- Der US-Aktienmarkt setzt seine Rekordjagd fort.
- Der S&P 500 hat seit dem Jahrestief 41,5% gewonnen.
- Es besteht eine hohe Gefahr einer Korrektur im Markt.
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Pünktlich zu Halloween: Horrorkerze des Grauens
Auch in der vergangenen Woche setzte der US-Aktienmarkt seine Rekordjagd angetrieben von starken Quartalsergebnissen fort, vor allem Alphabet und Amazon wussten zu überzeugen und wurden mit kräftigen Kursaufschlägen belohnt. Der Oktober markierte somit den sechsten Monatsgewinn für den Gesamtmarktindex S&P 500 in Folge.
Doch bei genauerem Hinsehen bedeutet die vergangene Woche allergrößte Gefahr, denn im Wochenchart ist pünktlich zu Halloween am vergangenen Freitag ein sogenannter Shooting Star und damit eine berüchtigte Trendwendekerze entstanden: Höhere Kurse wurden immer wieder verkauft, auch weil der S&P 500 zuletzt am oberen Bollinger Band beziehungsweise sogar darüber notierte.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
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10
|
15
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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15
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S&P 500 vor tiefer Korrektur? Das spricht jetzt dafür!
Damit besteht aus charttechnischer Perspektive jetzt eine hohe Abwärts- und Korrekturgefahr. Wie tief es gehen kann und wie sich Anlegerinnen und Anleger dagegen wappnen können, lesen Sie im Folgenden.

Quelle: TradingView.com
Geringe Marktbreite führt zu Konzentrationsrisiken
Seit dem Crash im April, ausgelöst durch die von US-Präsident Donald Trump verursachte Zollpanik, handelt der US-Aktienmarkt wieder in einem Aufwärtstrend. Gegenüber dem Jahrestief bei 4.835,04 Punkten hat der S&P 500 inzwischen 41,5 Prozent an Wert gewonnen. Das demonstriert die hohe Dynamik der vergangenen 6 Monate.
Doch es gibt gleich mehrere Warnsignale. Einerseits ist die Marktbreite erschreckend gering. Die Rallye wird nur noch durch einige wenige Branchen und stark gewichtete Einzelwerte wie Nvidia und Apple getragen. Das bedeutet ein hohes Konzentrationsrisiko.
Anschlusskäufe blieben aus: Trendwendekerze an brisanter Stelle
Anderseits blieben in der vergangenen Woche trotz oft guter Quartalszahlen Anschlusskäufe aus. Dadurch ist es zu einem Shooting Star gekommen – einer Wendekerze, die nach starken Aufwärtsbewegungen oft zu einer Trendwende führt. Das gilt umso mehr, wenn der Kurs dabei am oberen der beiden Bollinger Bänder notierte.
Ähnliche Konstellationen sorgten bereits im Sommer 2023, im August 2024 und im März dieses Jahres für starke Korrekturen. Angesichts der anhaltenden bearishen Divergenzen im Relative-Stärke-Index (RSI), welcher die Rekordjagd auf Wochenbasis längst nicht mehr unterstützt, ist die Gefahr einer Korrektur umso größer.

Quelle: TradingView.com
Rekordjagd schon seit Monaten technisch nicht bestätigt
Auch der Tageschart offenbart große Schwächen. Hier liegen nicht nur im RSI, sondern auch im Trendstärkeindikator MACD bearishe Divergenzen vor – und das schon seit mehreren Monaten. Die Bollinger Bänder wurden hier in der vergangenen Woche nicht nur berührt, sondern auch verlassen. Das deutet auf eine extrem weit fortgeschrittene Aufwärtsbewegung hin, die technisch aber nicht bestätigt ist.
Vor allem Kurslücken sorgten zuletzt für eine Fortsetzung der Rallye. Das ist in Form sogenannter Runway-Gaps zwar einerseits als bullish zu bewerten, zeigt andererseits aber auch Kaufpanik und die Angst, etwas zu verpassen an. Diese Kurslücken könnten nun geschlossen werden. Allein die bei 6.738,93 Punkten bedeutet ein Abwärtspotenzial von 100 Punkten.
Mindestens Pullback, eher aber ausgedehnte Korrektur
Eine Korrektur bis an das untere Bollinger Band – nach Trendwendeereignissen am oberen Band ein häufiges Szenario – würde einen erneuten Test der Unterstützungszone zwischen 6.560 und 6.600 Punkten bedeuten. Auch das ein noch moderater Pullback.
Angesichts der ausgedehnten bearishen Divergenzen sowohl im Tages-, als auch im Wochenchart sollten Anlegerinnen und Anleger jedoch auch die Gefahr einer ausgedehnten Korrektur bis mindestens in den Ausbruchsbereich zwischen 6.100 und 6.150 Punkten in Betracht ziehen. Das ist die Größenordnung von Abwärtsbewegungen im eingangs gezeigten Wochenchart gewesen.
Fazit: Auch fundamentale Risiken werden signifikant unterschätzt
Neben technischen Risiken unterschätzten Anlegerinnen und Anleger aktuell systematisch fundamentale Risiken, allen voran die historisch hohen Bewertungen am Aktienmarkt. Dazu kommen wirtschaftliche und politische Unsicherheiten.
Die Abwesenheit vieler wichtiger Konjunkturdaten aufgrund des Regierungsstillstandes in den USA sorgt außerdem dafür, dass die US-Notenbank bezüglich ihrer weiteren Geldpolitik im Dunkeln tappt. Das erhöht die Gefahr von Fehlentscheidungen.
Schon ein schlechter Datenpunkt könnte das gegenwärtig sorglose Sentiment zum Kippen bringen und für einen erneuten Stillstand der Zinssenkungen sorgen. Das ist im aktuellen Preisniveau jedoch nicht abgebildet und sorgt für eine wachsende Schock-Gefahr. Wer sich jetzt nicht absichert, könnte auf dem falschen Fuß erwischt werden.
Jetzt absichern – und hohe Short-Gewinne einfahren!
Anlegerinnen und Anleger, welche die Gefahr einer Korrektur am US-Aktienmarkt ernst nehmen und sich gegen hohe Anlageverluste absichern wollen, können das mithilfe des Put-Optionsscheines HT8DT7 tun. Dieser verfügt über eine Laufzeit bis zum 20. März 2026 und eignet sich damit vor allem zur Absicherung gegen kurz- und mittelfristige Korrekturen.
Der Basispreis liegt bei 6.900 Punkten, woraus sich ein tagesaktueller, effektiver Hebel (Omega) von 11,9 sowie folgendes Auszahlungsprofil für einige beispielhafte Fälle (zum Laufzeitende) ergibt:
Doch Vorsicht: Sollte der S&P 500 zum Laufzeitende oberhalb von 6.900 Punkten notieren, verfällt HT8DT7 wertlos. Es besteht also Totalverlustgefahr. Daher sollte die Position vorzeitig verkauft und der Restwert gesichert werden, wenn der US-Gesamtmarktindex seine Rallye fortsetzt und neue Allzeithochs dabei auch von den technischen Indikatoren bestätigt werden.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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