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Ist der Tech-Ausverkauf vorbei? Analysten senden ein klares Signal

Goldman Sachs und Wells Fargo werden plötzlich optimistischer für Tech. Nach dem Rücksetzer wirken die Bewertungen attraktiv. Ist das schon der Startschuss für das nächste große Comeback?
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Silhouette von Öl-Förderpumpen (Symbolbild).
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Der Technologiesektor wirkt nach seiner jüngsten Schwächephase wieder attraktiver. Zu diesem Schluss kommen die Strategen von Goldman Sachs. In einer aktuellen Research-Notiz schreibt das Team um Peter Oppenheimer, die jüngste Underperformance habe neue Chancen geschaffen. Besonders wichtig sei, dass die Bewertung des Sektors im Verhältnis zum erwarteten Konsenswachstum inzwischen unter das Niveau des globalen Gesamtmarktes gefallen sei.

Damit dreht sich das Argument an der Börse ein Stück weit. Noch im Oktober hatten Technologiewerte dank starken Umsatzwachstums, kräftiger Gewinnsprünge und dominanter Marktstellungen Rekordstände erreicht.

Danach gerieten die Aktien unter Druck. Anleger sorgten sich vor allem über die explodierenden Ausgaben für künstliche Intelligenz. Die größten Cloud-Konzerne haben zusammen Investitionen von mehr als 700 Milliarden US-Dollar für Rechenzentren zugesagt. Gleichzeitig setzte eine Umschichtung in günstiger bewertete Branchen ein.

Oppenheimer sieht darin nun eine neue Ausgangslage. Anleger stellten sich zwar weiter die Frage, ob sich diese gewaltigen Investitionen am Ende auch auszahlen. Zugleich wachse die Sorge, dass künstliche Intelligenz bestehende Geschäftsmodelle durcheinanderbringen könnte. Hinzu komme, dass das künftige Wachstum stärker von der physischen Welt abhänge, weil immer mehr Rechenleistung, Energie und Infrastruktur benötigt würden.

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Von dieser Entwicklung profitierten zuletzt vor allem klassische, kapitalintensive Branchen. Goldman Sachs verweist auf einen Korb von sogenannten "HALO"-Aktien aus Bereichen wie Versorger und Industrie. Technologieaktien sind dagegen seit Jahresbeginn zurückgeblieben.

Gerade darin erkennt Goldman Sachs nun die Chance. "Diese Faktoren haben eine Chance im Technologiesektor eröffnet, wo die Wachstumsraten weiterhin stark sind, die Bewertungen aber derzeit niedrig sind", sagte Oppenheimer. Er verwies zugleich auf robuste Gewinnentwicklung, positive Gewinnrevisionen und eine weiter hohe Eigenkapitalrendite.

Rückenwind kommt auch von Wells Fargo

Die Strategen der Bank stuften den Technologiesektor im S&P 500 von neutral auf positiv hoch. Als Gründe nannten sie starke Fundamentaldaten und einen nachlassenden Bewertungsdruck nach dem jüngsten Rückgang. Der Pessimismus gegenüber der Branche erscheine überzogen, weil das Gewinnwachstum weiter im zweistelligen Bereich liege und die Bilanzen solide blieben.

Auch beim KI-Thema zeigt sich Wells Fargo (Wells Fargo Aktie) gelassener. In einer Mitteilung an Kunden schrieb die Bank:

"Die Ausgaben der Unternehmen für KI-Technologie scheinen genug Schwung zu haben, um in diesem Jahr 650 Milliarden US-Dollar zu erreichen."

Fragen zur tatsächlichen Einführung der Technologie seien zwar berechtigt. Einen Zusammenbruch ganzer Branchen oder stark steigende Arbeitslosigkeit erwartet die Bank jedoch nicht.

Damit mehren sich an der Wall Street die Stimmen, die den Rücksetzer im Technologiesektor nicht mehr als Warnsignal sehen, sondern als Einstiegschance. Goldman Sachs und Wells Fargo argumentieren beide, dass der Markt die Risiken zuletzt stärker betont hat als die weiterhin robuste Gewinnkraft der Branche.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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