- 64 Prozent der Deutschen lehnen Bundesländer-Zusammenlegung ab.
- 67 Prozent der Bayern sind gegen eine Neugliederung.
- Ähnliche Ablehnung gibt es in NRW (61%) und BW (69%).
- Rohstoffrallye 2.0 - Diese 3 Werte könnten jetzt explodieren! (hier klicken)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte vergangene Woche gefordert, Bundesländer zu fusionieren, weil einige kleinere kaum noch lebensfähig seien und von Bayern und anderen finanziell unterstützt werden müssten. Größere Einheiten seien erfolgreicher als kleine, daher brauche es "weniger Bundesländer, ganz einfach." Söder sagte auch auf Nachfrage nicht, welche er zusammenlegen würde.
Auch in Bayern lehnen allerdings 67 Prozent der Bürger eine Neugliederung ab, wie die Umfrage ergab. Ähnlich sind die Ergebnisse in anderen bevölkerungsreichen Ländern - etwa in Nordrhein-Westfalen (61 Prozent) und Baden-Württemberg (69 Prozent). Wenig überraschend sind auch die Einwohner der kleineren Bundesländer mit unter vier Millionen Einwohnern zu 65 Prozent gegen Söders Vorstoß. Auch zwischen West- und Ostdeutschland gibt es keinen Unterschied in der Beurteilung: 64 beziehungsweise 65 Prozent sind dagegen.
Im November hatte Söder gerügt, dass etwa das Land Berlin seit seinem Beitritt zum Länderfinanzausgleich 1995 über 94 Milliarden Euro daraus erhalten und noch keinen Cent einbezahlt habe. Nur ganze vier Länder in Deutschland zahlten überhaupt. "Bayern zahlt aber 60 Prozent im Alleingang", sagte er. Das Grundgesetz enthält den Auftrag, in einem Finanzausgleich unter den Ländern sicherzustellen, dass die unterschiedliche Finanzkraft angemessen ausgeglichen wird./toz/DP/zb
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.