Der derzeit konventionelle Weg zur Veröffentlichung von sogenannten “Proof-of-Reserves” sei ihm zufolge “unsicher” und mache Käufer, Verwahrer und Börsen angreifbar.
Kurz darauf später veröffentlichte die Onchain-Daten-Plattform Arkham Intel jedoch die vermeintlichen Bitcoin-Adressen der Firma, die laut eigenen Angaben 580.250 BTC hält.
BREAKING: WE’VE IDENTIFIED EVEN MORE OF SAYLOR’S BTC – 97% OF ALL HOLDINGS
We have identified an additional 53,833 BTC ($5.75B), bringing our coverage of Saylor’s Bitcoin holdings to $59.92B, almost ALL of his BTC.
Darin zu sehen sind auch nach 2 Updates lediglich 454.231 BTC, was unter einigen Beobachtern für Verwirrung sorgte. Denn Arkham behauptet, 97 Prozent der Bestände – in der Theorie also etwa 562.000 BTC – identifiziert zu haben.
Sofern die Daten stimmen, hätte Strategy also rund 107.000 BTC weniger als behauptet – eine Lücke von 11,2 Milliarden US-Dollar.
Des Rätsels Lösung scheinen 107.000 BTC, die sich laut einigen Beobachtern beim Vermögensverwalter Fidelity befinden. Dieser trennt die erhaltenen BTC nicht nach Sendern, sodass es keinen Weg gibt, sie onchain eindeutig Strategy zuzuweisen.
Die Verwirrung um die “fehlenden” Bitcoin zeigt, wie abhängig das Asset von Michael Saylor sein könnte.
Schon einmal erlebte die Branche mit dem Kollaps von FTX ein Trauma, das On-Chain-Nachweise über Krypto-Rücklagen als gängiges Verfahren zur Schaffung von Vertrauen etablierte.
FTX hatte vorgegeben, Kunden-Einlagen sicher zu verwahren, während das Unternehmen diese in Wahrheit an die Trading-Firma Alameda Research weiterreichte. Die ehemalige Krypto-Börse konnte die Einlagen von Kunden irgendwann nicht decken und ging schließlich insolvent.
Sollten jemals wirklich Zweifel über die vorgegeben Bitcoin-Bestände großer Firmen wie Strategy aufkommen, könnte eine vergleichbare Kettenreaktion in Gang getreten werden.
Michael Saylor verweist hingegen auf die regelmäßigen und umfassenden Prüfungen, die sich börsennotierte Unternehmen wie seines unterziehen müssen.
Diese Prüfungen werden in der Regel von den Big-Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt und von der US-Börsenaufsicht kontrolliert. Unterzeichner sind sowohl zivil- als auch strafrechtlich für die Richtigkeit dieser Prüfungen haftbar, wie Saylor betonte.
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