Die chinesische Flagge.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 186

Wadephul: Afrika ist Chancenkontinent - doch China oft schneller

NAIROBI (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul (CDU) sieht Afrika als "Chancenkontinent" auch für die deutsche Wirtschaft, der aber noch nicht ausreichend wahrgenommen werde. "Deswegen sehen wir immer wieder, dass bedauerlicherweise ein chinesisches Engagement vor uns da ist, schneller da ist und effektiver hilft", sagte er nach einem Treffen mit seinem kenianischen Amtskollege Musalia Mudavadi in Nairobi. "Und ich glaube, das ist eine Lehre, die wir jetzt ziehen müssen. Wir müssen flexibler werden, wir müssen schneller werden."

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Mit Blick auf die Zollpolitik der US-Regierung sagte Wadephul, die Botschaft der Maßnahme sei ein klares Signal, dass alle Länder ihr Wirtschaftsportfolio diversifizieren müssen. "Der afrikanische Kontinent birgt dabei voraussichtlich großes Wachstumspotenzial", betonte er.

In der Vergangenheit habe sich die Wirtschaft auch in Deutschland vor allem auf den Norden und den Süden des Kontinents konzentriert, allerdings zu wenig auf die übrigen Länder. Wadephul ist mit einer größeren Wirtschaftsdelegation in Kenia. Derzeit sind rund 120 deutsche Unternehmen in Kenia vertreten.

Minister verweisen auf Chancen durch Migrationsabkommen

Mudavadi verwies auf kenianische Gesetzesinitiativen und Maßnahmen, die das Risiko für ausländische Investoren verringerten und den Standort Kenia attraktiver machen sollen, etwa eine Verschärfung des Geldwäschegesetzes. Die Regierung arbeite weiterhin an der Bekämpfung der Korruption.

Beide Minister verwiesen auf Chancen durch das deutsch-kenianische Migrationsabkommen, das Fachkräften einen legalen Weg auf den deutschen Arbeitsmarkt ebnet, aber auch auf Qualifikationsmaßnahmen in Kenia setzt. Sorge vor negativen Auswirkungen wie etwa einem "Brain Drain" - also dem Verlust dringend im Land benötigter Fachleute wie beispielsweise medizinischem Personal - habe er nicht./czy/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend