Aktien Asien/Pazifik: Zaghafte Stabilisierung nach Kursrutsch
TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Asiens wichtigste Aktienmärkte haben sich am Dienstag etwas gefangen. Vor weiteren US-Importzöllen, die US-Präsident Donald Trump am Mittwoch bekanntgeben will, blieb die Stimmung allerdings verhalten. "Die Unsicherheit über die ständig wechselnden Pläne des Präsidenten hat Befürchtungen ausgelöst, dass die neuen Zölle Lieferketten stören und die Preise für amerikanische Verbraucher erhöhen könnten", hieß es dazu von der Landesbank Baden-Württemberg.
Entsprechend überschaubar blieb die Stabilisierung in Japan, nachdem der Aktienmarkt des exportorientierten Landes am Vortag unter Druck gekommen war. Der Nikkei 225 schloss kaum verändert mit 35.624,48 Punkten.
Etwas besser sah es in China aus. Der Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong zog um 0,46 Prozent auf 23.225,70 Punkte an, während der CSI-300-Index mit den wichtigsten chinesischen Festlandsaktien unverändert tendierte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf neue Konjunkturdaten. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe sei im März besser als erwartet ausgefallen und habe dabei von einer anhaltend soliden Auftragsentwicklung profitiert.
Allerdings bremsten die Zollsorgen. "In den vergangenen zwei Monaten hat Washington den durchschnittlichen Zollsatz auf chinesische Importe von rund 20 auf 40 Prozent erhöht", merkte Marktstratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank an. "Zudem kündigte US-Präsident Donald Trump an, ab morgen Einfuhren aus Ländern, die wie China in großem Stil venezolanisches Öl (Rohöl) beziehen, mit einem zusätzlichen Zoll von 25 Prozent zu belegen."
Für den australischen Leitindex S&P/ASX 200 ging es unterdessen um ein Prozent auf 7.925,16 Punkte nach oben. Die Notenbank des Landes hatte sich bei ihrer jüngsten Sitzung wie erwartet nicht bewegt, zugleich aber auf die internationalen Risiken verwiesen und damit die Möglichkeit von Zinssenkung offen gelassen. Etwas stärkeren Gewinne verbuchten auch die am Vortag deutlich gefallenen Märkten Südkoreas und Taiwans./mf/mis
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