Burry knöpft sich Microsoft vor

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Microsoft-Zentrale in Bukarest, Rumänien
©iStock
Microsoft holt künstliche Intelligenz auf den Laptop und fordert Apple heraus. Doch die Geräte sind teuer. Michael Burry wettert gegen die Ausgabenwut. Kommt jetzt die Aufholjagd der Aktie?
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Hinweis

Microsoft holt künstliche Intelligenz (KI) aus der Cloud auf den Schreibtisch. Auf einer Veranstaltung in San Francisco stellte der Softwarekonzern am Mittwoch ein Programmiermodell vor, das direkt auf Laptops und Desktop-Rechnern läuft. Dazu kommen eine Sicherheitstechnik für digitale Agenten und der Surface Laptop Ultra mit Nvidias neuen RTX-Spark-Chips.

Dahinter steckt eine Wette. Ein Teil der Arbeit soll aus den teuren Azure-Rechenzentren auf die Rechner in Büros und Wohnzimmern wandern. Die Hardware bezahlen dann die Kundinnen und Kunden. Den gleichen Plan verfolgt Apple mit neuen Macs.

Sicherheitsgurt für Agenten

Damit die Agenten keinen Schaden anrichten, sperrt Microsoft sie in sogenannte Execution Containers. Ohne Erlaubnis kommen sie dort nicht an Daten heran. "Wir mussten den Desktop zum sichersten Ort für die Ausführung von Agenten machen", sagte Konzernchef Satya Nadella. Nvidia-Chef Jensen Huang legte nach: Ohne diese Technik seien Agenten "ein völliger Reinfall".

Werte aus dem Artikel:
Alphabet (Google) Aktie 313,85 € +1,05%
Apple Aktie 296,05 € -2,49%
Microsoft Aktie 471,25 € +1,09%
Nvidia Aktie 209,15 € +1,73%

Teurer Einstieg

Knappe Speicherchips treiben allerdings die Preise. Der Surface Laptop Ultra startet bei 2.599 US-Dollar. Apples günstigstes MacBook Pro gibt es ab 1.999 US-Dollar. "Jetzt ist die Software bereit, aber die Hardware ist zu teuer", zitierte Reuters Anshel Sag, Analyst bei Moor Insights & Strategy. Lokale künstliche Intelligenz bleibe vorerst ein Luxus.

Burry stichelt gegen die Ausgabenwut

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Investor Michael Burry zweifelt laut Seeking Alpha ohnehin, ob die Milliarden für Rechenzentren nötig sind. "Monopole müssen fast schon per Definition nicht so maßlos Geld ausgeben", sagte Burry. Die Konzerne setzten vielmehr auf ein Oligopol, das zu groß zum Scheitern sei.

An der Börse hinkt Microsoft hinterher. Seit Jahresbeginn legte die Aktie rund neun Prozent zu. Apple schaffte laut MarketScreener fast 23 Prozent. Mit 3,9 Billionen US-Dollar Börsenwert liegt Microsoft hinter Nvidia, Apple und Alphabet.

Dafür ist die Aktie günstiger bewertet: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Geschäftsjahr 2027 liegt bei 26,7, bei Apple bei 34,8. Die 56 Analystinnen und Analysten raten im Schnitt zum Kauf. Ihr mittleres Kursziel von 587,63 US-Dollar liegt rund elf Prozent über dem Kurs. Am 27. Oktober legt Microsoft Quartalszahlen vor, für Azure stellte das Management rund 45 Prozent Wachstum in Aussicht.

Fazit

Microsoft verlagert einen Teil der KI-Kosten geschickt auf die Geräte der Kundschaft. Kurzfristig zählt aber Azure. Liefert die Cloud am 27. Oktober das versprochene Tempo, hat die Aktie Luft für eine Aufholjagd.


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