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Wadephul: Keine Sicherheitslücke durch erwartete US-Absage

BERLIN (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul sieht in dem erwarteten Verzicht der USA auf eine Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland kein zusätzliches Sicherheitsrisiko für Deutschland. Er gehe nicht davon aus, dass es bei der konventionellen Abschreckung der Nato in Europa "irgendein Minus" geben wird, sagte Wadephul bei einem Besuch in Athen auf eine entsprechende Journalistenfrage. "Das wird sich so oder so in jedem Fall ausgleichen lassen."

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Quelle: - © Global_Pics / iStock Unreleased / Getty Images:

Merz hatte am Sonntag in der Sendung "Caren Miosga" gesagt, dass er aktuell nicht mehr mit der 2024 von Präsident Joe Biden zugesagten Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern aus US-Beständen rechne. "Wie ich es im Augenblick sehe, gibt es auch aus den USA heraus ganz objektiv kaum eine Möglichkeit, Waffensysteme dieser Art abzugeben." Öffentlich hat sich die US-Regierung in der Frage noch nicht geäußert.

Biden hatte Deutschland beim Nato-Gipfel vor zwei Jahren zugesagt, erstmals seit dem Kalten Krieg wieder Mittelstreckenwaffen mit konventionellen Sprengköpfen zur Abschreckung in Deutschland zu stationieren, die bis nach Russland reichen. Für 2026 stellte er die Bereitstellung von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern, Raketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen in Aussicht.

Wadephul betonte, dass die Stationierung ohnehin nur temporär geplant gewesen sei. "Wir müssen dies als eine erneute Aufforderung begreifen, schneller selbst Fähigkeiten zu entwickeln und verfügbar zu haben. Daran führt überhaupt kein weg vorbei." Das Beispiel Ukraine zeige, dass militärische Möglichkeiten sehr schnell entwickelt werden könnten./mfi/DP/jha


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