den Vordergrund. Marktteilnehmer sorgen sich zunehmend über eine mögliche Kapitalerhöhung. Ein sogenanntes "At-the-Market"-Programm würde neue Aktien direkt am Markt platzieren – und bestehende Aktionäre verwässern.

Die Sorge kommt nicht von ungefähr: Das Eigenkapital des Konzerns ist negativ, gleichzeitig liegt die Verschuldung bei mehr als 6 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommt ein enttäuschendes Quartalsergebnis. Im vierten Quartal verfehlte Avis die Erwartungen deutlich und musste hohe Abschreibungen auf seine Fahrzeugflotte verbuchen.

Der jüngste Höhenflug wurde zudem durch eine ungewöhnlich knappe verfügbare Aktienzahl verstärkt. Große Investoren hielten einen erheblichen Teil der Anteile, während Leerverkäufer auf fallende Kurse gesetzt hatten. Als diese Positionen eingedeckt werden mussten, explodierte der Kurs. Nun scheint sich dieser Effekt umzukehren.

Für Anleger bleibt die Lage hochriskant. Sollte die Aktie die Zone um 290 US-Dollar nicht halten, könnten weitere Rückschläge folgen. Gleichzeitig dürfte jede Meldung über eine Kapitalmaßnahme den Markt erneut bewegen.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend