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ROUNDUP 2: Gewinn von Biotechunternehmen Argenx schnellt in die Höhe

(neu: Kurs ins Minus gedreht)

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Ein starkes Geschäft mit seinem Kassenschlager Vyvgart zur Behandlung schwerer Autoimmunkrankheiten hat das Biotech-Unternehmen Argenx im dritten Quartal angetrieben. Die Niederländer steigerten ihren Umsatz und Gewinn kräftig. An der Börse half das den Aktien nur vorübergehend, obwohl auch die Neuigkeiten zur weiteren Medikamentenentwicklung des Unternehmens mit Zufriedenheit aufgenommen wurden.

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Am Donnerstag im späten Handel verloren die Papiere zuletzt knapp drei Prozent, nachdem sie zunächst um mehr als fünf Prozent nach oben auf einen Rekord bei gut 754 Euro gesprungen waren. Nach den deutlichen Kursgewinnen in den vergangenen Jahren war Argenx im September in den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 aufgenommen worden. Das Papier zog in den vergangenen zwölf Monaten um fast 40 Prozent an.

In den drei Monaten bis Ende September war der Erlös auf fast das Doppelte des Vorjahreswerts angestiegen und erreichte gut 1,1 Milliarden US-Dollar,

wie Argenx in Amsterdam mitteilte. Das operative Ergebnis verbesserte sich trotz gestiegener Kosten auf 346 Millionen Dollar, ein Jahr zuvor war im Tagesgeschäft lediglich ein Ergebnis von 14 Millionen erzielt worden. Unter dem Strich schnellte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn mit 344 Millionen Dollar (Dollarkurs) auf fast das Vierfache hoch. Umsatz und operatives Ergebnis fielen deutlich besser aus, als von Bloomberg erfasste Experten erwartet hatten.

Bernstein-Analyst Justin Smith lobte das Zahlenwerk und sprach von soliden Resultaten. Zudem hob er positiv hervor, dass die Niederländer ihre Ambitionen bis zum Jahr 2030 bekräftigt hätten. Argenx will bis zum Ende des Jahrzehnts für seine Medikamente Zulassungen für zehn Anwendungsbereiche ergattern. Der Konzern zeigte sich zudem zuversichtlich, dass dann insgesamt 50.000 Patienten mit seinen Mitteln behandelt würden.

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Das Biotechunternehmen macht derzeit im Wesentlichen seinen Umsatz mit Vyvgart. Das Medikament mit dem Wirkstoff Efgartigimod Alfa gilt wegen seines speziellen Wirkprinzips als das erste in seiner Klasse. Es wird zur Behandlung gegen die Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis eingesetzt, einer schweren Muskelschwäche. Zuletzt wurde es auch zur Anwendung bei Patienten mit chronischer inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie zugelassen. Bei zahlreichen weiteren Indikationen laufen derzeit Studien, einige Resultate werden in der ersten Hälfte 2026 erwartet. Damit bereitet sich Argenx nach eigenen Angaben auf weitere Markzulassungen vor.

Konkrete Umsatz- oder Gewinnziele für das laufende Jahr nennen die Niederländer derweil nicht./tav/lew/mis/he

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