Eine Landmaschine auf einem Kornfeld (Symbolbild).
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dpa-AFX  | 
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Verbände warnen vor Rückschritten in der Agrarpolitik

BERLIN (dpa-AFX) - Ein Bündnis aus Umwelt-, Agrar- und Tierschutzverbänden warnt vor Rückschritten in der deutschen und europäischen Agrarpolitik. "Vieles von dem, was in den letzten fünfzehn, zwanzig Jahren mühsam aufgebaut wurde, für Natur, für Tierwohl, für sauberes Wasser, für faire Perspektiven der Höfe, wird jetzt wieder abgeräumt", sagte Olaf Bandt, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Teil des Agrar-Bündnisses ist. Das treffe vor allem die Betriebe, die besonders in ökologische Zweige investiert haben.

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Das Bündnis kritisiert etwa an der EU-Planung zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028, dass es darin kein gesichertes Mindestbudget mehr für Gemeinwohlleistungen wie Klimamaßnahmen geben solle. "Wir brauchen verlässliche und faire Regeln für Natur, Klima und Tier und Umweltschutz und für den Erhalt von bäuerlichen und konkurrenzfähigen Betrieben", betonte Bandt. "Europas Landwirtschaft ist stark durch Qualität und Regionalität, nicht durch Dumpingpreise. Durch Tierwohl, Umweltleistung, Gentechnikfreiheit und regionale Wertschöpfung."

Agrarberichts-Motto: "Wandel & Widerstand"

Die Geschäftsführerin des Bündnisses, Katrin Jürgens, betonte: "Wir wissen seit Jahren, was es für eine nachhaltige, sozial gerechte und zukunftsfähige Landwirtschaft braucht." Stattdessen gebe es derzeit einen deutlichen politischen Gegenwind, "in Teilen sogar einen Rückwärtsgang".

Im heute erschienenen "Kritischen Agrarbericht" stellt das Bündnis 50 Forderungen an die Agrarpolitik. Unter dem diesjährigen Motto "Wandel & Widerstand" gehe es dabei um einen politischen Richtungsentscheid, sagte Jürgens.

Im Agrar-Bündnis haben sich 25 Verbände aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik zusammengeschlossen. Der "Kritische Agrarbericht" erscheint seit 1993./hos/DP/nas

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