JPMorgan setzt weniger auf die USA und schiebt Schwellenländer nach vorn. 55,5 Milliarden US-Dollar Zuflüsse, Japan-Rallye, Europa "günstig". Doch ausgerechnet ein Sektor verliert den Status als Liebling.
Unberechenbare politische Entscheidungen, schwelende geopolitische Spannungen und Sorgen um die Unabhängigkeit der Federal Reserve habendazu geführt, dass einige Investoren im vergangenen Jahr US-Anlagen gemieden haben. JPMorgan zählt dazu.
Die Investmentbank setzt weiter auf Schwellenländer statt Industrieländer. Innerhalb der Industrieländer bevorzugt das Team "internationale Titel gegenüber US-Titeln".
JPMorgan verweist auf die Kursentwicklung
Schwellenländeraktien hätten im vergangenen Jahr viele große Indizes der Wall Street geschlagen. Auch im neuen Jahr halte der Trend an. Rückenwind liefern die Kapitalströme. JPMorgan schreibt:
"Starke Zuflüsse in Aktien aus Schwellenländern haben die robuste Performance der Region untermauert."
Die Nettozuflüsse hätten 2025 bei 29,2 Milliarden US-Dollar gelegen, dem höchsten Wert seit 2021. Seit Jahresbeginn summierten sich die Zuflüsse bereits auf 55,5 Milliarden US-Dollar.
Trotzdem sieht die Bank Schwellenländer in vielen Depots weiter zu niedrig gewichtet. JPMorgan nennt ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 für die nächsten zwölf Monate. Schwellenländer handelten damit mit einem Abschlag von 33 Prozent. Zusätzliche Unterstützung komme von geldpolitischer Lockerung in vielen Schwellenländern und von der Schwäche des US-Dollars, so die Strategen.
Für das Jahr 2026 traut JPMorgan auch Japan und Europa eine Outperformance gegenüber US-Aktien zu. Japanische Aktien sollten von expansiver Fiskalpolitik profitieren, heißt es. Der Nikkei 225 liegt seit Jahresbeginn bei fast 13 Prozent im Plus. Europa punktet laut JPMorgan mit attraktiveren Bewertungen, niedriger Positionierung und der Aussicht auf höhere Staatsausgaben. Die US-Bank erwartet außerdem anziehende Gewinne.
Beim europäischen Verteidigungssektor zieht JPMorgan dagegen Konsequenzen. Nach der starken Rallye wolle man Gewinne mitnehmen. "Nach der außergewöhnlichen Outperformance haben wir uns entschlossen, Gewinne mitzunehmen", schreiben die Strategen. Für 2026 bevorzugt die Bank innerhalb der bisherigen Gewinner eher Banken als Verteidigung, weil Bankbewertungen weiterhin attraktiv wirkten.
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