- Richter lehnen Aussetzung des Wirecard-Prozesses ab.
- Betrugsverfahren betrifft früheren Vorstandschef Markus Braun.
- Urteil rückt näher, Frist für Beweisanträge geplant.
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Die Richter wollen den Prozess nicht entgleisen lassen
Die den Anwältinnen des seit Juli 2020 in Untersuchungshaft sitzenden früheren Vorstandschefs Markus Braun hatten die Aussetzung des Verfahrens gefordert. Dies hätte keine bloße Unterbrechung bedeutet, sondern den kompletten Neustart der Hauptverhandlung zu einem unbekannten Zeitpunkt in der Zukunft. Dass die Kammer das Verfahren um den größten Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte kurz vor Schluss noch aussetzen würde, galt daher von vornherein als äußerst unwahrscheinlich.
Gewünschte Zeugin bereits einmal ergebnislos geladen
Die Verteidigung wollte den Ausgang eines separaten Betrugsverfahrens gegen eine frühere Wirecard-Managerin abwarten, die eine wichtige Rolle in dem 2020 aufgedeckten Milliardenbetrug bei dem Unternehmen gespielt haben soll. Die Kammer hält das jedoch nicht für notwendig - die Frau war bereits im Frühjahr einmal geladen und hatte die Aussage verweigert.
Der einstige Dax
Frist für die Verteidiger geplant - danach Plädoyers und Urteil
Noch können die Verteidiger des österreichischen Managers und seiner beiden Mitangeklagten neue Beweisanträge stellen und die Ladung weiterer Zeugen fordern. Das Urteil rückt jedoch näher. Der Vorsitzende Richter Födisch will im Laufe der kommenden beiden Wochen eine Frist verkünden, bis zu der die Anwälte noch Beweisanträge stellen können. Diese Frist wird jedoch nur wenige Wochen bemessen sein, wie Födisch in den vergangenen Wochen mehrfach deutlich gemacht hat. Dem Ende der Beweisaufnahme werden dann Strafanträge, letzte Worte der Angeklagten und Urteil folgen./cho/DP/nas
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