PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - An den europäischen Börsen haben die Indizes vor dem großen Verfall an diesem Freitag keine großen Sprünge gemacht. Am großen Verfallstag laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Vom "großen Verfall" sprechen Börsianer, wenn Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien am selben Tag verfallen. In den USA wird am Freitag feiertagsbedingt nicht gehandelt, Impulse von dort bleiben aus.
Für dich zusammengefasst:
Die europäischen Börsen zeigen vor dem Verfallstag kaum Bewegung.
Der EuroStoxx 50 liegt bei 6.332 Zählern, plus 0,14 Prozent.
ASML-Aktien fallen um 2 Prozent nach einer US-Warnung.
Der EuroStoxx 50 blieb in Rekordhöhen mit einem Plus von zuletzt 0,14 Prozent auf 6.332 Zähler. Auf Wochensicht zeichnet sich für den Leitindex der Euroregion ein Gewinn von 2,3 Prozent ab.
Marktteilnehmer sind einerseits optimistisch hinsichtlich der Wiedereröffnung der für den Öltransport so bedeutenden Meerenge von Hormus nach dem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, andererseits etwas skeptisch, ob das Abkommen von Bestand sein wird. Dass die für diesen Freitag in der Schweiz angedachte erste Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens abgesagt wurde, hinterließ in den Indizes keine Schäden.
Außerhalb der Eurozone ging es für den Schweizer SMI um 0,25 Prozent nach oben auf 13.800 Punkte. Der britische FTSE 100 notierte knapp im Plus bei 10.409 Punkten.
Der Ölsektor unternahm als bester der Stoxx-600-Übersicht mit plus 1,2 Prozent einen Stabilisierungsversuch nach seiner jüngsten Schwäche im Zuge der gesunkenen Ölpreise. Am anderen Ende des Tableaus verbuchte der Sektor für Basisrohstoffe Verluste von 0,6 Prozent.
Für Aufmerksamkeit sorgte eine Warnung der US-Regierung an den Anlagenbauer ASML , dass eines seiner Systeme für Extrem-Ultraviolett-Lithografie (EUV) in China im Einsatz sein könnte. Die Niederländer erklärten prompt, dass sie weder die Anlagen noch Zubehör ins Reich der Mitte exportiert hätten. ASML-Aktien verloren 2 Prozent, nachdem sie tags zuvor einen neuerlichen Rekord erreicht hatten.
Optimismus von JPMorgan trieb die Aktien von Vestas um 4,8 Prozent hoch. Analyst Akash Gupta platzierte in seiner Einschätzung zu dem dänischen Windkraftkonzern den Hinweis "Positive Catalyst Watch", womit er mit Blick auf bevorstehende Geschäftszahlen mit positiven Trends rechnet. So hält Gupta eine Anhebung der Jahresziele mit dem Halbjahresbericht Mitte August für wahrscheinlich./ajx/jha/
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